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Events

missing glaciers - missing me Wil-ma Kammerer
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Exhibitions
Sonntag, 28 Juni 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 27 Juni 2026 bis 26 Juli 2026

Gletscher sind Archive der Zeit. Sie speichern Jahrtausende von Klima, Bewegung und Erinnerung. Doch während sie verschwinden, verschwindet nicht nur Eis – auch ein Teil unserer Beziehung zur Landschaft, zu Geschichte und zu uns selbst gerät ins Wanken. Die Ausstellung missing glaciers – missing me beschäftigt sich mit dem Verlust von Gletschern als ökologischem, aber auch als persönlichem und emotionalem Phänomen. Zwischen Naturbeobachtung und Selbstbefragung entsteht ein Raum, in dem die Grenzen zwischen äußerer Landschaft und innerer Wahrnehmung verschwimmen. Im Zentrum der Installation liegt ein aus Rettungsfolien gewebter Teppich, der durch Ventilatoren ständig in Bewegung gehalten wird. Die schimmernde Oberfläche erinnert an Wasser, Eis und Lichtreflexe, zugleich verweist sie auf jene weißen Schutzplanen, mit denen heute versucht wird, einzelne Gletscherflächen vor dem Abschmelzen zu bewahren. Die Rettungsfolie wird dabei zum Symbol eines paradoxen Zustands: des menschlichen Wunsches zu bewahren, was bereits unwiderruflich im Wandel begriffen ist. Folierte Glasplatten durchziehen den Raum. Ihre Farben verändern sich je nach Blickwinkel und Lichteinfall, ähnlich den ständig wechselnden Erscheinungsformen von Eis, Wasser und Atmosphäre. Dazwischen platzierte Spiegel konfrontieren die Besucher*innen immer wieder mit ihrem eigenen Bild. Die Frage nach dem Verschwinden der Gletscher wird damit auch zu einer Frage nach der eigenen Position innerhalb dieser Veränderungsprozesse. Die Malereien greifen Motive von Wasser, Wolken und Eis auf. Große Bildflächen zeigen fragile Zustände zwischen Verdichtung und Auflösung. Andere Arbeiten integrieren Spiegel, die mit Gletscherwasser bespritzt wurden. Die entstandenen Spuren erinnern an beschlagene oder tauende Oberflächen und erzeugen den Eindruck eines Moments unmittelbar nach dem Schmelzen – als wäre die Abwesenheit des Eises noch sichtbar. missing glaciers – missing me versteht den Gletscherschwund nicht allein als Umweltproblem, sondern als Verlust von Erinnerung, Orientierung und Identität. Die Ausstellung lädt dazu ein, über die Verbindung zwischen menschlicher Existenz und den sich verändernden Landschaften nachzudenken – und darüber, was mit uns geschieht, wenn das verschwindet, was lange als selbstverständlich galt.

Kulturverein Tublà da Nives Via Nives 6, Wolkenstein, BZ
Kleinformat
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Exhibitions
Montag, 29 Juni 2026 09:00-12:30 | 15:00 - 18:00
Es gibt Termine vom 12 Juni 2026 bis 12 Sep. 2026

Kleinformatige Werke besitzen eine besondere Qualität der Wahrnehmung: Sie verlangen Nähe, Aufmerksamkeit und Zeit. Fern jeder Monumentalität laden diese Arbeiten zu einer unmittelbaren Begegnung ein, bei der sich Details, Nuancen und gestische Spuren nach und nach erschließen. In ihrem begrenzten Format verdichten sich oftmals ganze Bildwelten, Gedanken und Emotionen, die den Betrachter auf überraschend intensive Weise ansprechen. Die Ausstellung vereint kleinformatige Arbeiten der von der Galerie vertretenen Künstlerinnen und Künstler und verdeutlicht, wie das reduzierte Format einen besonderen Raum für Konzentration, Verdichtung und künstlerische Forschung eröffnen kann. Trotz der Vielfalt an Ausdrucksformen, Techniken und individuellen Positionen verbindet die ausgestellten Werke die Fähigkeit, visuelle Erfahrungen auf engem Raum zu bündeln und zu einer entschleunigten, aufmerksamen Betrachtung einzuladen. Das Kleinformat erweist sich dabei nicht als Begrenzung der Dimension, sondern als bewusste künstlerische Entscheidung, die eine intime und unmittelbare Beziehung zwischen Werk und Betrachter ermöglicht.

