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Museion - Techno: Vernissage - Veröffentlicht von gianni_inside

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Event-Informationen

Opening Event in zwei Teilen. Freitag, 10. September 2021:
17:00 Uhr – „Day Rave“, site-specific performance von Isabel Lewis & Margherita D’Adamo in einem ehemaligen Wasserkraftwerk, ALPERIA St. Anton/S. Antonio, Bozen, St. Anton Str. 12. In Kollaboration mit TRANSART. Powered by ALPERIA.
19:30 Uhr – Eröffnung der Ausstellung TECHNO im Museion, Piero Siena Platz 1, Bozen, Italien.
In Kollaboration mit TRANSART. Powered by ALPERIA.

Das Museion präsentiert TECHNO, das erste Kapitel des Langzeitprogramms TECHNO HUMANITIES, das die gesamte Institution mit einbezieht. TECHNO trägt Themen zusammen, die sich aus der Konfrontation zwischen Mensch, Ökologie, Technologie und Wirtschaft ergeben. TECHNO umfasst eine internationale Gruppenausstellung, die das gesamte Gebäude des Museums einnehmen wird, ein Rahmenprogramm, einen „Day Rave“ und einen TECHNO Reader – eine Anthologie von Auftragstexten zu Techno und Globalisierung.

Die Ausstellung im Museion kreist um die Begriffe „Freiheit“, „Kompression“ und „Erschöpfung“ und stellt die Techno-Erfahrung in den Mittelpunkt, die hier zu einem Objektiv wird, durch das zeitgenössisches Leben und soziale Ordnung erfasst werden. TECHNO lädt eine internationale Gruppe von Künstler:innen, Denker:innen und Produzent:innen ein, um zu untersuchen, inwieweit – mit Techno verbundene – kulturelle Phänomene mit der Art und Weise verknüpft sind, wie wir heute Identität erfahren.

Indem der Mitte der 1980er Jahre entstandene Techno-Mainstream neben geopolitische Prozesse und das ökonomische Fortschreiten aus dieser Zeit gestellt wird, untersucht TECHNO eine Musikrichtung außerhalb ihres subkulturellen Umfelds. Die Covid-19-Pandemie ist nicht nur zu einer markanten Metapher für die Globalisierung geworden – sie wirft auch ein neues Licht auf die milliardenschwere Techno-Industrie und legt Aspekte von systemimmanenter Ungerechtigkeit, Ausbeutung und Vernachlässigung offen. TECHNO kann als Aufruf zum Handeln gedeutet werden, um den Status Quo aufzubrechen und sozialen Wandel aufzuzeigen.

Bart van der Heide: “Wenn es um Subkultur geht, ist Engagement der Schlüssel. Einen Teilzeit-Punk gab es nie. Doch in die Techno-Subkultur kann man jederzeit ein- und aussteigen. Vermittelt durch neue Technologien wurde Techno-Musik zum Soundtrack der Befreiung und der Flucht. Die komprimierte Klangarchitektur des Techno-Clubs schmiedete eine starke und bedeutende Verbindung mit seiner Community, durch kollektive und miteinander verbundene Erfahrungen von Freude, Erschöpfung und kalkulierter Befreiung. In gewisser Weise hat sich das Techno-Erlebnis perfekt an die Anforderungen freiberuflicher Arbeitskräfte in einer post-industriellen Ära angepasst.”

Künstler:innen: Riccardo Benassi, Paul Chan, Nicolò Degiorgis, Karin Ferrari, Massimo Grimaldi, CC Hennix, Tishan Hsu, Mire Lee, Ghislaine Leung, Isabel Lewis, Piero Martinello in Zusammenarbeit mit/in collaborazione con/in collaboration with Franco Ruaro, Sandra Mujinga, Nkisi aka Melika Ngombe Kolongo, Emeka Ogboh, Yuri Pattison, Daniel Pflumm, James Richards und/e/and Steve Reinke, James Richards, Jacolby Satterwhite, Leander Schwazer, Sung Tieu, Jan Vorisek und viele andere.

