Im Projekt “MenschenBilder” werden zehn bereits verstorbene Persönlichkeiten, die durch ihr Lebenswerk einen außergewöhnlichen Beitrag zur Kulturgeschichte der Stadt leisteten, als Büsten dargestellt.
Jede Gemeinschaft wird geprägt von Menschen die mit ihrer Persönlichkeit dazu beitragen, dass diese kulturell gestärkt und intellektuell bereichert wird. Die Erinnerung an Menschen, die einer Gesellschaft in besonderer Weise Impulse verliehen haben, ist in einer Zeit zunehmender Individualisierung besonders wertvoll.
Das u?ber mehrere Jahre angedachte Projekt “MenschenBilder” – zugleich ein Nebenprojekt zu “Merano Art & Nature – Spring 2015? – greift das Thema der plastischen Darstellung eines Menschen auf, erweitert diesen Begriff jedoch hin zur freien Interpretation mit den Ausdrucksmitteln der zeitgenössischen Kunst. Diese Arbeiten werden Erinnerungs(doppel)punkt, ein Sinnbild fu?r Menschen, und brechen bewusst mit der klassischen Abbildung von Persönlichkeiten.
Das Projekt “MenschenBilder” entlang der Passerpromenade – im Abschnitt von der Eisdiele “Costantin” bis zur Eisenbahnbrücke – soll eine Galerie unter freiem Himmel sein. Gemeinsam mit verschiedenen Institutionen der Stadt Meran wurden die ersten drei Persönlichkeiten ausgewählt. Es handelt sich dabei um:
Emma Hellenstainer (1817-1904), Pionierin des Tiroler Hotelwesens
Antonio Manfredi (1912-2001), Dichter und Maler
Franz Kafka (1883-1924), Schriftsteller
Fu?r die Verwirklichung dieser ersten “MenschenBilder” konnten folgende drei Ku?nstler gewonnen werden:
Stephan Balkenhol (Deutschland) – Hellenstainer
Aron Demetz (Südtirol) – Manfredi
Urs Lu?thi (Schweiz) – Kafka
Der Parcours wird am 30. April, um 11.00 Uhr, auf der Passerpromenade (Nähe Evangelische Kirche) eröffnet.
Das Projekt “MenschenBilder” soll Meran langfristig bereichern, Impulsgeber sein und Erinnerungslu?cken schließen. Daru?berhinaus möchte es fu?r kommende Generationen ein Ansporn sein, Meran und seine Umgebung als kulturellen Schmelztiegel wahrzunehmen und weiterzuentwickeln. Kunst nimmt in diesem Kontext den Stellenwert der Wahrung des regionalen kulturellen Gedächtnisses ein.
Idee und Konzept: Arnold Mario Dall’O
Koordination: KunstMeran (Herta Wolf Torggler)