Lara Stoll (CH) – der charmante Poetry-Punk
“Volume 5“ – die Rückkehr!
Der Titel passt wunderbar! Für die grandiose Poetry-Slammerin ist es tatsächlich eine Rückkehr. Eine Rückkehr nach Meran. 2019 war sie Gast der allerersten Kabaretttage, und die hierzulande kaum bekannte Lara Stoll ließ ein ebenso staunendes wie begeistertes Publikum zurück. Überraschung war es keine, denn eine Woche vor ihrem Meran-Gastspiel erhielt die damals 31jährige den Deutschen Kleinkunstpreis (als Schweizerin!).
Mittlerweile sind 6 Jahre vergangen und weitere Auszeichnungen dazu gekommen (u. a. Salzburger Stier 2021). Lara Stolls 5. Soloprogramm, “Volume 5 – Die Rückkehr”, ist eine Mischung aus Comedy und Poesie. Lara Stoll verbindet Tiefgründiges mit Absurdem, setzt sich mit dem Älterwerden ebenso auseinander wie mit den Herausforderungen im Straßenverkehr. Das Energiebündel aus dem Thurgau erzählt über das Leben in der Schweiz und wechselt dabei zwischen Kauderwelsch und messerscharf geschliffenen Sätzen. Zum Ausflippen!
“Irmgard Knef: Noch da! 100 Jahr, blondes Haar“
Eines vorneweg: Hildegard Knef (geb. 1925) hatte keine Zwillingsschwester. Irmgard ist ein theatralisches, dramatisches Phantasieprodukt. Und: Die Dame auf der Bühne ist ein Mann, der Kabarettist Ulrich Michael Heissig.
Wenn die berühmte Hildegard Knef aber eine Zwillingsschwester gehabt hätte, wäre sie gewesen wie die Figur auf der Bühne. Sie hätte nicht gesungen „Für mich soll’s rote Rosen regnen“, sondern augenzwinkernd larmoyant „Auch ich wollt‘ Autogramme geben“. Die Geburtsstunde von „Irmgard Knef“ war 1999, und seither tut sie beides: singen und Autogramme geben. Mit Themen wie Politik, Religion, Alter und Sex hat sich Irmgard erfolgreich von ihrer viel berühmteren Schwester Hildegard emanzipiert. Und sie hat etwas geschafft, was Hildegard nicht gelungen ist, nämlich den Deutschen Kabarettpreis zu gewinnen. Oder hat ihn ihr männliches Alter Ego gewonnen? Irgendwie beide
Franzi und Lore sind Gemeindepflegerinnen und wie immer pleite. Wie jeden Monat sollen sie auch diesmal wieder für den 89jährigen Erwin seine Rente von der Bank abholen. Aber diesmal ist Erwin tot. Abheben oder nicht abheben, das ist hier die Frage…
Diese schwarze Komödie von Marie Jones stellt mit Witz, Tempo und empathischer Menschenkenntnis die Misere des unterbezahlten Pflegerinnen-Daseins dar und hinterfragt gleichzeitig auch unsere Werteskala in Sachen Tod.
Was als harmlose Schummelei beginnt, entwickelt sich zu einer grotesk-dramatischen Kriminalkomödie, die sich nicht scheut, Schwächen zu entblößen und Moralvorstellungen auf den Kopf zu stellen.
von: Marie Jones
mit: Brigitte Knapp, Sabine Ladurner
Regie: Torsten Schilling
Ausstattung: Kerstin Kahl
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