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Asmara – Bolzano - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Asmara entwickelte sich mit der Kolonialisierung Eritreas durch Italien ab 1889 von einer kleinen Siedlung zur Hauptstadt und zwischen 1922 und 1941 zu einer afrikanischen Metropole, die sich an der modernistischen Stadtplanung Europas orientierte. Unter Mussolini setzte die Kolonialmacht ihre Vorstellungen einer Neuen Stadt mit öffentlichen Bauten, Straßen, Plätzen, Freizeiteinrichtungen, Wohnbauten und Villen für die italienische Oberschicht und Wohnvierteln für die Einheimischen sowohl nach ästhetischen als auch funktionalen Gesichtspunkten um.
Auch in Bozen, Hauptstadt des Grenzlandes „Alto Adige“, entstand in der Zeit der faschistischen Herrschaft in den 1920er und 1930er Jahren westlich der Altstadt eine Neue Stadt. Die Architektursprache des nahezu vollständig erhaltenen urbanen Ensembles in Asmara und in Bozen bezieht sich auf den italienischen Eklektizismus, Monumentalismus, Futurismus und den internationalen Rationalismus. Obwohl Zeugnis des Kolonialismus und einer Diktatur wurde das historische Asmara Teil der eritreischen Identität, ein Bezugspunkt der Unabhängigkeit und 2017 UNESCO-Weltkulturerbe. In Bozen ist die Diskussion um das architektonische und künstlerische Erbe aus der Zeit des Faschismus immer noch von ideologisch-politischen und ethnischen Diskussionen geprägt. Beide Städte sind nicht losgelöst von der komplexen Beziehung der Ideologie ihrer Entstehung und der heutigen Wahrnehmung zu betrachten.

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  • Podiumsgespräch mit Doris Ghetta, Elide Mussner und Michael Moling. Moderation: Stefano Riba Sprache: Italienisch und Deutsch Das Marketing Südtirols und seiner Dolomitentäler wird vor allem durch eindrucksvolle, spektakuläre Bilder vermittelt. Die Dolomiten sind dadurch zu einer internationalen visuellen Marke geworden. Das zeigt das jüngste Beispiel der Seceda, wo Tausende von Touristen Schlange stehen, um Fotos zu machen, die sich alle ähneln und wiederum identisch mit jenem Bild sind, das Tim Cook bei der Präsentation des iPhone 15 gezeigt hatte. Doch ist es möglich, die stereotype Wahrnehmung der Landschaft aufzubrechen, um störende Elemente einzubringen, die kritisches Denken und tiefgründige Reflexionen über den alpinen Raum und den menschlichen Einfluss darauf anregen? Kann die zeitgenössische Kunst eine Rolle in diesem Prozess spielen? Darüber sprechen wir mit: Doris Ghetta (Gründerin und Leiterin der Biennale Gherdëina); Elide Mussner (Beraterin im Bereich nachhaltiger Tourismus und Co-Sprecherin der Verdi Grüne Vërc); Michael Moling (Gründer und Präsident von SMACH, Gadertal). Doris Ghetta ist Galeristin, Gründerin der Galerie Doris Ghetta und Initiatorin der Biennale Gherdëina, die sie 2008 ins Leben gerufen hat. Seit über zwanzig Jahren setzt sie sich für den Dialog zwischen zeitgenössischer Kunst, alpiner Landschaft und ladinischer Kultur und förderti internationale Kunstprojekte. Michael Moling ist Designer und Gründer des Studio Puls. Im Jahr 2011 war er Mitbegründer der SMACH Biennale. Im Laufe der Jahre haben sich die Aktivitäten von SMACH vielfältig weiterentwickelt: Neben der Biennale organisiert SMACH Filmvorführungen, Begegnungen und Konzerte. Diesen Herbst startet zudem das erste Residenzprogramm in historischen Bauernhöfen der Region. Elide Musser ist Co-Sprecherin der Verdi Grüne Vërc. Seit 2020 ist sie als Unternehmensberaterin tätig und setzt sich für einen bewussten und proaktiven Ansatz ein, der eine sozial, wirtschaftlich und ökologisch nachhaltige Wirtschafts- und Handlungsweise fördert. Stefano Riba ist Kulturproduzent, Kunstvermittler, Projektmanager und Ausstellungsaufbauer. Er hat zahlreiche Kunstprojekte organisiert, die sich den Themen der peripheren und alpinen Regionen zwischen dem Piemont, dem Aostatal, dem Trentino und Südtirol widmen. Seit 2016 arbeitet er mit dem Kunstverein Ar/Ge Kunst im Bereich Produktion und Ausstellungsaufbau zusammen.
  • Ein Blick in den Himmel über den Dolomiten Beim jährlichen Sternegucken im GEOPARC Bletterbach stehen ausnahmsweise nicht die tiefe Schlucht und die faszinierende Geologie der Dolomiten im Mittelpunkt, sondern vielmehr der Sternenhimmel. In Zusammenarbeit mit dem Naturmuseum Südtirol und dem Planetarium Südtirol findet die Veranstaltung am Freitag, 21. August 2026 am Jochgrimmpass statt. Ab 20.45 Uhr haben Besucherinnen und Besucher die Gelegenheit, den zunehmenden Mond mit seinen Kratern, den Mars sowie verschiedene Sternhaufen und Nebel durch Teleskope zu beobachten. Fachkundige Astronominnen und Astronomen begleiten die Beobachtungen und vermitteln auf verständliche Weise astronomisches Hintergrundwissen. Der Beobachtungsort am Jochgrimm bietet ideale Bedingungen für einen ungestörten Blick in den nächtlichen Himmel. Beginn: 20.45 Uhr Ort: Jochgrimmpass (Parkplatz) Teilnahme: kostenlos Informationen und Anmeldungen unter Tel. 0471 886946 oder info@bletterbach.info. Bei Schlechtwetter entfällt die Veranstaltung, dies wird im Bedarfsfall kurzfristig auf den Social-Media-Kanälen des GEOPARC Bletterbach auf Facebook und Instagram kommuniziert. Warme Kleidung ist empfohlen.
  • Es sprechen (zweisprachig): Ulrike Oberhammer – Landesbeirat für Chancengleichheit für Frauen Christiane Mühlhäusler-Lazzaro – Psychologin, Psychotherapeutin Wenn Eis auf Hygge trifft – die Wirkung der Bilder Anschließend: Umtrunk Grönland ist für Jette Christiansen, die aus Dänemark stammt, wohl eine Metapher für Heimat – ins Surreale transportiert. In den Falten dieser Eisriesen ist kaum ein Mensch zu Hause, menschliche Existenz wird überhaupt nur am Rande angedeutet. Meist in Form von längst gestrandeten Booten. Menschliches Sein und Tun verstummt vor den Gesang des Eises, das durch bizarre Formen die Phantasie anregt. Die Betrachtung wird ausgesetzt im Reich der Kälte, allein gelassen mit Gedanken und Deutungen. Der Blick verfängt sich in glucksenden Wellen, zwischen Spalten und Fjorden einer sagenhaften Eiswelt. Diese Bilder dokumentieren ein wichtiges Stück Entwicklung in der Malerei von Jette Christiansen. Karin dalla Torre Jette Christiansen zeigt in der Ausstellung auch mehrere Bleistiftzeichnungen, die den Betrachter berühren und zum Nachdenken anregen und die die gemütliche, achtsame Philosophie des Nordens verkörpern.

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