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L'Abécédaire – A comme Animal - Vernissage - Veröffentlicht von ylenia_inside

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Event-Informationen

Ausstellung des Künstlers Diego Perathoner

Am Samstag, den 7. März präsentiert Diego Perathoner in der Vijion Art Gallery in St. Ulrich seine neuen Werke, deren Wurzeln und Inspirationen er in der Tierwelt findet.
In einer Welt, in der Klimawandel und technologischer Fortschritt die Bedingungen des Menschseins neu definieren, versucht der Künstler Diego Peratoner neue Herausforderungen und Verantwortungen zu veranschaulichen. Mit seinem neuen, grafischen Werk hinterfragt er die jahrhundertelange Dominanz des Menschen über alle anderen Lebensgenossen. Damit stellt er unsere Vorstellung einer natürlichen Welt in Frage und bietet neue Möglichkeiten, unser Verhältnis zur Natur neu zu erkennen. Es sind die vielen Eigenschaften des Tieres, die wir Menschen in uns tragen und die Diego uns zu Bewusstsein bringen will.
Angelehnt an Gilles Deleuze und Vilém Flusser wird unser Verständnis vom Tier (Französisch: l’animal), mittels gezielter Fragmentierung, neu erfasst und enttarnt. Wir erkennen uns selbst wieder, in der Verwandtschaft zum Tier: Roheit, Zähmung, Verwundbarkeit - es ist vor allem die nicht greifbare Vielfalt unserer Arten, welcher wir in seiner Zeichenserie gegenübertreten.
Es sind keine dystopischen Zukunftsvisionen, die uns Diego Perathoner präsentieren möchte, im Gegensatz - es sind Anregungen, die Totalität unseres Planeten zu erkennen.

Diego Perathoner, geboren am 08.08.1981 in Brixen
2004 bis 2011 Studium an der Akademie der Bildenden Künste in München bei Prof. Stephan Huber
2010 Meisterschüler
2012 Diplom
Lebt und arbeitet in St. Ulrich und München

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

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    Mit der Ausstellung Glaube, Zweifel, Form werden unterschiedliche Facetten des Religiösen in der Gegenwartskunst beleuchtet: die Fragilität von Wahrheit, neue Perspektiven auf christliche Ikonografie, das Spannungsverhältnis zwischen Ethik und Ästhetik, die Medialisierung des Glaubens sowie die existenziellen Abgründe zwischen Anfang und Endlichkeit. Indem sich Künstler:innen mit ihrer Kreativität dem Göttlichen annähern, stellen sie zentrale Fragen an unsere Zeit: Wie inspiriert uns das Heilige heute noch – und was haben sich Kunst und Religion heute noch zu sagen? Die gezeigten Werke werden so zu Schlüsseln für ein tieferes Verständnis unserer komplexen Gegenwart und eröffnen neue Denk- und Erfahrungsräume. Teilnehmende Künstler*innen: Thomas Sterna, Alexander Wierer, Tom Marseiler, Anton Christian, Mirijam Heiler, Flavio Senoner, Hermann Nitsch, Hubert Kostner, Thaddäus Salcher und Martina Stuflesser
  • Eröffnung: Freitag, 05.06.2026 um 18:00 Uhr, im Kreis für Kunst und Kultur in St. Ulrich Einführung: Eva von Ingram Harpf Die gezeigten Arbeiten von Mirjiam Heiler und Arnold Holzknecht entfalten sich aus einem prozessualen Vorgehen, das auf Variation, Wiederholung und minimale Verschiebungen setzt. Ihre jeweilige Praxis bewegt sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung und steht in enger Beziehung zur konkreten und minimalistischen Kunst. Ausgangspunkt ist stets ein Akt der formalen Reduktion, der nicht als Verarmung, sondern als bewusste Verdichtung verstanden wird. Diese Haltung fordert ein verlangsamtes Sehen ein und macht komplexe Beziehungsgefüge sichtbar, die sich aus Reduktion, Ordnung und Wiederholung, aus Struktur und Abweichung sowie aus dem Spannungsverhältnis von Präzision und Unschärfe ergeben. Insbesondere bei Mirijam Heiler (geb. 1991 in Brixen, lebt und arbeitet in Bozen) zeigt sich ein zeichnerisches Verfahren, das an religiöse Praktiken erinnert: ritualisiert, konzentriert, potenziell theoretisch ins Unendliche fortsetzend. Minimale Abweichungen und Irregularitäten öffnen feine Brüche, durch die Bedeutung nicht festgelegt, sondern immer wieder neu verhandelt wird. Die entstehenden Zeichen bilden eine Art „asemantischer Schrift“, ein Zeichensystem ohne referenzielle Funktion, die sich bewusst jeder eindeutigen Lesart entzieht. Ihre Strukturen funktionieren als Metapher für Rückzug, Zugehörigkeit und temporäre Geborgenheit. Sie markieren eine bewusste Abkehr von Überfülle, Lärm und narrativer Überdeterminierung der Gegenwart. In der konzentrierten Wiederholung und im bewussten Weglassen entsteht ein Raum für die Untersuchung von Sinn im Alltäglichen. Die Qualität ihrer Arbeiten liegt in der universellen Lesbarkeit und Offenheit. Arnold Holzknecht (geb. 1960 in Brixen, lebt und arbeitet in St. Ulrich) lässt sich als Künstler verorten, dessen Werk sich konsequent im Spannungsfeld zwischen Skulptur, Zeichnung und malerischer Setzung entfaltet. Ausgehend von einer bildhauerischen Ausbildung bildet das Material – Holz, Bienenwaben, Baumnadeln und andere organische Stoffe – den primären Ausgangspunkt seines Arbeitens. Holzknechts Arbeiten bewegen sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung, zwischen kontrollierter Setzung und einem Moment scheinbaren Wachsens. Lineare Strukturen, Schichtungen und serielle Ordnungen erzeugen visuelle Rhythmen, die weniger auf ikonische Lesbarkeit als auf Wahrnehmungsprozesse zielen. In diesem Sinne sind seine Werke nicht primär als abgeschlossene Objekte zu verstehen, sondern als Felder, in denen sich Sehen zeitlich entfaltet. Die oft betonte Dichotomie von Ordnung und Geste wird bei Holzknecht nicht aufgelöst, sondern produktiv gehalten. Kontrolle und Offenheit, Konstruktion und Intuition stehen in einem kontinuierlichen Austausch, der sich in der formalen Ausarbeitung ebenso manifestiert wie in der Wahrnehmung durch die Betrachter*innen. Beide Positionen eint der Versuch, der Komplexität der Gegenwart mit Stille zu begegnen – durch Reduktion, Aufmerksamkeit und eine Praxis, die Offenheit nicht behauptet, sondern ermöglicht.

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