Kuratiert wird TECHNO vom Direktor des Museion Bart van der Heide unter Einbeziehung eines internationalen Rechercheteams, dem der Kunstkritiker und Kurator Francesco Tenaglia, der Bühnenregisseur Florian Fischer sowie die kuratorische Assistentin im Museion Frida Carazzato, angehören.

Der TECHNO-Reader mit Texten von Caroline Busta & Lil Internet, Matthew Collin, Anna Greenspan, Bart van der Heide, und Matthew Herbert erscheint im Hatje Cantz Verlag. Die Publikation wird zur Ausstellungseröffnung erhältlich sein.

Florian Fischer gestaltet und betreut ein begleitendes Hörstück und Francesco Tenaglia ein Podcast-Programm.

Ausstellungsarchitektur: Diogo Passarinho Studio, Berlin.
Mit der freundlichen Unterstützung durch Pro Helvetia Schweizer Kulturstiftung.

Museion
Sarah Greenwood
Tel. +39 0471 22 34 30
sarah.greenwood@museion.it

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Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Notizen über die Uhrzeiten :

Evento inaugurale in due parti. Venerdì 10 settembre 2021:

17:00 – “Day Rave”, performance site-specific di Isabel Lewis & Margherita D’Adamo in una ex centrale idroelettrica, ALPERIA St. Anton/S. Antonio, Bolzano, Via Sant’Antonio 12. In collaborazione con TRANSART. Powered by ALPERIA.
19:30 – Inaugurazione mostra TECHNO a Museion, Piazza Piero Siena 1, Bolzano, Italia.

Opening Event in zwei Teilen. Freitag, 10. September 2021:

17:00 Uhr – „Day Rave“, site-specific performance von Isabel Lewis & Margherita D’Adamo in einem ehemaligen Wasserkraftwerk, ALPERIA St. Anton/S. Antonio, Bozen, St. Anton Str. 12. In Kollaboration mit TRANSART. Powered by ALPERIA.
19:30 Uhr – Eröffnung der Ausstellung TECHNO im Museion, Piero Siena Platz 1, Bozen, Italien.

