Die komische Seite einer Mathematiktragödie
Im zweisprachigen Theaterstück sind auf unterhaltsame Weise die Sprache des Theaters, der Mathematik, der Musik und der Wissenschaftsgeschichte vereint. Pythagoras eignet sich sehr zu dieser Art von Experimenten, denn er war einer der exzentrischsten und eklektischsten Persönlichkeiten der Antike. Nur die wenigsten wissen zum Beispiel, dass er bei den Olympischen Spielen gleich drei Mal die Goldmedaille in Boxen gewann. Als Philosoph und Mathematiker entdeckte er als erster die Gesetze, worauf die musikalische Harmonie gründet; diese Studien wurden erst 2000 Jahre später von Vincenzo und Galileo Galilei abgeschlossen. Die intellektuelle Vielschichtigkeit Pythagoras erfordert eine interdisziplinäre Zugangsweise, die in der Lage ist, die direkten Zusammenhänge zwischen den Zahlen, der Geometrie, der Musik, der Akustik, der Philosophie und der Sprache zu erkennen. Diese wird vom interaktiven Charakter des Theaterstücks gefördert, bei welchem das Publikum in eine Reihe von lustigen wissenschaftlichen Experimenten und paradoxhaften Beweisführungen mit einbezogen wird. Hauptanliegen der Show ist also, das Publikum dazu zu bewegen, die Themen der Wissenschaft bzw. der Naturphilosophie zu vertiefen. Aus diesem Grund ist die Vorstellung auch für Oberschüler geeignet.
Das Theaterstück “Pythagoras-Box” geht auf folgende Themen ein:
- das Pythagoras-Theorem
- die rationalen Zahlen und die tragische Entdeckung der irrationalen Zahlen
- die dichte Teilmenge Q, der Begriff der Zeit bei Platon und die rhythmische Wahrnehmung
- Grundlagen der Akustik: akustische Wellen und Schallausbreitung
- die pythagorische Entdeckung der numerischen Verhältnisse in der musikalischen Harmonie
- Anatomie des ersten Musikinstruments: die harmonische Stimme
Regie: Klaus Rohrmoser
Musik: Andrea Mazzacavallo
Es spielen und singen: Daniela Mair und Andrea Mazzacavallo