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Eröffnung: Austellung Gustav Willeit - Veröffentlicht von Reichegger

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  • Plaza S. An ton e, St. Ulrich, BZ
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Event-Informationen

Im Kreis für Kunst und Kultur in St. Ulrich findet die Ausstellung mit dem Titel “0616”
des Fotografen Gustav Willeit statt. Zu diesem Anlass wird auch der von der Uniun
Ladins Val Badia herausgegebene Katalog vorgestellt, der verschiedene Fotoreihen
enthält, die seinen künstlerischen Werdegang widerspiegeln.
Die Landschaftsbeschreibungen auf den Fotografien von Gustav Willeit zeigen
ungewöhnliche Teilansichten und erlesene Perspektiven in abgeschiedenen
Gegenden, wie beispielsweise die Berge mit ihrer facettenreichen Architektur und
ihren unendlichen Farbnuancen oder die Orte seiner Reisen in verschiedene Städte
der Welt. Die gewählte Zusammensetzung weist auf eine harmonische Darstellung von
Linien und Volumen, die Stimmung ist oft bedrückt, gekennzeichnet von großen und
schweren Wolken, im Gegensatz zu den traditionellen Darstellungen von gewissen
typischen Aspekten bei idyllischen Landschaften.
Gustav Willeit ist im Jahr 1975 geboren und in Corvara in Hochabtei aufgewachsen.
In den Jahren 2000 bis 2004 studiert er an der F+F Schule für Kunst und Design
in Zürich, wo er seine technische Fertigkeit erlangt, die sich augenscheinlich im
formellen Gerüst ausdrückt, das seine poetische Vision der Welt trägt. Im Jahr 2005
ist er Assistent bei verschiedenen Fotografenstudios in Zürich. Seit dem Jahr 2006
ist er Freiberufler zwischen Italien und der Schweiz.
Mit dieser Ausstellung haben wir das dritte der vier Ausstellungsereignisse mit
ladinischen Künstlern erreicht, die vom Istitut Ladin “Micurá de Rü”, in Zusammenarbeit
mit “EPL - Ert por i Ladins” und dem Kreis für Kunst und Kultur von St. Ulrich organisiert
werden: - schon abgeschlossen jene von Georg Erlacher und Claus Soraperra – endet
die Serie, nach “0616” von Gustav Willeit mit der Ausstellung im Istitut Ladin in St.
Martin in Thurn mit “Ghialar” von Egon Rusina, die am 21. Oktober eröffnet wird.

Kontakte :

  • Location : Lia Mostra d’Ert, Circolo
  • Adresse : Plaza S. An ton e, St. Ulrich, BZ
  • Webseite : www.guworld.com

Datum und Uhrzeit des Events :

Veröffentlicht von :

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  • Eröffnung: Freitag, 05.06.2026 um 18:00 Uhr, im Kreis für Kunst und Kultur in St. Ulrich Einführung: Eva von Ingram Harpf Die gezeigten Arbeiten von Mirjiam Heiler und Arnold Holzknecht entfalten sich aus einem prozessualen Vorgehen, das auf Variation, Wiederholung und minimale Verschiebungen setzt. Ihre jeweilige Praxis bewegt sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung und steht in enger Beziehung zur konkreten und minimalistischen Kunst. Ausgangspunkt ist stets ein Akt der formalen Reduktion, der nicht als Verarmung, sondern als bewusste Verdichtung verstanden wird. Diese Haltung fordert ein verlangsamtes Sehen ein und macht komplexe Beziehungsgefüge sichtbar, die sich aus Reduktion, Ordnung und Wiederholung, aus Struktur und Abweichung sowie aus dem Spannungsverhältnis von Präzision und Unschärfe ergeben. Insbesondere bei Mirijam Heiler (geb. 1991 in Brixen, lebt und arbeitet in Bozen) zeigt sich ein zeichnerisches Verfahren, das an religiöse Praktiken erinnert: ritualisiert, konzentriert, potenziell theoretisch ins Unendliche fortsetzend. Minimale Abweichungen und Irregularitäten öffnen feine Brüche, durch die Bedeutung nicht festgelegt, sondern immer wieder neu verhandelt wird. Die entstehenden Zeichen bilden eine Art „asemantischer Schrift“, ein Zeichensystem ohne referenzielle Funktion, die sich bewusst jeder eindeutigen Lesart entzieht. Ihre Strukturen funktionieren als Metapher für Rückzug, Zugehörigkeit und temporäre Geborgenheit. Sie markieren eine bewusste Abkehr von Überfülle, Lärm und narrativer Überdeterminierung der Gegenwart. In der konzentrierten Wiederholung und im bewussten Weglassen entsteht ein Raum für die Untersuchung von Sinn im Alltäglichen. Die Qualität ihrer Arbeiten liegt in der universellen Lesbarkeit und Offenheit. Arnold Holzknecht (geb. 1960 in Brixen, lebt und arbeitet in St. Ulrich) lässt sich als Künstler verorten, dessen Werk sich konsequent im Spannungsfeld zwischen Skulptur, Zeichnung und malerischer Setzung entfaltet. Ausgehend von einer bildhauerischen Ausbildung bildet das Material – Holz, Bienenwaben, Baumnadeln und andere organische Stoffe – den primären Ausgangspunkt seines Arbeitens. Holzknechts Arbeiten bewegen sich zwischen konstruktiver Strenge und organischer Anmutung, zwischen kontrollierter Setzung und einem Moment scheinbaren Wachsens. Lineare Strukturen, Schichtungen und serielle Ordnungen erzeugen visuelle Rhythmen, die weniger auf ikonische Lesbarkeit als auf Wahrnehmungsprozesse zielen. In diesem Sinne sind seine Werke nicht primär als abgeschlossene Objekte zu verstehen, sondern als Felder, in denen sich Sehen zeitlich entfaltet. Die oft betonte Dichotomie von Ordnung und Geste wird bei Holzknecht nicht aufgelöst, sondern produktiv gehalten. Kontrolle und Offenheit, Konstruktion und Intuition stehen in einem kontinuierlichen Austausch, der sich in der formalen Ausarbeitung ebenso manifestiert wie in der Wahrnehmung durch die Betrachter*innen. Beide Positionen eint der Versuch, der Komplexität der Gegenwart mit Stille zu begegnen – durch Reduktion, Aufmerksamkeit und eine Praxis, die Offenheit nicht behauptet, sondern ermöglicht.
  • Es gibt Termine vom 17 Juni 2026 bis 24 Jan. 2026
    Mit der Ausstellung Glaube, Zweifel, Form werden unterschiedliche Facetten des Religiösen in der Gegenwartskunst beleuchtet: die Fragilität von Wahrheit, neue Perspektiven auf christliche Ikonografie, das Spannungsverhältnis zwischen Ethik und Ästhetik, die Medialisierung des Glaubens sowie die existenziellen Abgründe zwischen Anfang und Endlichkeit. Indem sich Künstler:innen mit ihrer Kreativität dem Göttlichen annähern, stellen sie zentrale Fragen an unsere Zeit: Wie inspiriert uns das Heilige heute noch – und was haben sich Kunst und Religion heute noch zu sagen? Die gezeigten Werke werden so zu Schlüsseln für ein tieferes Verständnis unserer komplexen Gegenwart und eröffnen neue Denk- und Erfahrungsräume. Teilnehmende Künstler*innen: Thomas Sterna, Alexander Wierer, Tom Marseiler, Anton Christian, Mirijam Heiler, Flavio Senoner, Hermann Nitsch, Hubert Kostner, Thaddäus Salcher und Martina Stuflesser

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