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Events

DORF DISCO 1967–1997
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Exhibitions
Sonntag, 27 Sep. 2026 10:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 16 Sep. 2026 bis 07 Nov. 2027

Mit der Sonderausstellung „Dorf Disco 1967–1997. Zurück in die große Zeit der Südtiroler Diskotheken“ rückt das Museum ein bedeutendes Kapitel der Jugend- und Unterhaltungskultur ins Rampenlicht. Vom 8. August 2026 bis 7. November 2027 stehen jene Lokale im Mittelpunkt, die über Jahrzehnte das Nachtleben des Landes maßgeblich prägten: die Dorfdiskotheken. Sie waren weit mehr als Tanzlokale: Sie waren Treffpunkte junger Menschen, Bühnen für neue Musiktrends und Schauplätze unvergesslicher Nächte. Für viele wurden sie zum Symbol einer neugewonnenen Freiheit, zum Ort der ersten großen Schwärmerei und zu einem wichtigen Teil ihrer Jugendzeit. Anhand persönlicher Geschichten, Fotografien und Erinnerungsstücke lässt die Ausstellung die Südtiroler Discokultur der Jahre 1967 bis 1997 wieder aufleben. Sie weckt Erinnerungen an legendäre Nächte, große Gefühle und den unverwechselbaren Zeitgeist einer Ära, in der die Dorfdisco Ausdruck des jugendlichen Lebensstils in Südtirol war.

Südtiroler Landesmuseum für Volkskunde Herzog-Diet-Str. 24, Bruneck, BZ
FORT biennale_02 Reclaiming Collective
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Exhibitions
Sonntag, 27 Sep. 2026 10:00-18:00 |
Es gibt Termine vom 25 Sep. 2026 bis 08 Nov. 2026

FORT biennale_02: Zeitgenössische Kunst im Zweijahresrhythmus in der Festung Franzensfeste Die zweite Ausgabe der FORT biennale ist eine Reise in vier Kapiteln. Kuratiert und angeleitet von Hannes Egger, Andrea Lerda und Veronica Vascotto zieht erneut Neu- und Andersartigkeit im Dialog mit den massiven Mauern der Festung in die militärischen Räume ein. Eine pure Freude voller Gegensätze – und Gemeinschaft: Gemeinschaftlichkeit steht über dem Konzept der dargestellten Kunst und den Inspirationen der Künster*innen: Togetherness leitet den Weg durch die diesjährige Ausgabe der Ausstellung für zeitgenössische Kunst in der Festung Franzensfeste. Schaffen wir Raum für Begegnung Die Erzählung der diesjährigen Ausstellungsreihe ist eine Antwort auf die drängenden Herausforderungen der Gegenwart: Von der Zunahme von Konflikten über die Ausbreitung autoritärer Systeme. Von der Klimakrise bis zur Krise der Menschenrechte. Von den Chancen der Digitalisierung bis zur Erosion zwischenmenschlicher Beziehungen. Die Annahme: eine Entwicklung in dieser Welt ist nicht nur möglich, sie existiert bereits. Uns neu als Wesen zu begreifen, die Teil einer einzigen globalen Gemeinschaft sind, die auf friedlichen Beziehungen zwischen Menschen und auf einer symbiotischen Koexistenz mit allem Nicht-Menschlichen beruht, ist der einzige Weg zum Überleben. Die FORT biennale 2026 ist als kreatives, interaktives und offenes Dispositiv gedacht. Ein Instrument, um anderen Vorstellungswelten jenseits der dominierenden zeitgenössischen Paradigmen zu begegnen. Ein Raum kollektiver Imagination, in dem Empathie, Zuhören und Gemeinschaft geübt werden können. Reclaiming Collective ist eine Einladung, jene Hindernisse zu überwinden, die Trennung erzeugen: Allianzen, Teilhabe und gegenseitige Unterstützung können eine Alternative zum zerstörerischen Individualismus, geleitet vom Turbo-Kapitalismus, darstellen. Think, Play, Dance und Act Die Werke von rund zwanzig italienischen und internationalen Künstler*innen – mit besonderem Augenmerk auf die kreative Szene der Euregio Tirol-Südtirol-Trentino – werden in den Sektionen Think, Play, Dance und Act präsentiert, im Dialog mit den Stimmen von Forscher*innen von Eurac Research.

Festung Franzensfeste Brennerstraße, Franzensfeste, BZ
Skulptura
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Exhibitions
Sonntag, 27 Sep. 2026 14:00-18:00 |
Es gibt Termine vom 27 Sep. 2026 bis 26 Okt. 2026

Die Ausstellung Skulptura präsentiert Werke von fünf Südtiroler Künstlern, die in den 1920er-Jahren geboren wurden. Ein bislang einzigartiger Vergleich zwischen den Werken von Joseph Brunner (1924-2017), Martin Rainer (1923-2012), Claudio Trevi (1928-1987), Adolf Vallazza (geb. 1924) und Umberto Volante (1925-2016).Hannes Egger nimmt die rund 100 Lebensjahre der fünf Künstler in den Blick und stellt sie mit einer Ledinstallation in einen historischen und gesellschaftlichen Kontext.

