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ETHNOCAFÈ MEETS TRANSART TALK - Veröffentlicht von Transart

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Event-Informationen

A TALK WITH GIANPAOLO CHIRIACÒ & NAPOLEON MADDOX

Moderation > Evaa (Ethnologischer Verein Südtirol)

Welche Beziehung besteht zwischen Jahrhunderten der Sklaverei und dem Falsett von James Brown? Inwieweit spiegelt sich die Erfahrung der schwarzen amerikanischen Gemeinschaften im Timbre von Nina Simone oder in den Gesten von Bobby McFerrin wider? Wie ist es möglich in den Melodien von Sängern und Aktivisten zu verstehen, was heute in den Vereinigten Staaten geschieht, mit den Black Lives Matter und der Wahl von Donald Trump? Gianpaolo Chiriacò, Professor für Ethnomusikologie an der Freien Universität Bozen, und Napoleon Maddox - Sänger, Aktivist und Komponist aus Cincinnati, Autor von Twice the First Time (Schlanders, 21. September) - werden anlässlich der Veröffentlichung des Buches “Voci Nere. Storia e antropologia del canto afroamericano” (Mimesis, 2018)“ von Chiriacò darüber sprechen. Das Buch basiert auf drei Jahren ethnographischer Forschung in der South Side von Chicago und illustriert die körperlichen, literarischen, materiellen, politischen und spirituellen Komponenten des schwarzen Gesangs.

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  • Fotografie, Illustrationen und Projekte von: Beatrice Citterio, Francesco Marinelli (Dolomiti Contemporanee), Jonathan Coen, Laboratorio OffTopic, Leonhard Angerer, Manuel Riz, Marco Gasparic (Broken Window Theory), Rob Hornstra, Studentinnen und Studenten der Fotografieseminare Bauer Anatomie und Dynamik eines Territoriums in Zusammenarbeit mit Dolomiti Contemporanee und TeSAF (UniPa), Teresa de Toni (Dolomiti Contemporanee), Till Aufschlanger (Broken Window Theory), Voci di Cortina. - In der aktuellen Klimarealität, in der der Temperaturanstieg die alpinen Berggebiete doppelt so stark trifft wie die Ebenen und die Schneedecke kontinuierlich abnimmt, erstrecken sich die „am weitesten verbreiteten und nachhaltigsten Winterspiele aller Zeiten“ über ein Gebiet von rund 22.000 km² und durchqueren dabei sehr unterschiedliche Kontexte und Ökosysteme: von Mailand bis Cortina d’Ampezzo, von Bormio und Livigno ins Val di Fiemme, bis nach Antholz und Verona – bei öffentlichen Investitionen von über 6 Milliarden Euro. Doch was bedeutet ein Ereignis dieser Größenordnung für die Gebiete, die es austragen? Und vor allem: Ist es möglich, von sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit zu sprechen? Durch eine visuelle Analyse der Problematiken des olympischen Wintermodells und seines Vermächtnisses stellt Arcipelago Verticaledessen Praktiken und Vorstellungswelten infrage und macht die strukturelle Abhängigkeit von der Ausbeutung lokaler Ressourcen – insbesondere natürlicher und kultureller – sichtbar. Dabei tritt vor allem ein Wasserarchipel hervor, das für das Überleben dieses Wirtschaftsmodells unverzichtbar ist: Es dehnt sich Jahr für Jahr oberhalb der Skihänge aus, um deren Beschneiung zu ermöglichen, und bündelt Ressourcen sowie öffentliche Gelder vertikal auf wenige punktuelle Knoten, verstreut über Alpen und Dolomiten, deren „insularer Zyklus“ bereits vor Millionen von Jahren begann. Die Vermehrung dieser Infrastrukturen erzeugt eine fragmentierte Geografie, bestehend aus technischen Flächen und Zonen der Übernutzung, die miteinander verbunden, territorial jedoch diskontinuierlich sind. Inseln sind die künstlichen Speicherbecken – drei davon eigens für die Olympischen Winterspiele errichtet – ebenso wie die Hunderte von Baustellen entlang des Alpenbogens in unterschiedlichen Höhenlagen: im Bau, abgeschlossen oder in Planung. Für einige ist die Fertigstellung bis 2032 vorgesehen. Das Archipel steht schließlich auch für die politische Distanz zwischen Entscheidungszentren und Zivilbevölkerung – eine Distanz, die durch die Dringlichkeit des olympischen Modells unüberwindbar geworden ist und es den lokalen Gemeinschaften verwehrt hat, sich mit jenen auseinanderzusetzen, die grundlegende Entscheidungen über ihr eigenes Territorium getroffen haben. Dadurch wurde sowohl die Chance vertan, erhebliche Investitionen in Strukturen und Modelle zu lenken, die nachweislich darauf angewiesen gewesen wären, als auch das legitime Recht der Bevölkerung, sich zu informieren und zu den sie betreffenden Veränderungen Stellung zu nehmen. Beatrice Citterio
  • Welche Bücher der Saison sind besonders lesenswert? Sechs Antworten auf diese Frage gibt‘s bei „Vielseitig“. Dieses Mal haben Moderator Christoph Pichler und Monika Obrist von der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut Karin Dalla Torre als Gast zur Diskussionsrunde ins „Bücher-Foyer“ im Bozner Waltherhaus eingeladen. Bevor sie als Landeskonservatorin die Direktion des Landesdenkmalamtes übernahm, leitete sie die Dokumentationsstelle für neuere Südtiroler Literatur und war Ressortdirektorin für Denkmalpflege, Bildungsförderung, deutsche Kultur und Museen. Bücher sind stets eine ihrer Leidenschaften geblieben. Gemeinsam diskutieren Karin Dalla Torre, Christoph Pichler und Monika Obrist über drei neue Bücher und stellen zusätzlich jeweils ein weiteres Buch als persönlichen Lesetipp vor. Theo Hendrich, bekannt als Moderator und Sprecher bei Rai Südtirol, liest kurze Passagen aus jenen drei Büchern vor, über die vielleicht einstimmig lobend, vielleicht aber auch reichlich kontrovers diskutiert wird. Es diskutieren: Karin Dalla Torre, Landeskonservatorin, Germanistin Christoph Pichler, Moderator Monika Obrist, Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut Es liest: Theo Hendrich Zeit: Donnerstag, 30. April 2026, 18 Uhr Ort: Bozen, Waltherhaus, Schlernstraße 1, Oberes Foyer Eintritt frei Eine Veranstaltung der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut
  • Anlässlich des Vatertages findet am Donnerstag, 19. März 2026, um 18:30 Uhr im Centro Lovera in Bozen die Vorstellung des Buches “Vater und Tochter in der Schullandschaft - Padre e figlia nel panorama scolastico” von Heidi Niederkofler statt. Das Werk bietet eine Reflexion über die Rolle des Vaters. Im Dialog zwischen Vater und Tochter entsteht ein Austausch zwischen den Generationen, welcher die Bedeutung der emotionalen Präsenz und den Wert der Zusammenarbeit zwischen Familie und Schule hervorhebt. Durch persönliche Erfahrungen und Analysen des Bildungskontextes bietet das Buch Denkanstöße für Eltern, Lehrer und alle, die sich mit Bildung beschäftigen. Die Veranstaltung bietet Gelegenheit zum Austausch und zur Diskussion über die Beziehung zu den eigenen Eltern und über Erziehung an einem Tag, der symbolisch der Vaterfigur gewidmet ist. Interessierte sind herzlich eingeladen, daran teilzunehmen.

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