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ECHOING MOVEMENTS TO COME - Eröffnung - Veröffentlicht von ar/ge kunst

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Event-Informationen

ROMY RÜEGGER

Kuratiert von Emanuele Guidi


Echoing Movements To Come ist die erste Einzelausstellung von Romy Rüegger in Italien. Ausgehend von ihrem zuletzt erschienenen Band Language is Skin: Scripts for Performances (Archive Books, 2018), übersetzt die Künstlerin ihre zeitbasierte und performative Praxis in die Raumzeit der Ausstellung. Die für ar/ge kunst neu geschaffene Installation bezieht beide Räume der Galerie ein. Sie versammelt und führt Vorwegnahmen, Fragmente und Rescherchematerialien der Performances anhand deren assoziativem Potential, deren Status und deren vorübergehender Präsenz parallel.

Der erste Raum baut sich anhand drei unabhängiger Elemente auf, die aus drei verschiedenen Performances der Künstlerin herausgegriffen sind. Diese überlagern sich dabei in ihren jeweiligen Narrativen, durchkreuzen sich und greifen einander echohaft auf. Gemeinsam fügen sich die Elemente zu einem potenziellen Szenario, das bei jeder Performance anders bespielt wird.

Vertikal (hängend): Ein Hintergrund, bestehend aus langen, mit Stoffmustern bedruckten Baumwollbahnen, verweist auf Produktionsverfahren und befragt Narrative, wie sie im Zuge der frühen Textilindustrie entstanden sind. Blumenmuster, auf Dromedaren reitende Affen, Palmen in bunten Farben – Zeugen einer stillen Form des Kolonialismus. Gezeichnet und hergestellt in einer Zeugsdruckfabrik im Glarnerland, verschifft vom Freihafen Ancona nach Indonesien. Im selben Jahr und in derselben Fabrik kam es 1837 zum ersten Arbeiterstreik in der Geschichte der Schweiz, „ein Streik von Frauen und Kindern“, die gegen die Anbringung einer Fabrikglocke zum Einläuten des Arbeitsbeginns aufbegehrten. (A Fabric in Turkey Red, 2013/2019).

Horizontal (Boden): Silberfarbene, auf den Boden der Galerie aufgebrachte Markierungen zeichnen im Maßstab 1:1 den Grundriss einer Einzimmmerwohnung nach, die 1926 von der kurz zuvor gegründeten „Baugenossenschaft berufstätiger Frauen“ errichtet wurde. Der Wunsch nach einem unabhängigen Leben in Gemeinschaft mit anderen Frauen, wurde legitimiert durch den Bedarf nach mehr Arbeitskräften in der florierenden Metallindustrie. Die von der Architektin Lux Guyer entworfenen Wohnungen orientierten sich an modernen Lebensstandards – bürgerliche Miniwohnungen, mit Einzelbetten. (If You Lived Here, You Would Already Be at Yours, 2015/2019).

Sound (Angestaubte Stimmen): Stimmen dringen aus den Räumen eines staatlichen Museums, südlich der Alpen gelegen, mit Blick auf die italienische Grenze. Zwei Kletterer, nachts alleine im Museum. Weiße Gipsmodelle von Statuen und Denkmälern und das Relief Die Opfer der Arbeit umgeben sie. Gerade ist der Gotthard-Basistunnel eröffnet worden – wieder. Wer putzt hier nachts, unsichtbar? Wer unterhält die Statuen so weiß, wer unterhält diese Rollenmodelle des Nationalstaats? (Climbing Monuments, 2016/2019)

Im zweiten Ausstellungsraum finden sich Dokumente, Skripte und Recherchematerialien, die im Zusammenhang mit den Performances stehen. Diese bilden ein neu geschaffenes Display, das Romy Rüegger’s Praxis der Montage erweitert und ein Bühnenbild, das der Bildhauer Isamu Noguchi für Martha Grahams Ballett Appalachian Spring (1944) gestaltet hat, aufgreift. Die Installation fungiert als performatives Setting für Bilder und Texte. Sie wirft Fragen nach den historischen, privaten und öffentlichen Räumen auf, durch die sich unsere Gegenwart bewegt – Geschichten von Arbeitsmigration, der Konstruktion nationaler Mythen und weißer Privilegien.




PERFORMANCES UND ÖFFENTLICHES PROGRAMM

Eröffnung
mit Performance A Fabric in Turkey Red
06. September, 19 Uhr

Performance
If You Lived Here, You Would Already Be at Yours
12. Oktober, 17 Uhr

Performance und Matinée
Details folgen
9 November, 11 Uhr

Savoir-vivre #4
Workshop Reihe, kuratiert von Simone Mair
Datum und Details werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Mit der freundlichen Unterstützung:

Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung
Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Gemeinde Bozen, Abteilung Kultur
Konditorei Hofer, Bozen

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Notizen über die Uhrzeiten :

Orario d'apertura da Martedi a Venerdi dalle ore 10 - 13 e dalle 15 - 19
Sabato dalle ore 10 - 13