Kurhaus Promenade 14, Meran, BZ
SPUREN Laurenz Stockner
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Exhibitions
Sonntag, 27 Sep. 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 12 Sep. 2026 bis 11 Okt. 2026

Die Ausstellung gibt Einblick in das Werk von Laurenz Stockner und seine langjährige Auseinandersetzung mit Material, Bearbeitung und Transformation. Im Zentrum steht die archetypische Form des Gefäßes, die der Künstler aus Kupfer, Stahl und Zinn immer wieder neu entwickelt. Besonders das selbst gewonnene und verarbeitete Prettauer Kupfer verbindet Herkunft, Handwerk und Zeit: In den Spuren seiner Bearbeitung werden Geschichte und Verwandlung des Materials sichtbar. Zwischen Schwere und Leichtigkeit, Festigkeit und Elastizität entstehen Skulpturen, die vertraute Formen ihrer ursprünglichen Funktion entheben und den Blick auf das Material selbst lenken. Laurenz Stockner (*1971 in St. Andrä bei Brixen) verbindet in seiner künstlerischen Arbeit traditionelles Handwerk mit zeitgenössischer Formensprache. Geprägt von der Arbeit des Dorfschmieds, absolvierte er zunächst eine Schlosserlehre, bevor er sich in Florenz zum Goldschmied weiterbildete. Seit 2003 arbeitet er in seinem eigenen Atelier und seiner Werkstatt in St. Andrä. Seine Arbeiten wurden international ausgestellt und vielfach ausgezeichnet, unter anderem mit dem Bayerischen Staatspreis und dem Grassipreis. 2018 war er Finalist des internationalen LOEWE Craft Prize. Seine Werke befinden sich in internationalen Kunstsammlungen. Geöffnet von 12.09. bis 11.10.2026 Täglich außer montags von 16.00 – 19.00 Uhr Der Künstler ist an folgenden Tagen in der Ausstellung anwesend: Sa. 12.09. / So. 13.09. / So. 20.09. / Sa. 26.09. / Sa. 03.10. / So. 11.10. 03.10.2026 – 11.00 Uhr KÜNSTLERGESPRÄCH Katherina Perlongo im Gespräch mit Laurenz Stockner

Kulturverein Tublà da Nives Nives Straße 6, Wolkenstein, BZ
INVENTUR – Eric Gallmetzer
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Exhibitions
Sonntag, 27 Sep. 2026 18:00-19:30 |
Es gibt Termine vom 19 Sep. 2026 bis 30 Okt. 2026

Gallmetzer gehört zu jenen Künstlern, die ihre Arbeiten nicht mit langen Erklärungen begleiten. Seine Skulpturen, Bilder und Zeichnungen sollen für sich sprechen. Sie können irritieren, Fragen aufwerfen, rätselhaft bleiben und zum kritischen Nachdenken anregen. Der Betrachter wird dabei nicht mit einer vorgegebenen Interpretation entlassen, sondern ist eingeladen, eine eigene Beziehung zum Werk zu entwickeln. Der Titel „INVENTUR“ ist bewusst gewählt: Inventur bedeutet Bestandsaufnahme – ein Erfassen dessen, was vorhanden ist, was geblieben ist, was sich verändert hat und vielleicht auch dessen, was fehlt. Im Zusammenhang mit Kunst erhält der Begriff eine offene und vielschichtige Bedeutung. Die Ausstellung lädt dazu ein, nicht nur die gezeigten Werke zu betrachten, sondern auch die eigenen Wahrnehmungen und Gedanken einer persönlichen „Inventur“ zu unterziehen. „INVENTUR“ möchte keine fertigen Antworten liefern, sondern setzt auf die Begegnung zwischen Werk und Betrachter – auf den Moment des Innehaltens, des Fragens und vielleicht auch des Nichtverstehens. Eric Gallmetzer ist mit seinen Arbeiten in zahlreichen Ausstellungen in Südtirol und darüber hinaus präsent. Seine Werke sind zudem im öffentlichen Raum an verschiedenen Orten zu finden und begleiten Menschen in ihrem Alltag.

Lanserhaus Johann-Georg-Plazer-Straße 22, Eppan a.d.Weinstr., BZ
Variazione sul tema
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Exhibitions
Montag, 28 Sep. 2026 15:30-22:30 |
Es gibt Termine vom 25 Sep. 2026 bis 10 Okt. 2026

Variazione sul tema ist ein Projekt von Massimo Giovannini, das einen technischen und sich ständig wiederholenden Arbeitsablauf der kommerziellen Fotografie in eine radikale Praxis des Sehens verwandelt. Ausgehend von der standardisierten Produktaufnahme vor neutralem Hintergrund, wie sie für den E-Commerce typisch ist, richtet der Künstler den Blick auf das, was der Wahrnehmung gewöhnlich entgeht: die minimalen Unterschiede zwischen scheinbar identischen Objekten. Jedes einzelne Stück einer Verpackung – Nudeln, Bonbons, Kekse oder andere industriell gefertigte Produkte – wird mit derselben technischen Präzision einzeln fotografiert. Dabei treten feine Variationen in Form, Oberfläche und Proportion zutage. Die Wiederholung erzeugt somit keine Gleichförmigkeit, sondern eine Konstellation von Einzigartigkeiten. Der Titel bringt den Kern des Projekts auf den Punkt: Das „Thema“ steht für das serielle Modell, die gemeinsame Matrix, während die „Variation“ die Abweichung, die Unvollkommenheit und die unerwartete Individualität bezeichnet. Im visuellen Gedächtnis der Arbeit wird der Dialog mit der Serialität der Pop Art und insbesondere mit Andy Warhols Campbell’s Soup Cans spürbar. Während Warhol die Wiederholung als Mittel nutzte, um Konsum und industrielle Ikonen zu reflektieren, verwandelt Giovannini sie in ein poetisches Instrument, das die innere Differenz innerhalb des Vielfältigen sichtbar macht. Die Installation besteht aus einzelnen Fotografien, die sich im Raum zu monumentalen, für den jeweiligen Ausstellungsort entwickelten Bildensembles zusammenfügen. Alternativ werden sie als kleinere Teilkompositionen präsentiert, welche den Rhythmus und die visuelle Energie des Gesamtwerks verdichten. So entsteht eine Arbeit, die formale Strenge, ästhetische Kraft und eine Reflexion über Identität miteinander verbindet – und uns daran erinnert, dass das, was auf den ersten Blick homogen erscheint, bei näherem Hinsehen stets seine Unterschiede offenbart Eröffnung: Freitag, 25/09/2026 – 18:00 Uhr Ausstellungsdauer: vom 26/09/ bis zum 10/10/2026 Öffnungszeiten: Montag – Samstag 15:30 – 22:30 Uhr Eintritt frei

