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Event-Informationen
T_Räume Vernissage Fr 04.04.2014, 18.30 Uhr Saluto: Albert Pürgstaller, Bürgermeister von Brixen, Stadtrat für Kultur Gianlorenzo Pedron, Vizebürgermeister, Stadtrat für Kultur i. S. Einführung: Christine Helfer
Gezeigt werden Werke von drei sehr unterschiedlichen zeitgenössischen Künstlerinnen, die in dieser Ausstellung mit dem Thema „Mensch sein“ miteinander in Dialog treten.
Führung
mit Prof. Marina Manfredi Sartor
Samstag 11.4.2026, 16 Uhr
Von den figurativen Zeichnungen von Demetz über die originellen Assemblagen von Grisi bis hin zu den abstrakten Werken auf Glas von Mayr: Kunsthistorikerin Marina Manfredi Sartor vertieft im Rahmen dieser Führung die Schwerpunkte der Ausdrucksformen der drei Künstlerinnen.
Führung in italienischer Sprache
OTTAVIA DEMETZ
Sie lebt und arbeitet in Sankt Ulrich. Sie ist gelernte Fassmalerin und hat unzählige Mal- und Zeichenkurse besucht, besonders für Aquarell. Inzwischen hält sie selbst Mal- und Zeichenkurse. In ihrer Freizeit steigt sie gerne allein in die Höhe, auf die umliegenden Almen, um zu zeichnen und zu malen. Das liebt sie. Das ist ihre Welt. Aber vor allem besucht sie regelmäßig das abendliche Aktzeichnen. Das Zeichnen am lebenden Modell ist von großer Bedeutung, denn hier entstehen Ottavias Werke. Sie zeichnet in einem unendlichen Prozess, immer neu, immer wieder, und arbeitet dabei wochenlang auf demgleichen Blatt Papier.
ANNAMARIA GRISI
Sie lebt und arbeitet in Azzago di Grezzana bei Verona. Grisis Werke zeigen Gesichter, Erinnerungen und Fragmente des Alltags, geschaffen aus einer Assemblage von Malerei und Textilien. In ihnen verschmilzt Ein fachheit mit intensiver Aussagekraft. Manche Landschaften verwandeln sich in Figuren und werden so zur Metapher für den Menschen und dessen Verhältnis zur Natur. Grisis Kunst lädt ein, Erinnerungen neu zu entdecken und in Einklang mit der Natur zu leben, um Zeit und Materie wieder ihren Wert zu verleihen.
ANNA MARIA MAYR
Sie lebt und arbeitet in Bruneck. Zu den Werken, die sie in dieser Ausstellung zeigt, schreibt sie: „Die abstrakten Farbkompositionen meiner Hinterglasbilder fordern auf, sich mit dem eigenen Menschsein auseinanderzusetzen. Da alle Bilder ohne Titel sind, tritt der Betrachter in unmittelbare Resonanz mit den Farben – ein freier Dialog, der Raum öffnet, um sich in eigenen Emotionen wiederzufinden“.
Durch die Geburt der Enkelkinder lernte ich neue starke Gefühle kennen. Enkelkinder sind nicht eigene Kinder. Das schafft Distanz und Klarheit. Das eigene Alter lässt die Kostbarkeit des Lebens neu erfahren. Das macht dankbar. Neues Leben ist nicht zu kontrollieren. Es erfüllt mit Demut, was sich hier einen Weg bahnt. Das Werden eines kleinen Kindes zu erleben, führt zu einem tiefen Gefühl der Verbundenheit. Menschen können auf vielerlei Weise Leben weitergeben. Auch Kunstwerke, Projekte und gesellschaftliche Bewegungen haben Vater und Mutter und ihren Geburtsweg. Sie wachsen, lösen sich ab und werden groß. Was bleibt sind Staunen und Liebe. Tief, berührend und ewig.
Guido Senoner Tinderla, geb. 1959 in Brixen, lebt in St. Ulrich; Kunststudium in Wien und Urbino; 1984–2024 Unterricht an der Kunst- und Mittelschule St. Ulrich; parallel ständige künstlerische Arbeit und seit 2024 Ausstellungen in Südtirol
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