Galerie Alessandro Casciaro Kapuzinergasse, 26/A, Bozen, BZ
RELATIONES. Fotografische Erkundungen des Dazwischen
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Exhibitions
Montag, 29 Juni 2026 10:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 27 Juni 2026 bis 31 Aug. 2026

Unruhig ist unser Herz, bis es Ruhe findet in dir — schrieb Augustinus von Hippo. Aus dem theologischen Kontext gelöst, bleibt eine anthropologische Wahrheit: Der Mensch ist kein in sich ruhendes Wesen. Er ist ausgerichtet auf ein Außen — auf den Anderen, auf die Welt, auf das, was ihn übersteigt. Achtzehn fotografische Positionen erkunden dieses Dazwischen: zwischen zwei Menschen, zwischen dem Einzelnen und der Welt, zwischen dem Ich und dem, was es trägt oder erschüttert. Mit: Anna Anvidalfarei, Julia Bornefeld, Florian Borkenhagen, Karin Ferrari, Michael Fliri, Werner Gasser, Heinz Innerhofer & Christina Auer, Giancarlo Lamonaca, Katharina Mayr, Sissa Micheli, Anuschka Prossliner, Karin Schmuck, Michael Schmücking, Othmar Seehauser, Tiberio Sorvillo, Nicole Weniger, Gustav Willeit, Marko Zink. Kuratiert von Sandra Mutschlechner Jury des Open Call: Lorenzo Brivio, Sandra Mutschlechner, Paul Renner, Marialuisa Schmid

Kloster Neustift - Engelsburg Stiftstraße, 1, Vahrn, BZ
TRIENNALE KLAUSEN 1 MENSCH SEIN
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Exhibitions
Dienstag, 30 Juni 2026 09:30-12:00 | 15:30 - 18:00
Es gibt Termine vom 16 Juni 2026 bis 07 Nov. 2026

Zeitgenössische Kunst im öffentlichen Raum / Kulturveranstaltung mit inklusiven Aspekten Die Triennale Klausen 2026 ist eine fünfmonatige, öffentlich zugängliche Kunst- und Kulturveranstaltung, die zeitgenössische künstlerische Positionen im öffentlichen Raum der Gemeinde Klausen integriert. Insgesamt fünf Orte im öffentlichen Raum sowie das Stadtmuseum Klausen werden in das Ausstellungskonzept eingebunden. Öffentlichen Raum Fünf Hauptkünstler bilden das künstlerische Fundament der Triennale: Christian Gufler, Lukas Mayr, Patrick Obkircher, Bernhard Reiterer, Florian Tschurtschenthaler. Jeder Künstler entwickelt eine eigenständige, ortsspezifische Arbeit an einem festgelegten Standort im Gemeindegebiet. Stadtmuseum Marlies Baumgartner, Rebekka Frei, Markus Gasser, Sophie Lazari, Paul Moroder dë Doss, Lissy Pernthaler, Albin Portner, Florian Prünster, Evelyn Rier, Matthias Sieff, Ariel Trettel, Vera Überbacher. Dazu zählen Malerei, Skulptur, Performance, Lyrik und musikalische Formate. „Una boccata d’arte“ Eröffnung: 10.6.2026 Ergänzt wird die Triennale vom Projekt „Una boccata d’arte“, ein italienweites Projekt, das vom Verein „I Borghi più belli d’Italia“ gefördert wird, dem auch Klausen angehört. Dort wird in Zusammenarbeit mit dem italienischen Künstler und Forscher Francesco Alberico (Pescara, 1996), der sich in seiner Arbeit zwischen Skulptur, Performance und Zeichnung mit der Beziehung zwischen Imagination und öffentlichem Raum beschäftigt, ebenfalls der öffentliche Raum in der Oberstadt bespielt.