Kulturzentrum Meran Cavourstr., 1, Meran, BZ
Ausstellung - PARADEISER
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Exhibitions
Montag, 28 Sep. 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 07 Sep. 2026 bis 29 Sep. 2026

Der historische Begriff des „Paradiesapfels“ bildet den Ausgangspunkt der Ausstellung „Paradeiser“. Der Titel verbindet den Paradiesapfel mit dem Paradeiser und eröffnet einen Assoziationsraum zwischen Mythos und Gegenwart, Natur und Kultur, Erinnerung und Zukunft. Im Zentrum der Ausstellung steht der Garten – nicht als idyllischer Rückzugsort, sondern als Ort permanenter Transformation. Wachstum und Vergänglichkeit, Fürsorge und Eingriff, Fülle und Verlust existieren hier nebeneinander. Der Garten wird zum Bild eines lebendigen Beziehungsgefüges, in dem sich ökologische, gesellschaftliche und kulturelle Prozesse überlagern. „Paradeiser“ versteht das Paradies nicht als verlorenen Ursprungsort, sondern als Modell einer Beziehung zur Welt. Der Garten wird zu einem Ort, an dem sich Fragen nach Fürsorge, Koexistenz und gegenseitiger Abhängigkeit verdichten. Vor dem Hintergrund ökologischer und gesellschaftlicher Umbrüche untersuchen vier künstlerische Positionen, wie sich das Verhältnis zwischen menschlichen und mehr-als-menschlichen Lebensformen neu denken lässt. Die Arbeiten von Julia Bornefeld, Florian Borkenhagen, Philipp Putzer und Mischa Sanders nähern sich diesen Fragen aus unterschiedlichen Perspektiven. Julia Bornefeld verbindet Malerei, Skulptur, Fotografie und Installation zu Erfahrungsräumen, in denen sich Material, Körper, Raum und Wahrnehmung gegenseitig beeinflussen. Florian Borkenhagen nimmt das Alltägliche zum Ausgangspunkt und verwandelt vertraute Gegenstände durch Dekonstruktion und Neuinszenierung in überraschende Bedeutungsträger. Das Künstlerduo Philipp Putzer und Mischa Sanders arbeitet mit gefundenen Objekten, Fragmenten und Zeichnungen, die sich zu skulpturalen Gefügen zwischen Natur und Architektur, Wachstum und Verfall, Erinnerung und Imagination verbinden. Gemeinsam eröffnen die vier Positionen einen Blick auf eine Welt, in der nichts isoliert existiert. Menschen, Tiere, Pflanzen, Dinge und Landschaften stehen in vielfältigen Beziehungen zueinander. Gärten erscheinen dabei als Orte des Erinnerns, der Transformation und des Werdens – als Räume, in denen Natur nicht bloße Kulisse oder Ressource ist, sondern eigenständiges Gegenüber: verletzlich, widerständig und in stetiger Veränderung. „Paradeiser“ lädt dazu ein, vertraute Vorstellungen von Natur und menschlicher Existenz neu zu betrachten. Zukunft wird dabei nicht als Rückkehr zu einem idealisierten Paradies verstanden, sondern als gemeinsame Praxis des Mit-Seins – als fortwährender Prozess von Fürsorge, Verantwortung und Aushandlung innerhalb eines vielschichtigen Netzes des Lebens. Die Ausstellung „Paradeiser“ in der Vijion Art Gallery in Pontives ist im Rahmen des Artfestivals Gröden vom 7. bis 20. September 2026 täglich von 16 bis 19 Uhr zu sehen. Die Eröffnung findet am Samstag, 12. September 2026, um 11 Uhr mit anschließendem Aperitif statt.

Vijion Art Gallery St. Ulrich Vijion Art Gallery Pontives 28 39046 St. Ulrich Gröden, St. Ulrich, BZ
TRIENNALE KLAUSEN 1 MENSCH SEIN
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Exhibitions
Dienstag, 29 Sep. 2026 09:30-12:00 | 15:30 - 18:00
Es gibt Termine vom 16 Juni 2026 bis 07 Nov. 2026

Zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum / Kulturveranstaltung mit inklusiven Aspekten Die Triennale Klausen 2026 ist eine fünfmonatige, öffentlich zugängliche Kunst- und Kulturveranstaltung, die zeitgenössische künstlerische Positionen im öffentlichen Raum der Gemeinde Klausen integriert. Insgesamt fünf Orte im öffentlichen Raum sowie das Stadtmuseum Klausen werden in das Ausstellungskonzept eingebunden. Öffentlichen Raum Fünf Hauptkünstler bilden das künstlerische Fundament der Triennale: Christian Gufler, Lukas Mayr, Patrick Obkircher, Bernhard Reiterer, Florian Tschurtschenthaler. Jeder Künstler entwickelt eine eigenständige, ortsspezifische Arbeit an einem festgelegten Standort im Gemeindegebiet. Stadtmuseum Marlies Baumgartner, Rebekka Frei, Markus Gasser, Sophie Lazari, Paul Moroder dë Doss, Lissy Pernthaler, Albin Portner, Florian Prünster, Evelyn Rier, Matthias Sieff, Ariel Trettel, Vera Überbacher. Dazu zählen Malerei, Skulptur, Performance, Lyrik und musikalische Formate. „Una boccata d’arte“ Eröffnung: 10.6.2026 Ergänzt wird die Triennale vom Projekt „Una boccata d’arte“, ein italienweites Projekt, das vom Verein „I Borghi più belli d’Italia“ gefördert wird, dem auch Klausen angehört. Dort wird in Zusammenarbeit mit dem italienischen Künstler und Forscher Francesco Alberico (Pescara, 1996), der sich in seiner Arbeit zwischen Skulptur, Performance und Zeichnung mit der Beziehung zwischen Imagination und öffentlichem Raum beschäftigt, ebenfalls der öffentliche Raum in der Oberstadt bespielt.

Stadtmuseum Klausen Frag 1, Klausen, BZ
Nataliya Zuban: Condition of Suspended Present
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Exhibitions
Dienstag, 29 Sep. 2026 10:00-13:00 | 15:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 10 Sep. 2026 bis 14 Nov. 2026

Nataliya Zubans Ausstellung ist einem Prozess gewidmet, der die Zeit hemmt, zerstörerisch wirkt und sich selbst auslöscht. Die 1992 im ukrainischen Opischnja geborene Künstlerin stammt aus einer Region, deren tonreicher Boden das materielle Erbe einer über Generationen gewachsenen erzählerischen Skulpturtradition bewahrt. Mit ihren Maschinen verleiht Zuban dem Klang des heutigen Wartens, des Schutzsuchens, des Vermittelns und der schrillen Spannung der Erwartung Ausdruck.

ar/ge Kunst Museumstraße, 29, Bozen, BZ
The Doctor Is Present
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Exhibitions
Dienstag, 29 Sep. 2026 10:00-13:00 | 16:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 11 Sep. 2026 bis 14 Nov. 2026

11. September – 14. November 2026 Ausstellung, Sprechstunden und Veranstaltungsprogramm in der Stadtgalerie Brixen „The Doctor Is Present“ entsteht in Zusammenarbeit mit pensionierten Fachpersonen aus Südtirol, dem Med Bistro Guggenberg, dem Medizin Gespräch Bruneck sowie weiteren Fachpersonen aus dem Gesundheitsbereich. Warten bis der Arzt kommt Was passiert, wenn eine Kunstgalerie zur Arztpraxis wird? Die Ausstellung „The Doctor Is Present“ verwandelt die Stadtgalerie Brixen in einen ungewöhnlichen Ort zwischen Kunst, Medizin und gesellschaftlichem Austausch. Die Eröffnung ist am 10. September um 19 Uhr. Für die Dauer der Ausstellung wird die Stadtgalerie Brixen jeden Mittwoch-, Donnerstag- und Freitagvormittag zur Praxis: An diesen Tagen stehen pensionierte Ärztinnen und Ärzte aus Südtirol Besucherinnen und Besuchern für Gespräche zur Verfügung. Medizinische Befunde können mitgebracht, Fragen gestellt und Unsicherheiten besprochen werden. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Dabei geht es ausdrücklich nicht um eine klassische ärztliche Behandlung, sondern um Begegnung, Zuhören und den Austausch von Wissen und Erfahrungen. Was im medizinischen Alltag angesichts von Zeitdruck häufig zu kurz kommt, erhält in der Galerie Raum und Zeit. Das Wartezimmer als sozialer Raum Zur Arztpraxis in der Stadtgalerie gehört auch ein großes Wartezimmer. Dieser Ort erfüllt als eine Art erweiterter Dorfplatz seit jeher eine besondere soziale Funktion: Menschen unterschiedlichen Alters und unterschiedlicher Herkunft treffen aufeinander, beobachten sich, kommen miteinander ins Gespräch oder warten schweigend gemeinsam. Für „The Doctor Is Present“ hat der Südtiroler Fotograf Gustav Willeit die Eigentümlichkeit dieser Räume in den Blick genommen. Die eigens für die Ausstellung entstandene Serie wird im Laufe der Ausstellungsdauer kontinuierlich verändert. Wann haben Sie zuletzt Löcher in die Luft gestarrt? Ob wir auf den Arzt warten oder auf eine Nachricht, den nächsten Bus, die große Liebe oder bessere Zeiten: Das Warten ist eine grundlegende menschliche Erfahrung. Zugleich scheint das Warten aus unserem Alltag zunehmend zu verschwinden. Das Smartphone füllt noch die kleinste Unterbrechung, kein Moment darf ungenutzt bleiben. „The Doctor Is Present“ fragt deshalb auch danach, was verloren geht, wenn wir das Warten verlernen. Verlieren wir mit ihm die Geduld und die Gelassenheit? Die Fähigkeit zur Muße? Vielleicht sogar die Vorfreude und die Sehnsucht? Und kann das vermeintlich unproduktive Warten in einer Gesellschaft, die Zeit möglichst lückenlos nutzen möchte, auch ein Freiraum sein? Das Wartezimmer der Stadtgalerie lädt dazu ein, genau das auszuprobieren: zu warten, zu verweilen, zu beobachten und miteinander ins Gespräch zu kommen. Sprechstunden in der Stadtgalerie Die Fachpersonen sind jeweils von 10 bis 12 Uhr in der Stadtgalerie anwesend. Eine Voranmeldung ist nicht notwendig. Kinder- und Jugendheilkunde 11.09. / 01.10. / 04.11. Allgemeinmedizin, Patientenverfügung und Palliative Care 16.09. / 07.10. / 09.10. / 21.10. / 22.10. / 05.11. Sportmedizin 17.09. / 24.09. / 08.10. Gastroenterologie und Innere Medizin 18.09. / 16.10. / 12.11. Anästhesie, Intensivmedizin und Patientenverfügung 23.09. / 15.10. / 29.10. Traumatologie und Orthopädie 30.09. / 14.10. / 28.10. / 11.11. Allgemeinchirurgie 25.09. / 02.10. / 23.10. / 30.10. / 06.11. / 12.11.

