Die Ausstellung „von draußen vom Walde / alberi d’artista“ analysiert anhand zahlreicher Arbeiten vorwiegend Tiroler Künstlerinnen und Künstler von 1920 bis heute die tiefe Beziehung des Menschen zum Wald. Aus den Wäldern kommen wir und die Trennungserfahrung des Menschen von der Natur wird zum Teil dadurch kompensiert, dass wir uns Bilder und Fotos von Wäldern und Bäumen in unsere Wohnungen hängen und so die als verloren empfundene Einheit wenigstens ästhetisch wiederherstellen. Der Wald als Metapher und Sehnsuchtsort und Bäume als Freunde und Lebensbegleiter des Menschen sind ein häufig wiederkehrendes Sujet der Landschaftsmalerei durch den Lauf der Jahrhunderte: romantisch, wild, bedrohlich, geheimnisvoll, identitätsstiftend, märchenhaft, bunt, undurchdringlich, mystisch, sentimental, seriell oder reduziert sind diese Bilder. Malerinnen und Maler formten mit ihren Arbeiten Muster der Wahrnehmung des Waldes und der Bäume, die bis heute unseren Blick auf sie prägen. Die Bandbreite der gezeigten Werke reicht vom Naturalismus über den Spätimpressionismus bis hin zu konzeptionellen Ansätzen und zur Abstraktion. Malerei, Fotografie und Skulptur verewigen Bäume als Beschützer und Schutzbefohlene des Menschen, „ von draußen vom Walde / alberi d’artista“ zeigt hierfür signifikante Positionen.
Mit Arbeiten von: Gotthard Bonell, Maurizio Boscheri, Robert Bosisio, Erich Dapunt, Franz Defregger, Josef Julius Durst, Emanuel Fohn, Martha Gross, Adina Guarnieri, Michael Höllrigl, Erika Inger, Alexander Koester, Medea Moroder, Josef Moroder-Lusenberg, Walter Moroder, Oskar Mulley, Elisabeth Oberrauch, Claudio Olivotto, Hubert Pardatscher, Karl Pferschy, Theodor Prachensky, Gregor Prugger, Christian Reisigl, August Rieper, Albino Rossi, Gottfried Seelos, Gustav Seelos, Roland Senoner, Max Sparer, Christian Stecher, Rudolf Stolz, Josef Telfner, Stefan Tschurtschenthaler, Andrea Varesco, Hans Weber Tyrol, Wolfgang Wohlfahrt.