Stadtmuseum Klausen Frag 1, Klausen, BZ
SOLASTALGIA Sofia Melluso und Gianluca Concialdi
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Exhibitions
Dienstag, 30 Juni 2026 10:00-13:00 | 15:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 22 Mai 2026 bis 25 Juli 2026

kuratiert von Francesca Verga und Zasha Colah Am 21. Mai 2026 eröffnet in der Ar/Ge Kunst die Ausstellung Solastalgia Sofia Melluso und Gianluca Concialdi. Sie befasst sich mit den Veränderungen von Orten unter dem Druck des globalen Tourismus. Ausgehend von Palermo und in Abstimmung auf dem Bozner Kontext, nimmt das Projekt die Gestalt einer friggitoria-bar an, einer Frittier-Bar, die als ein vielschichtiges Dispositiv verstanden wird. Sie bleibt in der Schwebe zwischen künstlicher Konstruktion und alltagsbezogenem Wissen, wobei Skulpturen, Texte und Installationen zum Nachdenken über Ökonomien der Aufwertung und ihre materiellen und symbolischen Auswirkungen anregen. Zwischen Verführung und Verwertung, Folklore und Branding bewegt sich die Ausstellung im Raum der „Solastalgie“: jenem Gefühl des Verlusts, das sich einstellt, wenn man an einem Ort bleibt und dieser zwar weiter besteht, ganz allmählich aber aufhört, mit sich übereinzustimmen. Sofia Melluso (Palermo, 1992) ist eine bildende Künstlerin, deren Schaffen verschiedene Ausdrucksformen umfasst und sich dabei zwischen Keramik, Zeichnung, Schrift und Fotografie bewegt. Ihre künstlerische Forschung erstreckt sich zudem auf den kollektiven, prozesshaften und transdisziplinären Bereich und hinterfragt Machtsysteme und Dynamiken der Repräsentation, die Subjektivität, Sprachen und Territorien prägen. Sofia Melluso gehört dem 2020 gegründeten Kollektiv ৺ ෴ ර ∇ ❃ ̅ ̅ an, mit dem sie einen unabhängigen Kunstraum in Palermo betreibt. Gianluca Concialdi (Palermo, 1981) lebt und arbeitet in Palermo und widmet sich vor allem abstrakter Malerei und experimentellen Materialien. Seine Praxis verschränkt Malerei, Schrift und Installation: Er gestaltet Doppelbilder auf Papier und verdichtet sie anhand von Collagen, Gouache und Sprühfarbe, wobei sich urbane Geschichten, Irrungen und Wirrungen sowie Ironie überlagern in einer Bildsprache, die sich gewohnten Betrachtungsweisen entzieht. Das Prinzip der Doppelung ist den Werken selbst eingeschrieben – mit einer verborgenen und einer sichtbaren Seite – ebenso wie den Werktiteln der Interventionen, die oftmals poetisch und widersprüchlich sind.

Ar/Ge Kunst Museumstraße, 29, Bozen, BZ
STAUB
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Exhibitions
Dienstag, 30 Juni 2026 10:00-13:00 | 16:00 - 19:00
Es gibt Termine vom 05 Juni 2026 bis 15 Aug. 2026

