von Marie Jones
mit: Brigitte Knapp, Sabine Ladurner
Regie: Torsten Schilling
Ausstattung: Kerstin Kahl
Franzi und Lore sind Gemeindepflegerinnen und wie immer pleite. Wie jeden Monat sollen sie auch diesmal wieder für den 84jährigen Davy seine Rente von der Bank abholen. Aber diesmal ist Davy tot. Abheben oder nicht abheben, das ist hier die Frage…
Diese schwarze Komödie von Marie Jones stellt mit Witz, Tempo und empathischer Menschenkenntnis die Misere des unterbezahlten Pflegerinnen-Daseins dar und hinterfragt gleichzeitig auch unsere Werteskala in Sachen Tod.
Was als harmlose Schummelei beginnt, entwickelt sich zu einer grotesk-dramatischen Kriminalkomödie, die sich nicht scheut, Schwächen zu entblößen und Moralvorstellungen auf den Kopf zu stellen.
Ein Gastspiel des Metropoltheaters München
Hasnain Kazim, geboren 1974 in Oldenburg, ist Sohn indisch-pakistanischer Eltern. Dass er als Journalist, der in Medien mit großer Reichweite über heikle Themen schreibt und einen fremd klingenden Namen trägt, wütende Post bekommt, ist leider nicht überraschend. Aber anstatt die hasserfüllten, oft rassistischen oder islamfeindlichen Ergüsse von „richtigen Deutschen“ wie „Heinz K.“, „Maria gegen Scharia“, „HermannTheGerman“ oder „Siegfried Drachentöter“ einfach wegzuklicken, antwortete Kazim schlagfertig und witzig darauf. Denn den Schwachsinn im eigenen Postfach wollte er nicht unkommentiert lassen. Immer wieder ergaben sich erhellende Dialoge daraus. Mit seinen Kommentaren eroberte sich Kazim eine große Fangemeinde in den sozialen Medien und wurde zum Bestseller-Autor. Heute lebt er in Wien und schreibt neben Büchern weiterhin für Medien wie ZEIT, Süddeutsche Zeitung oder taz. Jochen Schölch hat Auszüge aus Hasnain Kazims Buch „Post von Karlheinz“ auf die Bühne des Metropoltheaters gebracht: Wie ein Orchester mit Notenpult und Blockflöten bewaffnet, treten Thorsten Krohn, Thomas Schweiberer, Bijan Zamani und Lucca Züchner zur Sprech-Oper an, in der messerscharfer Humor Hass und Hetze trotzt.
Meraner Kabarett Tage 2026. in deutsch-österreichisch-schweizerischer Satire-Abend über erklärte Lieblingsfeinde!
EIN EXKLUSIV-PROGRAMM DER MERANER KABARETT TAGE 2026
An diesem Abend weitet sich der Blick auf die „Lage der Nation“ zu einem Panorama aus der 3-Länder-Perspektive. Drei renommierte Kabarettist*innen zeigen Ausschnitte aus ihren aktuellen Programmen und wagen bei einem satirischen Gipfeltreffen den Blick über den nationalen Tellerrand. Was läuft schief in der Schweiz? Woran krankt Deutschland? Wo hakt es in Österreich? Warum funktioniert im einen Land ausgerechnet das, was im anderen verboten ist? Warum schauen die einen auf die anderen herab, machen dort aber gerne Urlaub? Wieso verachten die anderen die einen, kaufen aber ständig dort ein? Und gibt es doch mehr Gemeinsamkeiten als den langweiligen „Tatort“ am Sonntagabend?
Thomas Maurer (Wien) erklärt, was die AFD von der FPÖ lernen kann. Jane Mumford (Zürich), schweizerisch-englische Kabarettistin, Musikerin und Autorin, verrät, was in der Schweiz schiefläuft, und der gebürtige Münchner Jess Jochimsen wird den Abend moderieren und die Südtiroler Perspektive nicht vergessen. Schließlich ist seine Mutter in Meran geboren und aufgewachsen.
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