Einloggen

Einloggen

Berge zwischen Mythos und Kommerz - Gruppenausstellung - Veröffentlicht von Vijion Art Gallery

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

Gefürchtet, ersehnt und beansprucht! Wie verändern menschliche Sichtweisen und Lebenseinstellungen die alpine Landschaft? Mit dieser Frage setzt sich die Gruppenausstellung „Berge zwischen Mythos und Kommerz“ auseinander und wagt dabei einen Blick in mögliche Zukunftsszenarien.

Einst war es das Urmeer Tethys, das vor ca. 100 Millionen Jahren als höchste Hochebene Europas aufgefaltet wurde. So präsentieren sich die 1.200 Kilometer langen Alpen heute: ein sehr gezähntes Gebirge mit Tälern, Almen und bis zu 4.800 Meter hohen Gipfeln. Wind, Wasser und Eis haben sie in einem kontinuierlichen Prozess gewandelt und geformt. Inzwischen ist der Mensch für einen immer größeren Anteil dieser geologischen Umformung verantwortlich. Von den ersten Agrargesellschaften vor beinahe 7.000 Jahren bis zum heutigen hochtechnisierten Skizirkus verändert der Mensch den alpinen Naturraum zusehends.

Lange Zeit mieden die Menschen die hohen Berge. Sie wurden als nutzloses und gefährliches Ödland betrachtet und dementsprechend gefürchtet. Nach und nach wurden diese einst unzugänglichen Regionen besiedelt und kultiviert. Nur die Gipfel waren für den menschlichen Lebensbedarf uninteressant. Das änderte sich im 18. Jahrhundert rasch. Der Berg ruft! Die ersten Gipfelstürmer machten sich auf, um die Alpen zu erkunden. Die Begierde, sich dem Unbekannten zu stellen und Furcht durch Vernunft und Forschung zu besiegen, führte nicht nur Alpinisten, sondern auch Naturforscher, Geologen und Humanisten in die zunächst grauenerregenden, aber auch unwiderstehlichen Gipfel des Hochgebirges.

Die Alpenbewohner sind zunächst äußerst erstaunt, dass Großstädter sich für ihre schroffe, unwirtliche Natur begeistern. Auf die erste Verblüffung folgt der Profitgedanke. Bereits der Philosoph Hegel beklagte sich Ende des 18. Jahrhunderts über die hohen Preise in den Alpenregionen. Die Bezwingung des Mont Blanc im Jahr 1787 markierte den Beginn des Alpinismus. Der Berg als allen offenstehender Raum wurde in den Alpen allmählich zum Zankapfel zwischen den Nationen, die dort ihren verbissenen Wettbewerb um Sieg und Macht austrugen.

Die Verbesserung des Straßennetzes gab der touristischen Entwicklung im Dolomitengebiet einen definitiven Schub. Der in Wien geborene Theodor Christomannos forcierte 1909 das kühnste Straßenprojekt jener Pionierzeit: die Dolomitenstraße, die Bozen mit Cortina und Toblach verband. Abgesehen von den beiden Weltkriegen hat sich der Tourismusansturm seitdem immer exponentiell gesteigert. Betrachtet man die jährliche Besucherzahl von 5.200 Touristen die in der Gemeinde St. Ulrich im Jahr 1910, so sprechen die 37,1 Millionen Übernachtungen des Grödentales im Jahr 2024 für sich.

Noch verstärkt als in der vorletzten Jahrhundertwende erleben wir jetzt eine übersteigerte Natursehnsucht. Die Bergwelt wird noch stärker als Zufluchtsort und als alpines Paradies reklamiert. In unserem digitalen Zeitalter drängt ein utopisches Verlangen nach einsamen, alpinen Erlebnissen und der Traum einer gewaltigen, unberührten Natur ist omnipräsent. Doch am Beispiel des Hochgebirges hat sich wie an kaum einer anderen Region gezeigt, dass kein Ort und keine als ewig geltende Natur von der zerstörerischen Energie des Menschen ausgenommen ist.

Die Ausstellung „Berge zwischen Mythos und Kommerz“ thematisiert die sich wandelnde menschliche Beziehung zu den Bergen. Anhand ausgewählter Kunstwerke wird die einstige mystische und beinahe überirdische Sichtweise der Berge der heutigen ausbeuterischen Intention gegenübergestellt. Ab der Mitte des 18. Jahrhunderts inspirierte die wilde Natur zu einem sehnsüchtigen Traum von Einsamkeit, Erhabenheit und der Schönheit der Gipfelwelt. Dabei entstanden Bergdarstellungen von emotionaler Nähe. Im Hinblick auf die heutige Situation finden Künstler*innen vermehrt kritische Haltungen und Anspielungen gegenüber der Berglandschaft. So versteht es die zeitgenössische Kunst, die Spannung zwischen Realitätswahrnehmung und traditioneller Bildwelt offenzuhalten, und sie pendelt dabei zwischen paradiesischer Darstellung und angelegtem Schicksal.