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  • Das Museion freut sich, eine umfassende Ausstellung des Künstlers Franco Vaccari (Modena, 1936–2025) zu präsentieren, der zu den prägnantesten Stimmen der italienischen Konzeptkunst der Nachkriegszeit zählt. Sie versammelt Foto- und Videoarbeiten, Künstlerbücher und Archivmaterialien und bietet erstmals einen eingehenden Überblick über die im Zentrum seines Schaffens stehenden Rauminstallationen. Ursprünglich aus Anlass von Vaccaris 90. Geburtstag geplant, ist dies die erste große institutionelle Ausstellung des Künstlers in Italien seit über einem Jahrzehnt. Sie ordnet sein Werk in einen breiteren internationalen Diskurs ein, der um die Mitwirkung des Publikums kreiste und den Besucher*innen eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Kunstwerks selbst zuwies. Nach einem Studium der Physik wandte sich Franco Vaccari Ende der 1960er-Jahre der bildenden Kunst zu und hinterfragte in seiner Praxis konsequent die Vorstellung des Kunstwerks als eines feststehenden Objekts. Anstatt autonome Werke zu erschaffen, konzipierte er die von ihm entwickelten Projekte als Ausstellungen in Echtzeit (Esposizioni in tempo reale): Hierbei entfaltet sich das Kunstwerk in der Zeit und wird durch Gegenwart und Handlungen der Betrachter*innen geformt. Dieser Ansatz zieht sich durch sein mehr als 50 Jahre umspannendes Œuvre und vereint Werke mit einer großen medialen Bandbreite – von der Fotografie und der Filmkunst über Sound und Video bis hin zu frühen internetbasierten Projektarbeiten. Für Vaccari spielt die Technologie eine wichtige Rolle in der Weise, wie Wirklichkeit wahrgenommen, erinnert und geteilt wird. Diese künstlerische Strategie beschrieb der Künstler in seinem wegweisenden Essay Fotografia e inconscio tecnologico (Fotografie und das technologische Unbewusste) (1979) als „occultamento dell’autore” („Verschwinden des Autors“). Anstatt diesem eine endgültige Form zu geben, schafft er vielmehr Bedingungen, unter denen Bedeutung – im Zusammenwirken von Interaktion, Zufall und kollektiver Präsenz – entstehen kann. Die Betrachtenden stellen somit keine passiven Beobachter*innen dar, sondern sind wesentlicher Bestandteil des Kunstwerks an sich. Vollendeten Ausdruck findet dieses Prinzip in Vaccaris Rauminstallationen: Meist handelt es sich dabei um temporäre Architekturen, die Ausstellungsräume in Orte der Erfahrung verwandeln. Vaccaris Werke verfolgen keine bestimmte gestalterische oder architektonische Absicht, stattdessen sind sie oft angeregt von alltäglichen oder wiederverwendeten Materialien. Sie bleiben offen für das Unvorhersehbare und geben dem, was in ihnen geschieht, den Vorrang gegenüber ihrer physischen Struktur. Die thematisch geordnete Ausstellung entfaltet sich in einer Abfolge von Rauminstallationen und weiteren Arbeiten, die grundlegende Aspekte von Vaccaris Praxis ausloten. Themensetzungen zu den Spuren, die Menschen hinterlassen, zum kollektiven Unbewussten und zur Bildung von Erinnerungen lenken den Blick auf die Werke und bestimmen die von Fosbury Architecture besorgte Ausstellungsgestaltung. Den Auftakt zur Ausstellung bilden Projektarbeiten, die auf die Dunkelheit fokussieren – als Möglichkeit einer Annäherung an die Welt des Unbewussten und des Traumes. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne sind die Besucher*innen eingeladen, in das eigene Innere „hinabzusteigen“. In gedimmter Umgebung verlangsamt sich die Wahrnehmung, und vertraute Sichtweisen treten in den Hintergrund, erlauben ein aufmerksameres Erleben über die Sinne. Rauminstallationen wie La Scultura Buia (1968), Esposizione in tempo reale n. 19, Codemondo (1980) und Esposizione in tempo reale n. 20, Ambiente grigio multiuso, scatola per sondare lo spazio vicino e lontano (1987) schaffen Situationen, in denen die persönliche Erfahrung Teil eines gemeinsamen Raumes wird. Die Ausstellung setzt sich fort mit Rauminstallationen, die Vaccaris Interesse an den Spuren menschlicher Gegenwart adressieren. Diese finden ihren Niederschlag in öffentlichen urbanen Räumen ebenso wie in den gesellschaftlichen Dynamiken temporärer Gemeinschaften. Neben dem 1972 auf der Biennale in Venedig vorgestellten, ikonischen Projekt Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio und dem hieraus entwickelten, ambitionierten