Ein Film von Georg Lembergh und Hansjörg Stecher.
Das Rätsel und die unglaubliche Geschichte vom Kirchturm, der aus dem Reschensee ragt, fasziniert nach wie vor. Auch Monate nach seiner Premiere beim Bozner Filmfestival sorgt der Dokumentarfilm Das versunkene Dorf u?ber die Vinschger Bezirksgrenzen hinweg fu?r ausverkaufte Kinosäle.
Ein besonderes Highlight ist geplant: Im Rahmen eines großen Open-Air-Kinoevents feiert der Film in der Form einer besonderen Inszenierung seine Heimpremiere. Es gibt wohl kaum ein eindrucksvolleres Setting, als den Film am historischen Ort des Geschehens, im Schatten des Grauner Kirchturms und vor der großartigen Kulisse der Oberländer Seen- und Berglandschaft einem zahlreichen Publikum zu präsentieren.
Es ist ein Dokumentarfilm der beru?hrt, ein Archiv der Erinnerungen. Im August 1950 versinkt das blu?hende Dorf Graun im Vinschgau mit allen Äckern und Feldern in den Fluten des Reschenstausees. Fast u?ber Nacht werden die Bewohner von ihren Höfen vertrieben und nur notdu?rftig abgegolten. Heute, fast siebzig Jahre später, ist aus der Handvoll eilig errichteter Häuschen wieder ein kleines Dorf geworden. Trotzdem ist unter den Alten hier die Trauer um ihre verlorene Heimat immer noch groß, die Wunden heilen nur langsam und der See bleibt fu?r sie ein Fremdkörper. Die Jungen, die die Seestauung nur mehr aus Erzählungen kennen, befreien sich mit neuem Selbstbewusstsein aus der lähmenden Umklammerung der Kraftwerksgesellschaft und nutzen das schwierige Erbe fu?r ihre Zwecke.
Mit viel Feingefu?hl spu?ren Georg Lembergh und Hansjörg Stecher in Einzelporträts den Fragen nach Heimat und Heimatverlust nach, dokumentieren den schwierigen Neubeginn und beleuchten die historisch noch kaum aufgearbeiteten, hochdramatischen Umstände der Seestauung, und ziehen dabei den Spannungsbogen bis herauf in die Gegenwart.
Das versunkene Alt-Graun wird fu?r eineinhalb Stunden auf einer 50 m2 großen LED-Leinwand wiederauferstehen und von seiner glanzvollen Zeit erzählen und von seinem traurigen Niedergang. Als besonderen Höhepunkt darf sich das Publikum im Anschluss an den Film auf bislang unveröffentlichtes Bonusmaterial aus den zahlreichen Zeitzeugeninterviews freuen.
Kartenvorverkauf bei allen Raiffeisenkassen in Su?dtirol und Nordtirol. Restkarten gibt es ab 18 Uhr an der Abendkasse. Die Veranstaltung findet bei jeder Witterung statt! Ersatztermin bei unwetterbedingter Absage bzw. Unterbrechung: Montag, 13. August 2018.