Mit Werken von Alice Ahad, Jasmine Deporta, Jörg Hofer, Lois Weinberger und einem Interview von Alexander Kluge sowie Objekten aus der Sammlung der Hofburg Brixen Kuratiert von Michaela Stolte (Kuratorin am Stadt- und Multschermuseum Sterzing und freischaffende Dramaturgin) Staub ist unser ständiger Begleiter. Mit Handschuhen und Hudern kämpfen wir gegen ihn an – dabei ist er so reich und vielgestaltig wie das Leben selbst. Die Stadtgalerie Brixen widmet dem Störenfried nun eine Ausstellung, die am Donnerstag, 4. Juni 2026 um 19 Uhr eröffnet wird. Die Schau versammelt zeitgenössische künstlerische Positionen, in denen Staub in seiner fast unendlichen Wandlungsfähigkeit sichtbar wird: als Material, das Grenzen überschreitet, Spuren speichert und Neues hervorbringt. Staub entsteht immer und überall. Beim Bauen, Pflügen oder Autofahren ebenso wie in der Natur: Vulkane, Wüsten, Pflanzen und Ozeane produzieren unablässig kleinste Partikelchen. Oft ist er unerwünscht, bildet ein hygienisches, gesundheitliches und nicht zuletzt ästhetisches Problem. Aber Staub ist auch ein Grundstoff: Er macht den Himmel blau und ermöglicht die Bildung von Wolken. In jedem Regentropfen wohnt ein kleines Teilchen. Staub erzählt Geschichten vom Alltag ebenso wie vom Ursprung des Universums. In der Ausstellung thematisieren die Fotografien der Südtiroler Künstlerin Jasmine Deporta das Phänomen des Lichts, das erst durch die Streuung an kleinsten Partikeln sichtbar wird. Staub erscheint hier nicht direkt, sondern wird atmosphärisch erfahrbar. In Lois Weinbergers „Mobile Garden“ wachsen Pflanzen aus scheinbar lebloser Erde. Das Werk verweist auf das Potential von Keimung und Transformation – und auf Staub als Ursprung neuen Lebens. Seit jeher ist er zudem Teil künstlerischer Praxis: Als Pigment bildet Staub die Grundlage von Farbe und Malerei. Jörg Hofer gibt seinen Bildern zudem mit Marmorstaub, der beim Abbau des Laaser Marmors entsteht, eine unverwechselbare Struktur. In den Arbeiten von Alice Ahad wird Hausstaub zum Träger von Zeit und Erinnerung. Als „Kollektiv von Fragmenten“ sammelt und bewahrt er Spuren und wird zu einem aktiven Gefüge von Geschichte, Identität und Transformation. Die Ausstellung thematisiert außerdem die religiöse Dimension von Staub und zeigt Objekte aus der Sammlung der Hofburg Brixen.

Stadt Galerie Brixen Große Lauben, 5, Brixen, BZ
Solo im Ensemble II_Humana Identitas
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Exhibitions
Dienstag, 30 Juni 2026 11:00-17:00 |
Es gibt Termine vom 06 Juni 2026 bis 01 Aug. 2026

Solo im Ensemble 2 3 Ausstellungen vereint zu einem Ensemble Marlies Baumgartner, Heinz Innerhofer, Markus Moling HUMANA IDENTITAS In einer Zeit, in der die Kommunikation zwischen uns Menschen zunehmend herausfordernd erscheint, geraten wesentliche Aspekte unseres Daseins leicht in den Hintergrund. Vielleicht gerade deshalb sollte sich die Kunst mit den grundlegenden Fragen unserer Existenz auseinandersetzen. Die Themen der menschlichen Existenz sind zeitlos und begleiten uns von Epoche zu Epoche, von Generation zu Generation. Obwohl wir uns ständig neu definieren, bleibt der Mensch doch immer Mensch. Die Herausforderungen, die mit unserer Vergänglichkeit, unserer Anpassungsfähigkeit, unserem Glauben und unserem Fortschritt einhergehen, machen unsere Existenz immer wieder aufs Neue spannend. Erst vor diesem Hintergrund treten auch die Spannungen unserer Gegenwart hervor – gelegentlich geprägt von Konflikten oder Kriegsberichten –, doch sie bilden nur einen kleinen Ausschnitt eines viel umfassenderen menschlichen Erfahrungsraums. Die Kernfragen bleiben für uns immer die gleichen, während sich die Umstände in unserer schnelllebigen Zeit rasant verändern. Zur Musik- und Bewegungs-Performance Ira-Arca für BassFlöte und Kontrabass, der Komponist Beat Furrer verwandelt die Instrumente in „Schatten eines Schattens“ und verschmilzt ihre klanglichen „Identitäten“ zu einer kaum erkennbaren Einheit. Aus dem Klang formt sich der Körper als Resonanzraum. Er folgt der Musik und löst sich im nächsten Moment von ihr, bewegt sich zwischen Hingabe und Widerstand. In ihm zeigt sich ein Werden: aus Einem entsteht ein Zweites – eine sich teilende, suchende Identität, die zwischen Verbundenheit und Autonomie oszilliert. Christina Auer (BassFlöte) und Riccardo Coelati Rama (Kontrabass) Bewegungs-Performance Marlies Baumgartner und Carmen Niederkofler Marlies Baumgartner geboren 1995, lebt und arbeitet in Vahrn. Nach der fünfjährigen Ausbildung mit „Maestro d'Arte" und „Matura" Abschluss an der „Cademia" in St. Ulrich absolvierte sie ein dreijähriges Studium an der „LABA" in Bildender Kunst und Malerei in Florenz. Heinz Innerhofer Studium an der ZeLIG – Schule für Dokumentarfilm und neue Medien, dann Kameraassistent bei verschiedenen Dokumentarfilmproduktionen. Abschluss und Diplom mit Auszeichnung an der Prager Fotoschule für angewandte und künstlerische Fotografie. Markus Moling geboren in Wengen 1973. Nach der Matura an der Kunstlehranstalt in St. Ulrich studierte er an der Accademia di Belle Arti in Florenz und an der Brera in Mailand, wo er 1996 das Diplom erlangte. Seit 1996 stellt er regelmäßig im In und Ausland aus.