Stadt Galerie Brixen Große Lauben, 5, Brixen, BZ
Spitzfindigkeiten
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Exhibitions
Dienstag, 29 Sep. 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 04 Sep. 2026 bis 24 Okt. 2026

Im Rahmen der Ausstellungsreihe „Solo im Ensemble“ zeigen sieben Kunstgraphiker:innen ihre Arbeiten. Die unterschiedlichen Positionen werden unter dem Titel „Spitzfindigkeiten“ vereint. Eine heterogene Gruppe von Individualisten:innen, die die Leidenschaft für grafisches Gestalten in Freundschaft verbindet, präsentiert ihre graphischen Arbeiten im SKB ARTES. Technisch wie auch gestalterisch wurde ein Großteil der teilnehmenden Künstler:innen von der unvergessenen Grafik-Künstlerin Rina Riva inspiriert, motiviert und unterrichtet, die Künstler:innen haben sich jedoch eigenständig weitergebildet und experimentierend weiterentwickelt. Der Titel „Spitzfindigkeiten“ bezieht sich dabei auf zweierlei, zum einen auf ein Spezifikum sehr vieler künstlerischer Menschen. Die Eigenschaft setzt einen wachen Geist, scharfe Beobachtungsgabe, kritische Hinterfragung aber auch Sensibilität und ja auch vertiefte Reflexion voraus, die zu der persönlichen Auseinandersetzung mit Fakten, Zuständen und deren Wechselwirkungen führt. Zum anderen mag es sein, dass es bei den spitzfindigen Autor:innen dieser Grafik-Ausstellung einen Zusammenhang mit den Werkzeugen dieser – wohlgemerkt analog arbeitenden Grafik-Künstler:innen gibt – so etwa die Bleistiftspitze, die Zeichenfeder, den Stahlstichel oder gut geschliffene Schneidemesser. Werkzeuge, mit denen sie im Gegensatz zum weichen Pinselstrich des Malers ihren Bildinhalten kompromisslos scharfe Konturen setzen und wie nebenbei manche Widersprüchlichkeiten unserer Spezies lustvoll aufspießen… Monika Fiechter Rossi, Renate Hausbrandt, Hilde Kljun, Lucia Nardelli, Margaretha Pertoll, Anke Stampfer (†), Peter Verwunderlich

SKB Artes Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
Hermann Josef Runggaldier. Zwischenräume
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Exhibitions
Donnerstag, 01 Okt. 2026 10:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 01 Okt. 2026 bis 15 Nov. 2026

„Zwischenräume“ versammelt Werke des Südtiroler Bildhauers Hermann Josef Runggaldier, die sich im Spannungsfeld von Mensch und Natur entfalten. Seine reduzierten Figuren und materialbetonten Arbeiten bewegen sich im Dazwischen: zwischen Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Verbergen, Körper und Raum. Runggaldiers Werke eröffnen Räume der Wahrnehmung, die sich erst im Umschreiten und im Wechsel der Perspektiven erschließen. So wird Skulptur zum Erfahrungsraum – ein Ort, an dem sich das menschliche Dasein im Dialog mit natürlichen Prozessen manifestiert.

Hofburg Brixen Hofburgplatz, 2, Brixen, BZ
125 Jahre Diözesanmuseum Brixen
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Exhibitions
Donnerstag, 01 Okt. 2026 10:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 01 Okt. 2026 bis 08 Dez. 2026

Anlässlich des 125-jährigen Bestehens lädt das Diözesanmuseum Hofburg Brixen zu einer Entdeckungsreise durch seine bewegte Geschichte ein. Historische Fotografien und Filmaufnahmen zeigen das Museum, aber auch die Hofburg als sie noch als Bischofsresidenz genutzt wurde. Plakate früherer Sonderausstellungen veranschaulichen die Entwicklung des Museums und die Vielfalt seiner Tätigkeiten. Persönliche Geschichten und Erinnerungen zeigen zudem die menschliche Seite des Hauses und machen deutlich, wie viele Menschen das Museum im Laufe der Jahrzehnte begleitet und geprägt haben. Auch die Besucherinnen und Besucher sind eingeladen, ihre eigenen Erlebnisse und Erinnerungen an die Hofburg und das Diözesanmuseum aufzuschreiben und damit zur Präsentation beizutragen. So entsteht nach und nach ein vielstimmiges Bild der 125-jährigen Museumsgeschichte. Die Ausstellung ist vom 13. September bis zum 8. Dezember 2026 im zweiten Stock der Hofburg Brixen zu sehen.

