Zu den ältesten Betrieben am Mühlbach gehörte die vom 14. Jh. bis 1961 durchgängig betriebene Stadtmühle, ehemals landesfürstliches Lehen. Neben der Stadtmühle bestanden mit der Ober- und Untermühle an der Puni in Glurns noch zwei weitere Mühlen. Welche Bedeutung dem Müllerhandwerk ehemals zukam beweist die Tatsache, dass die Müller über eine eigene Handwerksordnung verfügten (spätestens seit 1615) und in der Barockzeit hier eine eigene Bruderschaft der Müller („tribus molitorum et pistorum“) bestand.
Immer wieder zerstört und beschädigt wurde die Stadtmühle im Laufe der Jahrhunderte stets wieder aufgebaut – war eine funktionierende Mühle ja im Interesse der Allgemeinheit. Nach dem großen Stadtbrand von 1732 war die Mühle in Besitz von Joseph Tappeiner, es folgen die Müller Thomas Perfler, Josef und Georg Stecher bis schließlich Mitte des 19. Jh. die aktuelle Besitzerfamilie Niederholzer die Stadtmühle übernahm und bis 1961 betrieb (nachdem Bruch des Wellbaumes wurde der Betrieb eingestellt). Unter dem jetzigen Besitzer Ignaz Niederholzer wurde das Mühlrad erneuert und 2004 die Mühle vollständig restauriert.
Öffnungszeiten: von Juli bis September 2016, dienstags und freitags von 15 - 17 Uhr
Preis: Euro 2,00
Auskunft: Informationsbüro Glurns, Tel. +39 0473 83 10 97