SKB Artes Weggensteinstraße, 12A, Bozen, BZ
Dentro il Cubo
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Exhibitions
Freitag, 03 Juli 2026
Es gibt Termine vom 03 Juli 2026 bis 16 Aug. 2026

Wie können Kunst und Kulturinstitutionen dazu beitragen, Erfahrungen sichtbar zu machen, die oftmals am Rand des öffentlichen Lebens bleiben? Mit einem zweiteiligen Projekt zum Phänomen des sozialen Rückzugs von Jugendlichen bringt das Museion im Piccolo Museion – Cubo Garutti zeitgenössische Kunst, soziale Arbeit und partizipative Praktiken miteinander in Dialog. Das Projekt entsteht in Zusammenarbeit mit dem Verein La Strada – Der Weg Projektteam „Invisibili“ und geht aus der Begegnung von zeitgenössischer Kunst und sozialer Arbeit hervor. Es fügt sich in den Weg ein, den das Museion eingeschlagen hat, um Kulturinstitutionen als Orte des Zuhörens, der Begegnung und der Teilhabe zu stärken. Im Stadtviertel Don Bosco gelegen und nur wenige Schritte vom Sitz des Projekts „Invisibili“ entfernt, wird der Cubo Garutti zu einem Ort der Begegnung zwischen individuellen Erfahrungen, Gemeinschaft und Stadtgesellschaft. Der erste Teil, „Dentro il Cubo“ (3. Juli – 16. August 2026), zeigt eine Auswahl von Arbeiten, die von den am Projekt „Invisibili“ beteiligten Jugendlichen im Rahmen eines von Rita Mentzel geleiteten kunsttherapeutischen Prozesses geschaffen wurden. Zeichnungen, Malereien und weitere visuelle Arbeiten geben Einblicke in persönliche Erfahrungen, Vorstellungen und Ausdrucksformen, die nur selten im öffentlichen Raum sichtbar werden, und eröffnen neue Möglichkeiten der Kommunikation und Beziehung. Mit dieser Zusammenarbeit möchten das Museion und La Strada – Der Weg die Rolle der Kunst als Instrument des Zuhörens, der Verständigung und der Teilhabe erforschen. Ziel ist es, Erfahrungen sichtbar zu machen, die häufig im Verborgenen bleiben, und neue Formen von Nähe und Verbindung zu ermöglichen.

Cubo Garutti Sassaristraße 17b, Bozen, BZ
Theatrum Naturae – Die Bühne des Lebendigen
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Freitag, 10 Juli 2026 16:00-19:00 |
Es gibt Termine vom 10 Juli 2026 bis 10 Aug. 2026

