Zehn künstlerische Positionen treten in dieser Ausstellung miteinander in Beziehung. Ihre Arbeiten erscheinen auf den ersten Blick sehr unterschiedlich und entstehen aus verschiedenen Erfahrungen, Beobachtungen und Denkbewegungen. Manche entwickeln sich aus der intensiven Betrachtung der Natur, andere aus konzeptuellen Fragestellungen oder aus der Auseinandersetzung mit gesellschaftlichen und räumlichen Strukturen. Und doch verbindet diese Arbeiten ein gemeinsamer Ausgangspunkt: die Zeichnung als unmittelbare Form des Denkens und Wahrnehmens. Die Linie wird dabei zum sensiblen Seismographen, der Bewegung, Zeit und Aufmerksamkeit sichtbar macht. In der Zeichnung bleibt der Entstehungsprozess spürbar – die Spur der Hand, das Zögern, die Entscheidung, die Verdichtung oder das Ver-schwinden einer Form.