Teilnehmende Künstler*innen: Elisabeth Frei, Gotthard Bonell, Erich Erler, Rolf Bakalla, Pante Demetz, Claudio Costantino Tagliabue, Konrad Petrides, Gregor Prugger und Leonhard Angerer

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 22 Aug. 2025 bis 13 Sep. 2025

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 07 März 2026 bis 05 Apr. 2026
    BERGWELTEN
 Ewa Jönsson Hörtnagl Paesaggi montani La pittura di Ewa Jönsson Hörtnagl si inserisce in una lunga tradizione storico-artistica di cartografia della memoria e dell’esperienza vissuta, in un mondo segnato dalla transitorietà.
Bergwelten è una serie di opere che si fonda sugli stessi presupposti dell’intero corpus dell’artista. Si tratta di una sequenza di paesaggi che mettono in evidenza il lavoro di scavo, la penetrazione di diversi strati, alla ricerca di uno o più nuclei centrali.
La montagna stessa è esattamente la medesima massa di ricordi immagazzinati, che sedimento dopo sedimento si condensa lentamente in una forma chiusa e apparentemente uniforme. Ma sappiamo che la roccia, come gli alberi, racchiude in sé innumerevoli anelli del tempo e vive simultaneamente tutte le epoche.
L’artista lavora in modo consapevolmente sobrio e con uno sguardo rigoroso. Il metodo di stratificazione rende il tempo tangibile. La cromia spesso rugginosa e terrosa lo sottolinea ulteriormente: essa rappresenta calore e vita, ma è anche segnale di una stasi o la marcatura di un punto di svolta, di un processo di decomposizione. In questo modo i dipinti diventano testimonianze dell’inarrestabile scorrere del tempo. Memoria ed esperienza non solo sbiadiscono nella loro forma originaria, ma si trasformano, mutando forma e carattere.
Quando abbiamo il privilegio di poter visitare per un certo tempo la sfera della memoria di un altro, nasce naturalmente il desiderio di rendere vive le nostre stesse memorie. Forse l’osservatore inizia a esaminare i reperti che affiorano come tracce sulla superficie, interpretandoli per sé come segni carichi di significato. In questo modo si può cominciare a “leggere” i dipinti, nei quali i segni formano un linguaggio senza parole, colmo di informazioni, emozioni e misteri. Una poesia silenziosa che reclama tempo per sé, se si è disposti a lasciarsi coinvolgere. Johanna Gredfors Ottesen, critica d'arte Ewa Jönsson Hörtnagl,
nata nel 1950 a Helsingborg, Svezia. Ha studiato pittura, grafica e fotografia presso l’Accademia di Arti Applicate di Vienna e successivamente pittura con il Prof. Oswald Oberhuber.
Vive e lavora in Svezia e in Tirolo come pittrice, grafica e designer, e realizza realizza progetti artistici in spazi pubblici.
Le sue opere sono state esposte in numerose mostre personali e collettive internazionali, fiere d’arte, gallerie e spazi espositivi.
Ewa Jönsson Hörtnagl ha lavorato anche per il teatro e il cinema come scenografa e costumista ed è curatrice dei libri fotografici "to be a man" e "Unforgettable - Unforgotten" di Erich Hörtnagl.
  • Es gibt Termine vom 06 März 2026 bis 31 März 2026
    Ein Boot, signalrot, treibend auf der stillen Wasserfläche des Pragser Wildsees – ein starkes Bild, das berührt und aufrüttelt. Mit dem sozialen Kunstprojekt „Rotes Boot“setzen der Südtiroler Künstlerbund und der Verein Erlebnis Pragser Wildsee in Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Das Projekt war bereits an mehreren Stationen zu sehen und wird nun zum siebten Mal an einem neuen Ausstellungsort präsentiert. 18 Künstler:innen positionieren sich mit eindrucksvollen Interventionen rund um dieses Mahnmal und rufen zu gesellschaftlicher Verantwortung, Solidarität und Schutz auf. Der Erlös eines limitierten Kunstpostkarten-Sets (18 Motive, Auflage 1.500) kommt vollständig einem Gewaltopfer zugute. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 04.03. unter: info@kuenstlerbund.org

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..