Theatrum Naturae richtet den Blick auf das leise große Spektakel der Natur: auf Bewegungen, die oft unbemerkt bleiben, und auf Prozesse, die sich jenseits unseres eigenen Tempos entfalten. Seit jeher prägen Formen, Farben und Rhythmen der Natur die Kunst – nicht nur als Motiv, sondern als lebendiger Impuls für Wahrnehmung, Material und Idee. Die Schönheit von Kunst und Natur vermag uns in staunende Beobachter zu verwandeln. Gebannt stehen wir vor der zarten Anmut einer Landschaft, einer organischen Form oder den faszinierenden Entfaltungen von Flora und Fauna. Schönheit zeigt sich dabei nicht allein im Natürlichen, sondern ebenso in der schöpferischen Kraft der Kunst, universelle menschliche Erfahrungen sichtbar und sinnlich erfahrbar zu machen – und uns eine Ahnung von etwas Zeitlosem und Verbindendem zu schenken. Die Ausstellung eröffnet einen Raum, in dem Kunst und Natur nicht als Gegensätze erscheinen, sondern als ineinander wirkende Kräfte. Dadurch erweitert sich unser Blick, und neue Perspektiven entstehen. Natur und Kultur treten heute zunehmend in hybriden Konstellationen auf: als Bestandteile eines komplexen Gefüges wechselseitiger Beziehungen und Einflüsse. Die gedanklichen Voraussetzungen vieler zeitgenössischer Kunstformen sind eng mit Fragen nach Ökologie, Materialität und Lebensformen verwoben. Natur, Zivilisation und Kultur lassen sich daher weniger als getrennte Sphären, denn als vielfältig interagierende Systeme begreifen. Ihre Grenzen sind porös geworden. Der Philosoph Bruno Latour schlug deshalb vor, den Begriff der „Natur“ durch die Einheit von „Natur/Kultur“ zu ersetzen. Während Natur oft als spontan, ursprünglich und vollkommen erscheint, ist Kunst Ausdruck von Reflexion, Technik und gestalterischem Willen. In der zeitgenössischen Kunst tritt Natur jedoch nicht mehr bloß als dargestelltes Objekt auf, sondern zunehmend als Mitgestalterin: in sich wandelnden Strukturen, in Prozessen des Wachsens und Vergehens sowie im Spiel von Licht, Bewegung und Zeit. Die gezeigten Arbeiten greifen diese Qualitäten auf und übersetzen sie in unterschiedliche künstlerische Sprachen. Der Mensch selbst ist Teil der Natur. Bereits seit der Antike wird sie als Lehrmeisterin verstanden, deren Gesetzmäßigkeiten erforscht und interpretiert werden. Theatrum Naturae untersucht, wie zeitgenössische Kunst neue Formen der Naturwahrnehmung hervorbringt und sich zugleich mit ökologischen, wissenschaftlichen und gesellschaftlichen Fragestellungen auseinandersetzt. Erst wenn die Erde als grundlegende Bedingung menschlichen Lebens anerkannt wird – zugleich aber als ein System, das dem Menschen nicht verpflichtet ist –, lässt sich die tiefgreifende Beziehung zwischen Natur und Kultur in ihrer ganzen Dimension erfassen. Ausstellende Künstler*innen: Karoline Gacke, Hanna Battisti, Hans Finezza, Julia Bornefeld, Kristina Weiss und Egon Digon Karoline Gacke Karoline Gackes Arbeiten sind keine Abbilder einer äußeren Realität, sondern Ausdruck dessen, was sich im Verlauf der Zeit wahrnehmen und erspüren lässt. Ihre Malerei folgt keinem festgelegten oder bis ins Detail geplanten Entwurf. Ausgangspunkt ihrer Werke ist vielmehr ein Impuls, eine vage innere Vorstellung. Im Prozess des Malens entwickeln sich die Bilder Schritt für Schritt vor ihren Augen – Geste für Geste, geleitet von etwas schwer Fassbarem: dem Unbewussten, einer inneren Stimme oder dem Instinkt. Hanna Battisti Mit ihren künstlerischen Fotografien erweitert Hanna Battisti die Ausstellung um eine Reflexion über die Schönheit und zugleich die Zerbrechlichkeit der Natur. Im Mittelpunkt steht die Vielfalt von Tier- und Pflanzenwelt in ihren jeweiligen Lebensräumen. Für die Künstlerin bedeutet die Darstellung der Natur vor allem, jene Emotionen sichtbar zu machen, die in der Begegnung mit dem Nicht-Menschlichen entstehen. Ihre Arbeiten schaffen meditative Momente und würdigen die Komplexität und Eigenständigkeit der natürlichen Welt. Hans