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Da lontano era un'isola - Veröffentlicht von martin_inside

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Event-Informationen

Unter dem Titel Da lontano era un isola (Von weitem war es eine Insel) vereint Kunst Meran zu Beginn der Ausstellungssaison drei Einzelpräsentationen auf jeweils einem Stockwerk des Museums.

1938 besuchte Bruno Munari (1907 - 1998 in Mailand), der italienische Künstler und Designer, den futuristischen Keramiker Tullio Mazzotti im ligurischen Albissola. In diese Zeit sammelte Munari am Meer einige Steine, die er anschliessend zu Hause untersuchte. Diese Untersuchungen veröffentlichte er 1971 in einem Buch, Da lontano era un'isola

Die Untersuchungen ihres eigenen Arbeitsmaterials, das Experimentieren damit und die Aufforderung an das Publikum, die eigene Wahrnehmung immer wieder zu hinterfragen, kann als eine Gemeinsamkeit der drei eingeladenen Künstler*innen gesehen werden. Ebenso entstehen alle Werke in engem Dialog mit dem Ausstellungsraum: Sie passen sich der Umgebung an oder setzen sich ihr entgegen, bestehende Objekte und Installationen werden dem Raum entsprechend umformuliert oder können neu kombiniert werden.

So sind etwa die Visualisierung von Prozessen und zeitlichen Abläufen, die Anregung zur bewussten Wahrnehmung von Räumen und das Nachdenken über in der Natur vorhandene Kräfte die Grundgedanken der Arbeiten von Katinka Bock (*1976 in Frankfurt am Main, lebt in Paris). In ihren Keramik- und Bronzeobjekten nimmt sie häufig charakteristische Formen und Dinge aus der Umgebung des Ausstellungsortes auf: Teile von Pflanzen etwa, die sie in ihrem ganz eigenen Giessverfahren in die Bronzeobjekten einschliesst und so die Natur Teil ihrer Skulpturen werden lässt. Auch in ihren Installationen, bei denen sie häufig mit prekären Materialien wie (ungebranntem) Ton, Wasser, Sand oder Holz arbeitet, gelingt es ihr, die Außenwelt ins Museum hinein zu lassen.

Die Skulpturen von Giulia Cenci (*1988 Cortona, lebt in Amsterdam) breiten sich oft wie eine vergessene Landschaft im Ausstellungsraum aus. Formen und Strukturen – aus industriellen und organischen Materialien wie Kabel, Plastik, Metallreste, Holz, Asphalt – gruppieren und verlieren sich im Raum. Sie lösen vielseitige Assoziationen aus, lassen sich aber nie auf eine einzige Definition festlegen. Die Arbeiten von Cenci vermitteln den Eindruck von einer provisorischen, fliessenden, sich ständig im Wandel befindenden Anordnung, in der sich die Besucher*innen bewegen und stets ihre Betrachtungsweise anpassen und ändern müssen. Tatsächlich entwickelt und adaptiert Giulia Cenci auch ihre Arbeiten je nach Ausstellungssituation wieder neu, schafft neue Abfolgen und Narrationen zwischen Objekten und Raum.

Philipp Messner (*1975 in Bozen, lebt in München) untersucht in seinen Arbeiten die Beziehung zwischen Objekt und Betrachter*innen. In seiner Aktion „Clouds“ – liess Messner 2016 die Südwiese der Alten Pinakothek in München mit eingefärbtem Kunstschnee beschneien. So thematisiert er nicht nur eindrücklich unsere Vorstellungen von Künstlichkeit und Natur, sondern schafft gleichzeitig ein malerisches, begehbares Feld. Ähnlich fordert Philipp Messner in seinen jüngsten Arbeiten unsere Sehgewohnheiten heraus, in dem er Marmorfragmente mit Farbpigmenten bearbeitet und so irritierend- faszinierende Kompositionen entstehen lässt, die sich irgendwo zwischen Malerei und Skulptur definieren und über Materialität nachdenken lassen.

In ihrem unterschiedlichen Umgang mit den Eigenheiten ihrer Materialien und den Strukturen der Ausstellungsräume lassen Katinka Bock, Giulia Cenci und Philipp Messner auf jedem Stockwerk eine neue Insel entdecken.

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Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 16 März 2019 bis 16 Juni 2019

Notizen über die Uhrzeiten :

So/dom h. 11.00 - 18.00

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