Leseperformance und Stickworkshop
🗓 05.09.2026
17:00-21:00 Uhr
Plattformen am Eisack, Trienter Straße
Am Samstag, den 5. September, verwandelt Sara Basta mit ihrer Performance Wassergeschichten zur guten Nacht die Plattformen am Eisackufer in der Trienterstraße in einen intimen Raum des Zuhörens und des Füreinander-Sorgens.
In einem kleinen Unterschlupf aus Naturmaterialien vom Fluss lädt Sara Basta das Publikum zum Liegen und Lauschen ein - persönliche Erzählungen, lokale Mythen und Legenden, alle vom Wasser durchzogen. Jedem und jeder ist eine Gute-Nacht-Geschichte gewidmet, die zu einer Geste der Begegnung wird und zu einem Moment, in dem sich die Wahrnehmung von Zeit verändert.
Die Performance wird alle 30 Minuten wiederholt und ist jeweils für bis zu drei Teilnehmer:innen ausgelegt.
Parallel dazu findet ein offener Stickworkshop statt. Jede Person ist eingeladen über die persönliche Beziehung zum Wasser zu reflektieren und zu sticken. Gemeinsam entsteht daraus ein Archiv der Wasserwörter – eine kollektive Sammlung von Erinnerungen, Bildern und persönlichen Erzählungen, die die Vielfalt der Beziehungen sichtbar macht, die Menschen zum Wasser haben.
Giorgio Moroder across media, arts and communication
Es ist die berühmte Anekdote, dass ein begeisterter Brian Eno, fasziniert vom Hören von "I Feel Love", zu David Bowie rannte und verkündete, den Klang der Zukunft entdeckt zu haben. In den siebziger Jahren revolutionierte das Aufkommen von Synthesizern und Sequenzern nicht nur die Klänge, sondern warf auch tiefe Bedenken auf, die Künstlerr*innen und Publikum zwangen, die Beziehung zwischen Mensch und Maschine in der Musikproduktion radikal neu zu definieren. Heute entstehen ähnliche Herausforderungen mit künstlicher Intelligenz und Algorithmen, die diese Spannung in einem Szenario aktualisieren, in dem die Automatisierung die Identität und das Überleben der Musiker selbst in Frage stellt. Tavia Nyong’o und Maria Perevedentseva führen durch ihre jeweiligen Perspektiven eine kritische Analyse der komplexen Entwicklung der Verbindung zwischen Automatisierung und Kreativität.
Das Symposium ist Teil der englischsprachigen Konferenz «Everybody Calls Me Giorgio»: Moroder across media, arts and communication, die dem Südtiroler Pionier der elektronischen und Disco-Musik gewidmet ist.
Keynote-Sprecher*innen:
Prof. Tavia Nyong’o
William Lampson Professor für American Studies, Black Studies, Performance Studies sowie Women’s, Gender & Sexuality Studies an der Yale University
Dr. Maria Perevedentseva
Dozentin für Musikwissenschaft, University of Salford
Raum BZ D1.03
Im Ticket für den Rothoblaas-Abend, der am selben Tag stattfindet, ist auch der Zugang zum Symposium inbegriffen.
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