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Adieu, Ihr Gletscher! – Kurzfilmabend & Gesprächsrunde - Veröffentlicht von martin_inside

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Kurzfilmabend mit Gesprächsrunde zum Welttag des Wassers und der Gletscher

Die Gletscher schmelzen – und mit ihnen ein essenzieller Teil unseres Wasserkreislaufs. Zum Welttag des Wassers und dem erstmals ausgerufenen Weltgletschertag lädt die Kampagne MahlZeit am Donnerstag, 20. März 2025, um 20 Uhr im Filmclub Bozen zu einem besonderen zweisprachigen (Deutsch & Italienisch) Abend ein – Eintritt frei!

Nach dem bewegenden Intro „Elegy for the Arctic“ von Ludovico Einaudi und einer Einführung von Andrea Zatta, folgt der Dokumentarfilm „The Ice Builders“ (Andrea Zatta, TN 2024, 15 min). Anschließend diskutieren Expert*innen aus Wissenschaft, Bergwelt und Aktivismus über die dramatischen Folgen des Gletscherschwunds und die Zukunft unserer Wasserressourcen.

Gesprächsrunde mit:

- Roberto Dinale, Glaziologe, Amtsdirektor im Amt für Hydrologie und Stauanlagen
- Brigitte Gritsch, Gemeinschaftsgärtnerin, Selbstversorgerin
- Georg Kaser, Glaziologe, Klimaforscher
- Gottfried Leitgeb, langjähriger AVS-Hüttenwirt
- Linda Schwarz, Aktivistin bei PROTECTOURWINTERS
- Moderation Evi Keifl

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

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  • Kunstausstellung Bruno Flaim, Lucia Nardelli, Barbara Natter, Silvano Tacus, Elisabetta Vazzoler, Katherina Zoeggeler Stadtgalerie Bozen Vernissage 26/07/2023 18:00 Uhr
  • Fotografie, Illustrationen und Projekte von: Beatrice Citterio, Francesco Marinelli (Dolomiti Contemporanee), Jonathan Coen, Laboratorio OffTopic, Leonhard Angerer, Manuel Riz, Marco Gasparic (Broken Window Theory), Rob Hornstra, Studentinnen und Studenten der Fotografieseminare Bauer Anatomie und Dynamik eines Territoriums in Zusammenarbeit mit Dolomiti Contemporanee und TeSAF (UniPa), Teresa de Toni (Dolomiti Contemporanee), Till Aufschlanger (Broken Window Theory), Voci di Cortina. - In der aktuellen Klimarealität, in der der Temperaturanstieg die alpinen Berggebiete doppelt so stark trifft wie die Ebenen und die Schneedecke kontinuierlich abnimmt, erstrecken sich die „am weitesten verbreiteten und nachhaltigsten Winterspiele aller Zeiten“ über ein Gebiet von rund 22.000 km² und durchqueren dabei sehr unterschiedliche Kontexte und Ökosysteme: von Mailand bis Cortina d’Ampezzo, von Bormio und Livigno ins Val di Fiemme, bis nach Antholz und Verona – bei öffentlichen Investitionen von über 6 Milliarden Euro. Doch was bedeutet ein Ereignis dieser Größenordnung für die Gebiete, die es austragen? Und vor allem: Ist es möglich, von sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit zu sprechen? Durch eine visuelle Analyse der Problematiken des olympischen Wintermodells und seines Vermächtnisses stellt Arcipelago Verticaledessen Praktiken und Vorstellungswelten infrage und macht die strukturelle Abhängigkeit von der Ausbeutung lokaler Ressourcen – insbesondere natürlicher und kultureller – sichtbar. Dabei tritt vor allem ein Wasserarchipel hervor, das für das Überleben dieses Wirtschaftsmodells unverzichtbar ist: Es dehnt sich Jahr für Jahr oberhalb der Skihänge aus, um deren Beschneiung zu ermöglichen, und bündelt Ressourcen sowie öffentliche Gelder vertikal auf wenige punktuelle Knoten, verstreut über Alpen und Dolomiten, deren „insularer Zyklus“ bereits vor Millionen von Jahren begann. Die Vermehrung dieser Infrastrukturen erzeugt eine fragmentierte Geografie, bestehend aus technischen Flächen und Zonen der Übernutzung, die miteinander verbunden, territorial jedoch diskontinuierlich sind. Inseln sind die künstlichen Speicherbecken – drei davon eigens für die Olympischen Winterspiele errichtet – ebenso wie die Hunderte von Baustellen entlang des Alpenbogens in unterschiedlichen Höhenlagen: im Bau, abgeschlossen oder in Planung. Für einige ist die Fertigstellung bis 2032 vorgesehen. Das Archipel steht schließlich auch für die politische Distanz zwischen Entscheidungszentren und Zivilbevölkerung – eine Distanz, die durch die Dringlichkeit des olympischen Modells unüberwindbar geworden ist und es den lokalen Gemeinschaften verwehrt hat, sich mit jenen auseinanderzusetzen, die grundlegende Entscheidungen über ihr eigenes Territorium getroffen haben. Dadurch wurde sowohl die Chance vertan, erhebliche Investitionen in Strukturen und Modelle zu lenken, die nachweislich darauf angewiesen gewesen wären, als auch das legitime Recht der Bevölkerung, sich zu informieren und zu den sie betreffenden Veränderungen Stellung zu nehmen. Beatrice Citterio
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