Journalismus, Wissenschaft und Literatur haben das Potential, Macht zu kontrollieren, zu schwächen oder auch zu stützen. In illiberalen Staaten geraten sie daher schnell unter Druck. Ungarn ist ein Beispiel dafür, das auch in anderen Ländern Schule macht, wie die Journalistin Petra Thorbrietz in ihrem Buch „Wir werden Europa erobern!“ schildert. Auch Ilija Trojanow blickt in vielen seiner Romane und Essays kritisch auf Strukturen von Herrschaft und Unterdrückung. „Das Buch der Macht“, sein jüngstes Werk, vereint die Nacherzählung eines Klassikers des Bulgaren Stojan Michailowski mit weiteren literarisch-philosophischen Stimmen zu einem Panoptikum über Macht und ihre Gefahren. Den Versuchungen der Autokratie begegnet die Politikwissenschaftlerin Tamara Ehs als Demokratieberaterin aktiv. In ihrem Buch „Verteidigung der Demokratie“ schlüsselt sie auf, wie Demokratie wieder für alle attraktiv werden kann.
Petra Thorbrietz, Ilija Trojanow und Tamara Ehs treffen nun in Bozen aufeinander und diskutieren aus unterschiedlichen Blickwinkeln über ein Thema, das sie alle beschäftigt: Macht und Kontrolle.
Es diskutieren: Tamara Ehs, Politikwissenschaftlerin und Demokratieberaterin; Petra Thorbrietz, Journalistin und Autorin; Ilija Trojanow, Schriftsteller
Moderation: Nina Schröder
Zeit: Mittwoch, 21. Jänner 2026, 18 Uhr
Ort: Bozen, Waltherhaus, Oberes Foyer
Eintritt frei
Hinweis: Die Veranstaltung richtet sich an alle Interessierten und wird von der Journalistenkammer Trentino-Südtirol als Fortbildung anerkannt.
Bücher zum Thema:
Tamara Ehs. Verteidigung der Demokratie. Ein Essay über die Versuchungen der Autokratie und die Versprechen der Demokratie (OGB Verlag, 2025)
Petra Thorbrietz. „Wir werden Europa erobern!“ Ungarn, Viktor Orbán und die unterwanderte Demokratie (Verlag Antje Kunstmann, 2025)
Ilija Trojanow. Das Buch der Macht. Wie man sie erringt und (nie) wieder loslässt (Die Andere Bibliothek, 2025)
Eine Veranstaltung der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut und der Landesbibliothek Dr. Friedrich Teßmann im Rahmen der „Bücherwelten im Waltherhaus“
In Zusammenarbeit mit der Journalistenkammer-Trentino-Südtirol und der Volkshochschule Südtirol
Conferenza. “Arnaldo Loner: il valore della memoria”.
Una serata dedicata all’avvocato che ha riportato alla luce la verità sul lager di via Resia, per ricordare che la giustizia si costruisce anche attraverso il ricordo.
Iniziativa organizzata in collaborazione con l’ANPI Alto Adige Südtirol.
Letture di Controtempo teatro.
Fünf neue Bücher zu den unterschiedlichsten Formen von Machtverhältnissen dienen als Gesprächsstoff für die heurige Sachbuch-Debatte: Im Vergleich der Generationen sind die Jüngsten fast machtlos. Dass in alternden Gesellschaften gerade ihre Bedürfnisse in den Fokus rücken sollten, fordern Aladin El-Mafaalani, Sebastian Kurtenbach und Klaus P. Strohmeier in ihrem Buch „Kinder. Minderheit ohne Schutz“. Am brutalsten äußern sich Machtverhältnisse im heutigen Menschenhandel, über den Barbie Latza Nadeau für ihr Buch „Every Body Counts“ recherchiert hat, oder auch im Krieg. Dabei war der Mensch die längste Zeit ein friedliches Wesen, wie Harald Meller, Kai Michel und Carel van Schaik in ihrem Buch „Die Evolution der Gewalt“ mit Blick auf die gesamte Menschheitsgeschichte feststellen. Carolin Amlinger und Oliver Nachtwey orten in der Politik eines Donald Trump oder einer AfD eine radikale „Zerstörungslust“. In ihrem gleichnamigen Buch fahnden sie bei deren Anhänger*innen nach den Gründen für die zunehmende Radikalisierung. Manche Mächte hingegen tun uns richtig gut, etwa die „Macht der Musik“, über die Ullrich Fichtner schreibt.
Fünf Bücher, über die sich bestens debattieren lässt.
Zeit: Donnerstag, 5. Februar 2026, 18 Uhr
Ort: Bozen, Waltherhaus, Schlernstraße 1, Oberes Foyer
Es diskutieren:
Hermann Atz, Leiter des Sozialforschungsinstituts Apollis
Eva Cescutti, Mitarbeiterin des Deutschen Bildungsressorts
Roland Psenner, em. Univ.-Prof. für Ökologie an der Uni Innsbruck, Präsident der Eurac
Roger Pycha, Primar der Psychiatrie Brixen
Moderation: Monika Obrist
Eintritt frei
Diskutiert wird über folgende Bücher:
Carolin Amlinger. Oliver Nachtwey. Zerstörungslust. Elemente des demokratischen Faschismus (Suhrkamp Verlag, 2025)
Aladin El- Mafaalani, Sebastian Kurtenbach, Klaus Peter Strohmeier. Kinder. Minderheit ohne Schutz. Aufwachsen in der alternden Gesellschaft (Kiepenheuer & Witsch, 2025)
Ullrich Fichtner. Die Macht der Musik. Über ihre Kraft, unser Leben glücklicher und unsere Gesellschaft gerechter zu machen (DVA, 2025)
Harald Meller. Kai Michel. Carel van Schaik. Die Evolution der Gewalt. Warum wir Frieden wollen, aber Kriege führen. Eine Menschheitsgeschichte (Dtv, 2024)
Barbie Latza Nadeau. Every Body Counts. Gier und der Handel mit Menschen (Hanser Verlag, 2025)
Eine Veranstaltung der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut im Rahmen der „Bücherwelten im Waltherhaus“
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