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  • Das Museion freut sich, eine umfassende Ausstellung des Künstlers Franco Vaccari (Modena, 1936–2025) zu präsentieren, der zu den prägnantesten Stimmen der italienischen Konzeptkunst der Nachkriegszeit zählt. Sie versammelt Foto- und Videoarbeiten, Künstlerbücher und Archivmaterialien und bietet erstmals einen eingehenden Überblick über die im Zentrum seines Schaffens stehenden Rauminstallationen. Ursprünglich aus Anlass von Vaccaris 90. Geburtstag geplant, ist dies die erste große institutionelle Ausstellung des Künstlers in Italien seit über einem Jahrzehnt. Sie ordnet sein Werk in einen breiteren internationalen Diskurs ein, der um die Mitwirkung des Publikums kreiste und den Besucher*innen eine aktive Rolle bei der Gestaltung des Kunstwerks selbst zuwies. Nach einem Studium der Physik wandte sich Franco Vaccari Ende der 1960er-Jahre der bildenden Kunst zu und hinterfragte in seiner Praxis konsequent die Vorstellung des Kunstwerks als eines feststehenden Objekts. Anstatt autonome Werke zu erschaffen, konzipierte er die von ihm entwickelten Projekte als Ausstellungen in Echtzeit (Esposizioni in tempo reale): Hierbei entfaltet sich das Kunstwerk in der Zeit und wird durch Gegenwart und Handlungen der Betrachter*innen geformt. Dieser Ansatz zieht sich durch sein mehr als 50 Jahre umspannendes Œuvre und vereint Werke mit einer großen medialen Bandbreite – von der Fotografie und der Filmkunst über Sound und Video bis hin zu frühen internetbasierten Projektarbeiten. Für Vaccari spielt die Technologie eine wichtige Rolle in der Weise, wie Wirklichkeit wahrgenommen, erinnert und geteilt wird. Diese künstlerische Strategie beschrieb der Künstler in seinem wegweisenden Essay Fotografia e inconscio tecnologico (Fotografie und das technologische Unbewusste) (1979) als „occultamento dell’autore” („Verschwinden des Autors“). Anstatt diesem eine endgültige Form zu geben, schafft er vielmehr Bedingungen, unter denen Bedeutung – im Zusammenwirken von Interaktion, Zufall und kollektiver Präsenz – entstehen kann. Die Betrachtenden stellen somit keine passiven Beobachter*innen dar, sondern sind wesentlicher Bestandteil des Kunstwerks an sich. Vollendeten Ausdruck findet dieses Prinzip in Vaccaris Rauminstallationen: Meist handelt es sich dabei um temporäre Architekturen, die Ausstellungsräume in Orte der Erfahrung verwandeln. Vaccaris Werke verfolgen keine bestimmte gestalterische oder architektonische Absicht, stattdessen sind sie oft angeregt von alltäglichen oder wiederverwendeten Materialien. Sie bleiben offen für das Unvorhersehbare und geben dem, was in ihnen geschieht, den Vorrang gegenüber ihrer physischen Struktur. Die thematisch geordnete Ausstellung entfaltet sich in einer Abfolge von Rauminstallationen und weiteren Arbeiten, die grundlegende Aspekte von Vaccaris Praxis ausloten. Themensetzungen zu den Spuren, die Menschen hinterlassen, zum kollektiven Unbewussten und zur Bildung von Erinnerungen lenken den Blick auf die Werke und bestimmen die von Fosbury Architecture besorgte Ausstellungsgestaltung. Den Auftakt zur Ausstellung bilden Projektarbeiten, die auf die Dunkelheit fokussieren – als Möglichkeit einer Annäherung an die Welt des Unbewussten und des Traumes. Im übertragenen wie im wörtlichen Sinne sind die Besucher*innen eingeladen, in das eigene Innere „hinabzusteigen“. In gedimmter Umgebung verlangsamt sich die Wahrnehmung, und vertraute Sichtweisen treten in den Hintergrund, erlauben ein aufmerksameres Erleben über die Sinne. Rauminstallationen wie La Scultura Buia (1968), Esposizione in tempo reale n. 19, Codemondo (1980) und Esposizione in tempo reale n. 20, Ambiente grigio multiuso, scatola per sondare lo spazio vicino e lontano (1987) schaffen Situationen, in denen die persönliche Erfahrung Teil eines gemeinsamen Raumes wird. Die Ausstellung setzt sich fort mit Rauminstallationen, die Vaccaris Interesse an den Spuren menschlicher Gegenwart adressieren. Diese finden ihren Niederschlag in öffentlichen urbanen Räumen ebenso wie in den gesellschaftlichen Dynamiken temporärer Gemeinschaften. Neben dem 1972 auf der Biennale in Venedig vorgestellten, ikonischen Projekt Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio und dem hieraus entwickelten, ambitionierten Werk Photomatic d’Italia (1972–1975), das unter Einbeziehung von Fotoautomaten in öffentlichen Räumen in ganz Italien entstand, spüren auch die beiden Arbeiten Esposizione in tempo reale n. 21, Bar