Werk Photomatic d’Italia (1972–1975), das unter Einbeziehung von Fotoautomaten in öffentlichen Räumen in ganz Italien entstand, spüren auch die beiden Arbeiten Esposizione in tempo reale n. 21, Bar Code – Code Bar (1993) und Mini cinema (2003) Aspekten von sozialer Interaktion, kollektivem Verhalten und Momenten spontaner Begegnungen nach. Vaccaris Rauminstallationen werden in der Ausstellung nicht im Sinne statischer Rekonstruktionen präsentiert, sie bilden vielmehr reaktivierte Situationen, die den ursprünglichen Intentionen des Künstlers treu bleiben und zugleich auf das heutige Publikum reagieren. Die Sammlung des Museion umfasst etwa 20 Werke Franco Vaccaris, die überwiegend dem im Jahr 2020 dem Museum als Schenkung überlassenen Archivio di Nuova Scrittura angehören. Dieses Werkkompendium beinhaltet auch einige der frühen Text-Bild-Arbeiten des Künstlers, die seine Anfänge als visueller Dichter markieren und in denen bereits sein anhaltendes Interesse an Sprache, Spuren und menschlicher Präsenz hervortritt. Die Aufnahme einiger dieser Werke in die aktuelle Ausstellung zeigt Querverbindungen zwischen Vaccaris frühen künstlerischen Erkundungen und den Sammlungsbeständen des Museums auf. Franco Vaccari Franco Vaccari wurde am 18. Juni 1936 in Modena geboren und absolvierte zunächst eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich der Physik. Nach künstlerischen Anfängen als visueller Dichter gestaltete er 1969 seine erste Esposizione in tempo reale, in der er das für seine spätere künstlerische Praxis zentrale Konzept der „Ausstellung in Echtzeit“ einführte. Wenngleich sein Schaffen unterschiedliche Herangehensweisen umfasst, wird es doch häufig aus dem Blickwinkel des konzeptuellen Realismus betrachtet. Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten und war 1972 in einem eigenen Raum im Hauptpavillon der Biennale von Venedig zu sehen; in den Jahren 1980 und 1993 bespielte Vaccari dort erneut separate Räume. Neben seiner künstlerischen Arbeit begründete Vaccari ebenfalls eine einflussreiche theoretische Tätigkeit und publizierte wegweisende Texte wie Duchamp e l’occultamento del lavoro (1978) und Fotografia e inconscio tecnologico (1979). Seine Werke wurden international in bedeutenden Ausstellungen und Institutionen präsentiert, so etwa auf der Gwangju Biennale in Südkorea, in der Kunsthalle Basel, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Mostyn in Wales, in der Fondazione Morra Greco in Neapel und auf der Mailänder Triennale. Franco Vaccari verstarb 2025.
  • Schreiberlinge schreiben, Musiker*innen musizieren. Tja, und dann gibt es Exemplare, die tun beides. Scheren sich nicht um Grenzen, um Genres, schaffen neue Gesamtkunstwerke aus Poesie und Musik. Es gibt einige ganz feine davon in der SAAV (Südtiroler Autorinnen- und Autorenvereinigung), und wir möchten sie Euch unbedingt vorstellen: Bühne frei für die SAAV-Mitglieder Sarah Meraner (Text) mit Nico Platter (Piano), Irene Moroder (Text) mit Georg Malfertheiner (Percussion) sowie Jörg Zemmler (Text + Gitarre).
  • Keramik-Workshop auf Schloss Runkelstein „Von der Wand zum Kunstobjekt“ Leitung: Stefania Titton, Keramikerin und Archäologin Termine: Samstag, 14. und 28. März 2026, 10:00-12:30 Uhr Zwei Termine, um das eigene Kunstwerk zu modellieren und zu bemalen, inspiriert von den Details der Schlossfresken. Samstag, 14. März – Modellierung einer Führung durch die „Bilderburg“ und einer Einführung in die historische Keramikkunst können die Teilnehmer*innen unter Anleitung der Keramikerin eigene Werke aus Ton modellieren. Samstag, 28. März – Dekoration Die bereits gebrannten Stücke werden mit Engoben (tonhaltigen Farben) dekoriert, inspiriert von den Fresken des Schlosses, die Szenen des höfischen Lebens, Legenden, Ritterepen und verschiedene dekorative Motive zeigen. Durch das genaue Studieren und Nachempfinden der Wandmalereien entdecken die Teilnehmer*innen geometrische und gestalterische Details, die einem flüchtigen Blick entgehen würden. So entsteht ein lebendiges Erinnerungsbild der Fresken, sowohl geistig als auch in Form eines eigenen, handgefertigten Keramikobjekts. Teilnahmegebühr: 50 € (inkl. Material und Brennvorgang) Info: runkelstein@runkelstein.info / 0471329808 Reservierung erforderlich

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