Hofburg Brixen Hofburgplatz, 2, Brixen, BZ
Jana Kasalová - L'animale che dunque sono
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Exhibitions
Samstag, 03 Okt. 2026 09:00-18:00 |
Es gibt Termine vom 03 Okt. 2026 bis 23 Okt. 2026

L'esposizione, aperta al pubblico dal 2 al 23 ottobre 2026, presenta una ricerca artistica sviluppata da Jana Kasalová a partire dal 2007 attraverso un articolato percorso di opere fotografiche e performative dedicate al tema dell'animalità e alla complessa relazione tra essere umano e animale. Il progetto nasce da una lunga indagine sul concetto stesso di "animale" e sulla trasformazione che questo termine ha assunto nel nostro immaginario culturale. Attraverso fotografia, performance e una ricerca sul corpo come luogo di metamorfosi e conoscenza, l'artista mette in discussione il confine apparentemente netto tra uomo e animale, interrogando il modo in cui l'essere umano ha costruito la propria identità distinguendosi dall'“altro”. La mostra si sviluppa attorno ad alcune domande fondamentali: che cos'è un animale? Cosa significa essere animale? Chi è davvero l'animale? Dove si colloca il limite tra umano e non umano? Nella ricerca di Jana Kasalová l'animale non rappresenta una presenza separata o subordinata, ma diventa un luogo di confronto, di conoscenza e di riconoscimento reciproco. L'animalità emerge come una dimensione profondamente intrecciata all'esistenza umana, capace di aprire nuove prospettive sul rapporto tra identità, natura e cultura. La mostra invita così a riflettere sulla responsabilità che l'essere umano ha nei confronti del mondo vivente, sul rapporto con la natura e sulla compassione verso ogni forma di vita, riconoscendo l'interdipendenza che lega tutti gli esseri. Questa prospettiva trova significative consonanze nel pensiero di Rudolf Steiner, che affermava: «Ogni essere dotato di intelligenza, buon senso e compassione prova una profonda gratitudine verso le forme di vita meno evolute, perché senza di esse non potrebbe esistere. Le piante non potrebbero esistere senza i minerali, gli animali non potrebbero esistere senza le piante e gli esseri umani non potrebbero esistere senza gli animali.» Una sensibilità analoga attraversa anche la tradizione cristiana orientale nelle parole di San Basilio Magno: «O Signore, accresci in noi la fratellanza con i nostri piccoli fratelli; concedi che essi possano vivere non per noi, ma per se stessi e per Te; facci capire che essi amano, come noi, la dolcezza della vita e ti servono nel loro posto meglio di quanto facciamo noi nel nostro.» Due riflessioni che, pur appartenendo a epoche e contesti differenti, richiamano una medesima idea di rispetto, gratitudine e responsabilità nei confronti del vivente. Il titolo dell'esposizione richiama la riflessione del filosofo Jacques Derrida, che mette in discussione il celebre principio cartesiano «Penso, dunque sono», proponendo una diversa possibilità di lettura: «L'animale che dunque sono». L'incontro con l'animale diventa così un momento di reciproco riconoscimento: l'animale ci guarda e, attraverso quello sguardo, siamo chiamati a interrogarci sulla nostra stessa condizione. La pratica artistica di Kasalová, attraversando il confine tra fotografia e performance, tra rappresentazione e trasformazione, crea uno spazio nel quale l'animale diventa una figura al tempo stesso simbolica e concreta: un dispositivo attraverso cui esplorare la fragilità, la memoria, il corpo e la relazione con ciò che abitualmente definiamo come "altro". Prodotta da Spazio5 Contemporary Cluster, la mostra si inserisce nel percorso di ricerca e promozione dell'arte contemporanea portato avanti dall'organizzazione, con particolare attenzione ai linguaggi interdisciplinari e ai progetti capaci di mettere in dialogo arte, filosofia, ecologia e società. Con L'animale che dunque sono, il Centro Culturale Claudio Trevi offre al pubblico un'occasione di incontro con una significativa ricerca artistica internazionale che invita a ripensare il posto dell'essere umano nel mondo vivente, superando le tradizionali gerarchie tra le specie e promuovendo una cultura della responsabilità, della cura e della convivenza con tutte le forme di vita. BIOGRAFIE Jana Kasalová (*1974, Turnov) ha studiato pittura alla Facoltà di Belle Arti di Brno e ha seguito studi post-laurea in arte presso l’Universidad Complutense di Madrid. Ha vissuto e lavorato a Londra, Parigi e New York; dal 2005 ha un atelier a Praga. Le sue opere sono presenti in numerose collezioni private e pubbliche in Europa e negli Stati Uniti. Si dedica principalmente al disegno e alla pittura, alla realizzazione di installazioni audiovisive, alla videoarte e alla fotografia. La sua creazione artistica trae ispirazione non solo dagli studi artistici ma anche dalla filosofia, dalla cosmologia e dalla spiritualità. Da tempo si occupa dell’interpretazione del paesaggio e della cartografia, del corpo e dell’impronta umana nel paesaggio, nonché del concetto di animale e della trasformazione in esso. Il suo tema principale è la scoperta come processo, la ricerca dell’orientamento umano nello spazio e nel tempo reali. Collabora con Miroslava Hájek dal 2008. www.kasalova.eu Miroslava Hájek (*1947, Brno) è una storica dell'arte e curatrice ceca che si focalizza sull'arte moderna e contemporanea. Vive in Italia dal 1969, dove ha fondato la galleria "UXA". Attraverso il suo lavoro in Italia, promuove l'arte contemporanea mondiale (Bruno Munari, Franco Vaccari, Gianni Colombo, Jean Tinguely, Joseph Beuys), ma soprattutto artisti cechi (Jiří Kolář, Milan Knížák, Václav Boštík, Dalibor Chatrný, Adriena Šimotová, Běla Kolářová). www.munariarchive.org

TreviLab Via Cappuccini 28, Bolzano, BZ
Lars Klauser: SICH DIE WELT ERMALEN…
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Exhibitions
Freitag, 09 Okt. 2026 08:00-12:00 | 16:00 - 18:30
Es gibt Termine vom 09 Okt. 2026 bis 08 Jan. 2027