Code – Code Bar (1993) und Mini cinema (2003) Aspekten von sozialer Interaktion, kollektivem Verhalten und Momenten spontaner Begegnungen nach. Vaccaris Rauminstallationen werden in der Ausstellung nicht im Sinne statischer Rekonstruktionen präsentiert, sie bilden vielmehr reaktivierte Situationen, die den ursprünglichen Intentionen des Künstlers treu bleiben und zugleich auf das heutige Publikum reagieren. Die Sammlung des Museion umfasst etwa 20 Werke Franco Vaccaris, die überwiegend dem im Jahr 2020 dem Museum als Schenkung überlassenen Archivio di Nuova Scrittura angehören. Dieses Werkkompendium beinhaltet auch einige der frühen Text-Bild-Arbeiten des Künstlers, die seine Anfänge als visueller Dichter markieren und in denen bereits sein anhaltendes Interesse an Sprache, Spuren und menschlicher Präsenz hervortritt. Die Aufnahme einiger dieser Werke in die aktuelle Ausstellung zeigt Querverbindungen zwischen Vaccaris frühen künstlerischen Erkundungen und den Sammlungsbeständen des Museums auf. Franco Vaccari Franco Vaccari wurde am 18. Juni 1936 in Modena geboren und absolvierte zunächst eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich der Physik. Nach künstlerischen Anfängen als visueller Dichter gestaltete er 1969 seine erste Esposizione in tempo reale, in der er das für seine spätere künstlerische Praxis zentrale Konzept der „Ausstellung in Echtzeit“ einführte. Wenngleich sein Schaffen unterschiedliche Herangehensweisen umfasst, wird es doch häufig aus dem Blickwinkel des konzeptuellen Realismus betrachtet. Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten und war 1972 in einem eigenen Raum im Hauptpavillon der Biennale von Venedig zu sehen; in den Jahren 1980 und 1993 bespielte Vaccari dort erneut separate Räume. Neben seiner künstlerischen Arbeit begründete Vaccari ebenfalls eine einflussreiche theoretische Tätigkeit und publizierte wegweisende Texte wie Duchamp e l’occultamento del lavoro (1978) und Fotografia e inconscio tecnologico (1979). Seine Werke wurden international in bedeutenden Ausstellungen und Institutionen präsentiert, so etwa auf der Gwangju Biennale in Südkorea, in der Kunsthalle Basel, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Mostyn in Wales, in der Fondazione Morra Greco in Neapel und auf der Mailänder Triennale. Franco Vaccari verstarb 2025.
  • Es gibt Termine vom 01 Mai 2026 bis 31 Okt. 2026
    Zwischen steilen Felswänden wandern, rauschende Wasserfälle und farbige Gesteinsschichten passieren, Überreste fossiler Pflanzen, versteinerten Saurier-Spuren und Mineralablagerungen entdecken: Ein geführter Besuch im GEOPARC Bletterbach ist ein besonderes Erlebnis auf den Spuren der Erdgeschichte. Wandern im Dolomiten UNESCO Welterbe Bletterbach Gemeinsam Pflanzenfossilien und Saurierspuren entdecken Geologie und Erdgeschichte erfahren Land und Leute kennenlernen
  • La strage degli operai. Storia di un eccidio a guerra finita Bruno Bovo e Andrea Cavattoni sono sopravvissuti con un groviglio di pallottole in corpo. Vittorio Luise si è salvato perché l’orologio a cipolla sul panciotto ha deviato il proiettile. Toni Peretto ha diviso pane e salame prima di essere ucciso. Walter Saudo ha provato a far ragionare i tedeschi prima di essere falciato dalla raffica. Ottorino Bovo ha raccolto morti e feriti. Carolina Zenoni ha visto uccidere il suo ragazzo con un colpo di pistola alla testa... Luca Fregona guida alla riscoperta dei luoghi della strage del 3 maggio 1945. In occasione dell’ottantunesimo anniversario, accompagna i partecipanti lungo un percorso nella Zona industriale di Bolzano, dove diciotto operai furono rastrellati dai tedeschi in ritirata verso la Germania, in seguito a scontri con i partigiani. Il cammino si conclude davanti al muro dell’ex stabilimento Lancia, in via Volta, luogo dell’eccidio: qui i diciotto operai vennero condotti e falciati da due raffiche di mitragliatrice sparate da un’autoblindo di paracadutisti. Dieci di loro morirono sul colpo o per le ferite riportate. Gli otto sopravvissuti, pur scampati alla morte, portarono per tutta la vita le conseguenze fisiche e psicologiche di quella brutale violenza IN OCCASIONE DELLA FESTA DELLA LIBERAZIONE > presentazione itinerante del libro «Italiani kaputt». La strage degli operai. Storia di un eccidio a guerra finita di Luca Fregona (Athesia, 2025) TUTTA TUA LA CITTÀ Luogo LUOGO DI RITROVO incrocio via Pacinotti/ via Siemens Partecipazione gratuita

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