Fotografie im Spannungsfeld zwischen Forschung und künstlerischer Praxis
Der Vortrag von Gregor Sailer bietet Einblicke in sein fotografisches Werk, das künstlerisches Schaffen an den Randzonen menschlicher Zivilisation mit wissenschaftlicher Forschung und investigativer Praxis verbindet. Der Künstler interessiert sich für die Veränderung von Landschaft durch den Menschen sowie die politischen, militärischen und wirtschaftlichen Implikationen von Architektur. Im Mittelpunkt steht die Frage nach der Verbindung von Bildproduktion, wissenschaftlicher Untersuchung und architektonischem Kontext.
Die Arbeiten verlangen monatelange Recherchearbeit und Aufenthalte unter extremen Bedingungen. Die konzeptuelle Vorbereitung der Projekte, der Umgang mit strukturellen und politischen Barrieren sowie Strategien zu deren Überwindung werden anhand seiner beiden aktuellsten Langzeitprojekte Cockaigne und The Polar Silk Road vorgestellt.
Cockaigne setzt sich mit der globalen zukünftigen Nahrungsmittelproduktion auseinander – eine Reise durch Sci-Fi-Welten und dystopische Landschaften. The Polar Silk Road beleuchtet die gegenwärtigen geopolitischen und wirtschaftlichen Entwicklungen rund um den Nordpol.
Somit reflektiert Gregor Sailer auch die Positionierung seiner Arbeit im Spannungsfeld zwischen künstlerischer Fotografie und dokumentarischer Praxis, zwischen Bildkonstruktion und kritischer Analyse. Seine Projekte eröffnen zugleich neue Perspektiven auf komplexe globale Zusammenhänge und die Rolle der Fotografie als analytisches Werkzeug.
Gregor Sailer wurde 1980 in Schwaz in Tirol geboren. Seine Werke wurden mit zahlreichen Preisen ausgezeichnet und in nationalen sowie internationalen Solo- und Gruppenausstellungen gezeigt – unter anderem in New York, London, Arles, Mailand, Wien, Genf, Barcelona, Prag, Tiflis, Berlin und Budapest. Viele seiner Foto-Serien wurden als Fotobücher veröffentlicht, zuletzt Cockaigne, The Polar Silk Road, The Potemkin Village und Unseen Places. Gregor Sailer lebt und arbeitet in Tirol.
DAS ERWACHEN DES KOSMOS
KREATIV-WERKSTATT ZWISCHEN TIERISCHEN TRÄUMEN UND MENSCHENSPUREN
Nach dem Buch Un tempo il mondo era di chi dormiva più a lungo
von Massimo D’Anolfi und Giulia Pastorino, Verlag Terre di Mezzo Editore
Die Einführung übernimmt Giorgia Rossi.
Nach der gemeinsamen Lesung des Buches gemeinsam mit der Illustratorin Giulia Pastorino sind die Teilnehmer:innen eingeladen, mit offenen Augen zu träumen und das Märchen mit Worten, Farben und Zeichen weiterzuschreiben und eine neue Traumwelt zu erschaffen.
In Zusammenarbeit mit Nuova Libreria Cappelli
Erzählungen am Lagerfeuer
Enrico Brizzi, originelle Stimme die Reiseliteratur Italiens, lässt mit seinem Essay über die Kunst des Wanderns und die wunderbaren Entdeckungen unterwegs die Tradition des Geschichtenerzählens wieder aufleben. Von seinen ersten, von Fehlern gespickten Wanderungen bis hin zu dreimonatigen Reisen nach Rom, Jerusalem und Santiago oder von Südtirol nach Sizilien: Zehn Erzählungen, wie in seinem neuen Buch*, eine einstündige Reise, die dazu anregt zu lachen, über den Sinn von Gehen und Bleiben nachzudenken, Dringlichkeiten zu vergessen und in eine glückliche, uralte Dimension des Daseins einzutauchen.
*"Lezioni di cammino. Dieci cose che ho imparato viaggiando a piedi", Piemme, ab 14. April im Buchhandel erhältlich.
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