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Spinnradfahren - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Ein Projekt von Circolo – Kreis für Kunst und Kultur und Wegmacher Klobenstein

Über Austausch und Annäherung


Niemand lebt komplett in der eigenen Blase. Obwohl eine Gerade sich mit einer Kurve niemals kreuzt, sondern nur tausendfach annähert, ist hier der Grad schmal zwischen Konfrontation, Kommunikation und Gleichstellung. Berührungspunkte zwischen Künstler*innen jeglicher Art und zwischen Kulturinstitutionen unterschiedlicher Orte schaffen einen synergetischen Kreislauf, von der beide Parteien profitieren. Nicht nur die Kunst und das Publikum müssen miteinander in Verbindung gebracht werden, sondern auch die Möglichmacher*innen von Kunst und Kultur.
Gröden – Ritten, die Luftlinie zwischen diesen Ortschaften (spezifisch handelt es sich um die Dörfer St. Ulrich in Gröden und Klobenstein auf dem Ritten) ergibt einen Abstand von 17 km, Meeresspiegelunterschied ca. 100 Meter. An sich keine großen Distanzen und doch herrscht jeweils ein anderes künstlerisches Klima. Der Circolo in Gröden geht mit seinen über hundert Jahren Bestehen eine Symbiose mit dem seit kurzem (im Vergleich) gegründeten Kulturverein Wegmacher auf dem Ritten ein. Es ist ein Austausch, welches seinen Ursprung in dem Wunsch nach einem Ortschafts- und Raumwechsels, bzw. nach Kontextänderung hat. Die Verbindung der beiden Vereine untereinander ist auch daher gegeben, da manche Mitglieder oder ehemalige Mitglieder zueinander Bezug haben. So hat z.B. die Co-Organisatorin des Vereins Wegmacher, Clara Mayr, für eine Zeit lang in St. Ulrich gelebt als sie dort die Berufsfachschule für Holzbildhauerei besuchte. Diego Perathoner, der sehr lange für den Circolo tätig war, ist schon länger mit den Künstler*innen der Wegmacher in Kontakt und stellt heuer seine Werke dort aus.
Das Projekt „gemeinsam spinnradfahren“ stellt eine zweigleisige Ausstellung dar mit den jeweiligen zwei Austragungsorten, jedoch mit der Eigenheit, dass die Kuration der beiden Ausstellungen der jeweils anderen Kulturinstitution überlassen wurde. Die Räumlichkeiten in St. Ulrich, Antoniusplatz 102, werden für Wegmacher für eine erlesene Schau mit Werken der Künstler*innen Cornelia Lochmann, Sophie Makil, Fanni Fazekas und Maximilian Thiel bereitgestellt. Diese Ausstellung mit dem Titel „gemEinsam“ eröffnet am 01. Juli um 20.30 und bleibt bis zum 10. Juli geöffnet. Hier trifft die Kunst den Zahn der Zeit, da verschiedene künstlerische Medien untereinander interagieren. Cornelia Lochman wird ergänzend zu ihrer malerischen Arbeit ausnahmsweise eine Performance zeigen, die das Spinnradfahren aufgreift. Sophie Makil zeigt eine Serie von Bildern - Farben, Muster und Fantansiefiguren. Fanni Fazekas zeigt eine Installation mit dem Titel “Lagerfeuer”, das Lagerfeuer ist ein “gemEinsames” Symbol für sie. Maximilian Thiel zeigt eine Serie von Druckgrafiken. Der Titel, der im Entstehen begriffenen Serie ist “a history of violence” und befasst sich in kleinformatigen surrealen Bildteppichen mit der Entstehung von kultureller Identität und dem konfliktiven Potential von Kultur und Religion. Bei der Eröffnung am 01.07.22 im Circolo in St. Ulrich gib es Musik von Luthy und Niko.

Für die Ortschaft des Wiesenhofes, Kemater Str. 21 in Klobenstein, hatte der Circolo einen open call ausgeschrieben, der an Künstler*innen und Kulturschaffende aus Gröden und den umliegenden Ortschaften gerichtet war. Herauskristallisiert haben sich 10 herausragende künstlerische Positionen. Die Teilnehmer*innen haben sich für den Zeitraum vom 08. – 16. Juli bereitgestellt, auf dem Wiesenhof zu arbeiten und ihre Werke am 16. Juli bei einer größeren Veranstaltung mit Livemusik zu präsentieren. Das Event ist in Form eines Symposiums aufgestellt und bietet den Teilnehmer*innen die Möglichkeit sich mit der Umgebung auseinanderzusetzen. Es können Arbeiten entstehen, welche als Objekt im Raum präsentiert werden, freistehende Installationen und Skulpturen im Außenbereich der Grünflächen oder als Intervention in der Natur im Stile der Land Art. Dieses Symposium steht in der Tradition der zweijährig stattfindenden Holzbildhauersymposien, welche der Circolo einst auf Juac und später auf Ciampinoi organisierte. Um der großen Vielfalt der Künste die Möglichkeit zu geben sich hier zu beteiligen, wurde dieses Jahr den für die üblichen Symposien unerlässlichen Holzstamm gestrichen. Der Ausschuss des Circolo begreift das Ineinanderfließen der unterschiedlichen Kunstdisziplinen als große Chance für ein integrales Kunstverständnis, zumal sich Teilnehmer*innen unterschiedlicher Sparten sich untereinander austauschen und inspirieren können. Dieses Event kommt zustande dank der regen Beteiligung der jungen und älteren Generation in Gröden und zählt zu ihren Teilnehmer*innen etablierte Künstler wie Arnold Holzknecht, Ivo Piazza, Aron Demetz oder Markus Delago, sowie die youngsters der Szene, wie Sophie Eymond, Leonora Prugger, Felix Mahlknecht, Céline Silbernagl, Diego Perathoner oder Valeria Stuflesser. Der Titel der Ausstellung und des Symposiums lautet „spinnradfahren“ und stellt eine fantastische Welt, in der originelle Geschichten auf künstlerischer Weise erzählt werden, dar. Wir sind gespannt, wie die Werke innerhalb dieser Woche entstehen und laden die Besucher*innen dazu ein, den Entstehungsprozess mitzuverfolgen. Am Samstag, 16. Juli findet die Finissage statt und empfängt die Besucher*innen mit einem abwechslungsreichen Programm an Musik unterschiedlicher Stile.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 08 Juli 2022 bis 16 Juli 2022

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