Finezza Die Werke von Hans Finezza eröffnen neue Perspektiven auf Landschaft und Wahrnehmung, indem sie dasselbe Motiv aus unterschiedlichen Blickwinkeln zeigen. Dadurch entsteht ein Moment der Verfremdung, das tradierte Vorstellungen klassischer Landschaftsdarstellung infrage stellt. Seine Arbeiten laden dazu ein, diese lebendigen und komplexen Ökosysteme nicht nur zu betrachten, sondern in sie einzutauchen. Die daraus entstehende Irritation wird zur metaphorischen Aufforderung, den Blick für das Unbekannte zu schärfen und eine bewusste Haltung einzunehmen. Kristina Weiss Kristina Weiss erzählt unausgesprochene Geschichten und erschafft imaginäre Orte. In ihren Kompositionen begegnen sich Sichtbares und Unsichtbares, Präsenz und Abwesenheit, Verdichtung und Leere. Ihre feinen Pinselstriche entwickeln organisch wirkende, beinahe höhlenartige Strukturen mit eigenem Rhythmus und Eigenleben. Aus der Distanz erscheinen die schmalen Bahnen ihrer Arbeiten paradox und vieldeutig. Ihre Bildwelten folgen keiner eindeutigen Erzählung; die Allegorien bleiben fragmentarisch und offen. Sie wirken wie gegenseitige Ergänzungen – niemals abgeschlossen, stets auf der Suche nach einem Gegenüber. Julia Bornefeld Bornefeld nähert sich dem Thema des „Natürlichen“ durch intensive visuelle Eindrücke und vielschichtige Bildwelten. Mit einem zugleich ironischen und bitteren Unterton verknüpft sie diese mit gesellschaftlichen Fragestellungen unserer Gegenwart und richtet den Blick auf ein hochaktuelles Spannungsfeld. Im Zentrum ihrer Arbeiten steht die Beziehung zur „natürlichen Natur“ — der Versuch, sie durch Vorstellungskraft zu erfassen und den unterschiedlichen Formen biologischen Lebens eine Ordnung zu geben. Zugleich unterläuft die Künstlerin diesen Ansatz bewusst und provokativ: Durch die Konstruktion vollständig künstlicher Szenarien sowie die Bearbeitung neuer technischer Materialien verweist sie auf jene para-natürlichen Lebensräume, die unseren Alltag zunehmend prägen. Ihre Werke bewegen sich damit im Spannungsfeld zwischen Natur, Künstlichkeit und gesellschaftlicher Realität. Egon Digon Egons Assemblagen bewegen sich im Spannungsfeld zwischen organischem Wachstum und konstruktiver Ordnung. Durch die Verbindung von fein gearbeiteten Holzskulpturen mit architektonischen Fragmenten und industriellen Relikten entstehen Werke, in denen das Verhältnis von Natur und Kultur neu verhandelt wird. Die Natur erscheint dabei nicht als romantischer Gegenentwurf zur Zivilisation, sondern als autonome Kraft, die bestehende Ordnungen durchdringt und transformiert. Blüten, Ranken und vegetabile Strukturen entfalten sich innerhalb technischer Gefüge und architektonischer Überreste. In diesem Zusammenspiel von Verfall und Erneuerung thematisieren die Arbeiten sowohl die Beharrlichkeit natürlicher Wachstumsprozesse als auch die Fragilität menschlicher Konstruktionen. So werden Vergänglichkeit und Beständigkeit, Widerstand und Wandel gleichermaßen sichtbar.

Vijion Art Gallery St. Ulrich Vijion Art Gallery Pontives 28 39046 St. Ulrich Gröden, St. Ulrich, BZ
Hermann Josef Runggaldier. Zwischenräume
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Exhibitions
Freitag, 24 Juli 2026 10:00-18:30 |
Es gibt Termine vom 24 Juli 2026 bis 30 Sep. 2026

„Zwischenräume“ versammelt Werke des Südtiroler Bildhauers Hermann Josef Runggaldier, die sich im Spannungsfeld von Mensch und Natur entfalten. Seine reduzierten Figuren und materialbetonten Arbeiten bewegen sich im Dazwischen: zwischen Nähe und Distanz, Sichtbarkeit und Verbergen, Körper und Raum. Runggaldiers Werke eröffnen Räume der Wahrnehmung, die sich erst im Umschreiten und im Wechsel der Perspektiven erschließen. So wird Skulptur zum Erfahrungsraum – ein Ort, an dem sich das menschliche Dasein im Dialog mit natürlichen Prozessen manifestiert.

Hofburg Brixen Hofburgplatz, 2, Brixen, BZ
Ergebnisse 26 – 37 von 37

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