Gibt es „DIE Realität“ oder vielmehr viele Realitäten? Diese Frage stellt sich seit jeher und hat bis heute nichts an Aktualität eingebüßt. Jeder malt sich seine eigene Wirklichkeit, wahrgenommen durch den eigenen Filter. Befindet sich doch jeder in seiner „Blase“ und konstruiert dabei auch ein Bild von sich selbst. Sogar der äußere Schein wird individuell interpretiert und im eigenen Bewusstsein „ermalt“. Das Bild, das man von sich und von seiner Umgebung erschafft, wird so zu einem zutiefst kreativen Prozess. Der Akt des Malens an sich, die Beziehung zwischen dem Maler und seinem Medium sowie die Naturlandschaft, gesehen durch das Auge des Künstlers, sind die zentralen Themen der ausgestellten Werke. Lars Klauser (*1971 in Bozen, ansässig in Vilpian), Kunstlehrer. Er studierte in St. Ulrich, Florenz und Mailand und verbrachte ein Stipendienjahr in Wien. Seit 1997 ist er vielseitig künstlerisch als Maler, Zeichner und Karikaturist aktiv und stellt regelmäßig aus. Seit 2022 zeichnet er zudem die wöchentlichen Donnerstags-Karikaturen „St(r)icheln“ für SALTO.

Kunst im Gange Walther-von-der-Vogelweide-Str. 30/A, Lajen, BZ
RAMM:ELL:ZEE TIME:LINE
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Samstag, 17 Okt. 2026 10:00-22:00 |
Es gibt Termine vom 17 Okt. 2026 bis 14 März 2027

Kuratiert von Hugo Vitrani und Cédric Fauq Ausstellungsgestaltung von Pascal Rodriguez Ausstellung organisiert in Zusammenarbeit mit dem Palais de Tokyo (Paris) und dem Capc – Musée d’art contemporain de Bordeaux Das Museion präsentiert RAMM:ELL:ZEE TIME:LINE, das abschließende Kapitel der ersten umfassenden europäischen Retrospektive zu RAMMELLZEE (1960–2010). Nach Paris und Bordeaux ist die Ausstellung nun erstmals in Italien zu sehen. Die in Zusammenarbeit mit dem Palais de Tokyo in Paris und dem Capc Musée d’art contemporain in Bordeaux entwickelte Ausstellung erstreckt sich über zwei Museumsebenen und vereint mehr als 150 Werke, von denen viele erstmals in Italien gezeigt werden. Als Künstler, Theoretiker, Bildhauer, Performer und Master of Ceremonies gehörte RAMMELLZEE zu den einflussreichsten und zugleich geheimnisvollsten Persönlichkeiten der New Yorker Kulturszene der 1980er-Jahre. Er ließ sich keiner festen Kategorie zuordnen und verband Graffiti, Sprachtheorie, Performance, Musik, Science-Fiction und Skulptur zu einer ganz eigenen künstlerischen Welt. Im Zentrum seines Denkens standen die Theorien des „Gothic Futurism“ und des „Ikonoklast Panzerism“. Darin verstand er Sprache als umkämpften Raum und Buchstaben als lebendige Formen, die sich gegen Systeme der Kontrolle behaupten können. Als Zeitlinie angelegt, zeichnet die Ausstellung die historischen, kulturellen, technologischen und politischen Einflüsse nach, die RAMMELLZEEs Werk geprägt haben. Im Rundgang eröffnen sich unterschiedliche Perspektiven auf sein Schaffen und stellen es in größere Zusammenhänge: von der mittelalterlichen Handschriftenkultur über den italienischen Futurismus bis hin zu Hip-Hop, Technologien und zeitgenössischer Bildkultur. Ein besonderer Schwerpunkt der Ausstellung im Museion liegt auf der Beziehung des Künstlers zu Italien. Anhand von Archivmaterialien, zentralen Werken und historischen Bezügen beleuchtet die Ausstellung eine weniger bekannte Seite seiner Biografie und künstlerischen Entwicklung: von seinen Kooperationen und Performances in Italien in den 1980er-Jahren bis zu seiner Beschäftigung mit italienischen Bildtraditionen. Bedeutende Leihgaben aus dem Kloster Neustift sowie Werke von Fortunato Depero eröffnen dabei überraschende Verbindungen zwischen illuminierten Handschriften, futuristischen Experimenten und RAMMELLZEEs radikaler Neuerfindung des Alphabets. Im Mittelpunkt der Ausstellung steht Gasholear, ein monumentales tragbares Exoskelett, das RAMMELLZEE zwischen 1987 und 1998 entwickelte und das er selbst als eines seiner ambitioniertesten Werke betrachtete. Rund um Gasholear werden zentrale Werkgruppen wie die Letter Racers, die Garbage Gods und die Monster Models gezeigt. Archivmaterialien, bislang unveröffentlichte Objekte, Fotografien, Filme und Dokumente ergänzen die Ausstellung und geben Einblick in die Vielfalt und den Umfang seines künstlerischen Denkens. Rammellzee © Mari Horiuchi. Courtesy of Red Bull Arts New York and Rammellzee Estate Darüber hinaus zeigt die Ausstellung Werke von Künstler*innen, die Teil seines kulturellen Umfelds waren und mit ihm in engem Austausch standen, darunter Jean-Michel Basquiat, Andy Warhol, Futura 2000, Phase 2, Dondi White, Lady Pink, Lee Quiñones, Martin Wong, David Hammons, Gordon Matta-Clark und Arthur Jafa. Fotografien und Filme von Henry Chalfant, Maripol, Gianni Pettena, Charlie Ahearn und Jim Jarmusch vermitteln einen lebendigen Eindruck von der vielschichtigen künstlerischen und sozialen Welt, in der RAMMELLZEEs Werk entstand. TIME:LINE ist mehr als eine Retrospektive: Die Ausstellung lädt dazu ein, in RAMMELLZEEs außergewöhnliche Gedankenwelt einzutauchen, eine Welt, in der Sprache zu Architektur wird, Buchstaben zu Waffen und Kunst zu einem Mittel, um andere Vorstellungen von Zukunft zu entwickeln.

