Der internationale Museumstag 2026 findet am Sonntag, dem 17. Mai, in Südtirol statt. Über 50 Museen, Sammlungen und Ausstellungsorten veranstalten Sonderprogramme und freien Eintritt oder einen Tag der offenen Tür zu diesem Anlass.
Der Internationale Museumstag wird seit 1977 jährlich vom Internationalen Museumsrat ICOM weltweit organisiert. Ziel ist es, die Bedeutung der Museen für die Gesellschaft und ihre Vielfalt einem breiten Publikum näherzubringen. Auf internationaler Ebene ist die Veranstaltung mit dem Datum des 18. Mai verbunden, sie findet aber in Südtirol und in anderen Ländern Europas immer an einem Sonntag statt.
Das Thema 2026: „Museen vereinen eine geteilte Welt“
ICOM, der internationale Museumsrat, hat für dieses Jahr das Thema „Museen vereinen eine geteilte Welt“ (“Museums uniting a divided world”) gewählt. Das Thema unterstreicht das Potenzial von Museen, Sammlungen und Ausstellungsorten, Verbindungen zu schaffen und Brücken über kulturelle, soziale und geopolitische Trennungen hinweg zu bauen. Sie können den Austausch und den Dialog stärken, gegenseitiges Verständnis wecken und den inneren Frieden als auch zwischen den verschiedenen Gemeinschaften auf der ganzen Welt fördern.
Museen sind vertrauenswürdige öffentliche Orte, an denen Menschen Geschichten, Objekten und anderen Menschen begegnen können. Besonders in Zeiten der sozialen Vereinzelung, der Polarisierung und des ungleichen Zugangs zu Wissen und Kultur helfen Museen dabei, die Verbindungen zwischen den Generationen, den Gemeinschaften und auch Ländern wieder zu stärken. Sie löschen nicht die Unterschiede aus, sondern wecken Verständnis, und zeigen, wie damit umgegangen werden kann: Sie schützen das kulturelle Reichtum und das kulturelle Gedächtnis, bieten Raum zum Nachdenken und Lernen, sie sind einladende Ort, an denen unterschiedliche Stimmen Gehör finden.