Die Ambivalenz der Idylle zwischen unschuldiger Natur, Morbidität und Zerstörung ist das Leitmotiv, welches in diesem Ausstellungsprojekt verfolgt wird. Das Konzept der Ausstellung basiert auf der Gegenu?berstellung der Werke von Irene Hopfgartner und Gino Alberti, die mit unterschiedlichen Medien an das Thema herantreten.
Gino Alberti setzt sich mit der Landschaft in Form von großformatigen Kohlezeichnungen auseinander. Die dargestellte landschaftliche Idylle wird mit hinzugefu?gten Textfragmenten in ihrer Romantik gebrochen. Der hinzugefu?gte Text schiebt eine zweite imaginäre Bildebene ein, die ausschließlich im Kopf des Betrachters stattfindet. Die Texte greifen als bewußt gesetzte Irritation in die dargestellte Naturidylle ein.
Irene Hopfgartner hingegen untersucht in ihrer Arbeit das Verhältnis des Menschen zur Natur, sein Eingreifen und Manipulieren. Die Motive ihrer Fotoarbeiten zeigen den Menschen in einer morbiden Verbindung zum Tier. Bei den dargestellten Tieren handelt es sich immer um Präparate. Tod und Leben stehen, in der formal idealisierten Darstellung, in enger Verbindung. Die Nähe von Schönheit und Zerstörung manifestieren sich unter einer du?nnen und fragilen Ästhetik.