Museion Piero Siena Platz, 1, Bozen, BZ
Martina Tscherni: JUST SWIM
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Exhibitions
Dienstag, 20 Okt. 2026 10:00-12:00 | 14:00 - 16:00
Es gibt Termine vom 20 Okt. 2026 bis 31 Okt. 2026

Im Oktober ist im Kunstforum Unterland die aus Hall in Tirol stammende und in Wien lebende Künstlerin Martina Tscherni zu Gast. JUST SWIM ist ihre zweite Einzelausstellung in Südtirol und der Titel ist Programm, denn Martina Tscherni ist nicht nur eine außergewöhnliche Zeichnerin, sondern auch eine herausragende Schwimmerin, die bereits die Straße von Gibraltar und den Ärmelkanal durchschwommen hat. Diese beiden scheinbar unterschiedlichen Leidenschaften verbindet sie auf eine bemerkenswerte Weise, indem sie aus jedem Schwimmzug schöpft und die damit verbundenen Wechselwirkungen und Ambivalenzen in ihre künstlerische Arbeit integriert. Ihr Mut, im wahrsten Sinne des Wortes immer wieder ins kalte Wasser zu springen, kreiert ein Narrativ voller Sehnsüchte, Herausforderungen und Errungenschaften, die sie anschließend in ihrem Oeuvre verarbeitet. Martina Tscherni: „Man spürt das Wasser hautnah, hört den Atem, spürt die Kraft und das Müde werden in den Beinen und Armen. Zudem entstehen in der Monotonie des Langstreckenschwimmens andere Bilder im Kopf und diese ‚verschwommenen Bilder‘ beinhalten bereits eine Erzählung.“ JUST SWIM präsentiert Videoarbeiten und Zeichnungen von Mikroorganismen – zum Beispiel von Kieselalgen –, die für das Auge unzugänglich sind und erst in vielfacher Vergrößerung ihre kunstvolle Beschaffenheit offenbaren. Die Ausstellung lädt ein, geistig in unbekannte Gewässer einzutauchen und der weiten Dimension des Meeres nachzuspüren. Sie öffnet einen Raum für eine Vielzahl kulturhistorischer, künstlerischer, politischer und gegenwartsbezogener Fragestellungen, die durch die Werke und Schwimmerfahrungen Martina Tschernis auf eine tiefere Ebene der Reflexion gehoben werden. Bereits der antike Naturphilosoph Thales von Milet postulierte: „Das Prinzip aller Dinge ist das Wasser, aus Wasser ist alles und ins Wasser kehrt alles zurück.“ Wasser ist demnach nicht nur die Quelle allen Lebens, sondern auch ein zentrales Symbol für zahllose Diskurse über Ressourcenverteilung, Verbindendes und Trennendes sowie zukunftsträchtige Visionen. Martina Tscherni schenkt Zuversicht, indem sie unter anderem zwischen zwei Kontinenten schwimmt und mit ihrem unermüdlichen Einsatz wie in einem performativen Akt Grenzen hinterfragt und auslotet.

Kunstforum Unterland Laubengasse, 26, Neumarkt, BZ
Stadtraum Meran – Gestern, heute, morgen?
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Exhibitions
Samstag, 24 Okt. 2026 10:00-20:00 |
Es gibt Termine vom 24 Okt. 2026 bis 14 Feb. 2027

Meran wächst – an Kulturen, Sprachen und Erwartungen. Der urbane Raum wird von vielen genutzt, aber nicht von allen gleich erlebt. Die von Andreas Kofler kuratierte Ausstellung erzählt, wie sich die Stadt vom Gestern zum Heute verändert hat, und fragt, wie sie sich angesichts von Klimakrise, wachsender Diversität und der Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung morgen gestalten wird. Die Vielfalt an Erwartungen und Bedürfnissen unterschiedlicher Sprach- und Kulturgruppen, verschiedener Generationen sowie von Einheimischen, Zugewanderten und Gästen macht deutlich, dass es neue Formen des urbanen Zusammenlebens braucht – vielfältiger, inklusiver und widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Klimakrise. Das Ausstellungsprojekt und das Forum Stadtraum Meran – gestern, heute, morgen? verstehen sich als Ausgangspunkt für diesen Dialog. Dabei werden sieben zentrale Themen der städtebaulichen Entwicklung behandelt: Landschaftsraum, Bevölkerungsraum, Wohnraum, Freiraum, Arbeitsraum, Mobilitätsraum und Kulturraum. Jeder dieser Bereiche wird aus drei Perspektiven betrachtet: gestern (mit einem Überblick über die historische Entwicklung anhand von Original- und reproduzierten Archivmaterialien und weiteren Dokumenten), heute (mit Karten, Fotografien und Filmaufnahmen) und morgen (mit Zukunftsperspektiven, teils in partizipativer Form). Im Rahmen der Ausstellung erscheint eine Meran gewidmete Sonderausgabe von Turris Babel, der Zeitschrift der Architekturstiftung Südtirol.

Kunst Meran Lauben, 163, Meran, BZ
Ergebnisse 26 – 47 von 47

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