Einloggen

Einloggen

Plant Plant - Veröffentlicht von ar/ge kunst

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

PLANT PLANT
KATRIN HORNEK
27.11.2021 – 12.02.2022


Zusatzprogramm:
Factory Walk: 5. Februar 2022

ar/ge kunst und BAU präsentieren das Projekt Plant Plant der Künstlerin Katrin Hornek, das aus einer Recherche im Rahmen der fünften Ausgabe des One Year-Long Research Project von ar/ge kunst und der BAU Residency 2020/21 hervorgeht.

Plant Plant besteht aus Katrin Horneks Einzelausstellung sowie einer choreografierten Intervention in der ehemaligen Montecatini Fabrik mit der Performerin Sabina Holzer (Factory Walk).
In der Ausstellung werden ein neuer Film und eine Reihe von Skulpturen zu sehen sein, die das chemische Element Stickstoff als Prisma nutzen, um die Geschichte der Düngemittelproduktion mit ihren unmittelbaren und planetarischen Verflechtungen zu betrachten.
Hornek stützt ihre Recherche auf den Ort der ehemaligen Montecatini Fabrik in Sinich, Meran, einer 1924 von Benito Mussolini gegründeten Produktionsstätte für Ammoniak – ein Grundbestandteil von Düngemitteln und Sprengstoffen. Zum Zeitpunkt ihrer Errichtung war diese Fabrik die zweitgrößte Europas nach der deutschen IG Farben und Teil eines strengen Industrialisierungsprogramms Südtirols sowie auch der Versorgungssicherheit Italiens.
Mit einem spekulativen Ansatz spürt Hornek den technologischen Entwicklungen nach, die 1911 zur Erfindung des synthetischen Stickstoffs führten, und verschränkt sie mit den Geschichten und Geschicken der Fabrikarbeiter*innen –in den 1920er- ebenso wie in den 1970er-Jahren. Durch die Entscheidung, sowohl aus einer molekularen Perspektive als auch aus der des Bodens heraus zu erzählen, wird die ansonsten unsichtbare Reziprozität und Kontinuität zwischen menschlichen, landschaftlichen, tierischen und technischen Körpern fassbar.
„Wir schicken diese Düngemittel los. Aus der Atmosphäre in die Fabriken. Aus den Fabriken auf die Felder. Vom Boden in die Pflanzen. Von den Pflanzen in die menschlichen Körper. In die Körper der Nutztiere. So nähren wir Wachstum, nähren wir Pflanzen, bauen wir Zellen auf. Pflanzenzellen, Tierzellen, ihre Zellen. Macht eh keinen Unterschied.
So werden alle Proteine geschaffen, alle Hormone, die DNA für die Weltbevölkerungen. “, erzählt die Stimme im Film. Plant Plant verfolgt diese Wege bis hin zur heutigen Verwendung von Ammoniak und den Folgen seiner Herstellung, die der Expansion der chemischen Industrie einen fruchtbaren Boden bereiten.
FACTORY WALK
Auf Einladung von Katrin Hornek wird die Performerin Sabina Holzer eine öffentliche Veranstaltung, eine Begehung der Fabrik (Factory Walk), choreografieren und eine körperliche Erfahrung ermöglichen, die von der Architektur und den Anlagen der ehemaligen Montecatini Fabrik in Sinich, Meran, gerahmt wird. Der Factory Walk erweitert die Recherche von Plant Plant und verschränkt die Boden- und die molekulare Perspektive mit der physischen Begegnung des Ortes, um unsere Sinne und Vorstellungskraft zu öffnen. Er wird Entsprechungen zwischen organischer und anorganischer Materie, zwischen den natürlichen, dem kulturellen und dem industriellen als miteinander verbundenen Körpern aufzeigen, die wir teilen und deren Teil wir sind.

Credits
PLANT PLANT ist ein Projekt von Katrin Hornek
Kuratiert von: Emanuele Guidi und BAU
In Zusammenarbeit mit:
Sabina Holzer (Text/Video, choreografierte Intervention), Bruno Szenk (technische Assistenz, Skulptur), TE-R (3D-Modellierung und Animation, Ton), Rachel Müller (Stimme).
Mit besonderem Dank an: REM-TEC, Sinich-Meran

Dieses Projekt wird produziert in Zusammenarbeit mit Phileas – A Fund for Contemporary Art

Katrin Hornek ist eine in Wien lebende bildende Künstlerin. Sie beschäftigt sich seit vielen Jahren mit den Transformationen und Brüchen zeitgenössischer Gesellschaften im Zeitalter des Anthropozäns. In ihren forschungsbasierten Installationen, Videos und kuratorischen Projekten plädiert sie für ein komplexeres Verständnis der Verflechtung von Natur und Kultur – zuletzt bei der Riga Biennale (2020), in der Ausstellung Hysterical Mining in der Kunsthalle Wien (2019) und – bis 2022 – in dem interdisziplinären Forschungsprojekt „The Anthropocene Surge“ (gemeinsam mit Michael Wagreich, Mitglied der Anthropocene Working Group). Sie ist Empfängerin des Msgr. Otto Mauer Preises 2021.

Zugang nur mit Green Pass
ar/ge kunst
Museumstr. 29
I-39100 Bozen
www.argekunst.it

Mit der freundlichen Unterstützung von:
Phileas - A Fund for Contemporary Art
Bundesministerium Kunst, Kultur, öffentlicher Dienst und Sprot
Wiener Wissenschafts-, Forschungs- und Technologiefonds (WWTF)
Autonome Region Trentino Südtirol
Autonome Provinz Bozen
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Stadtgemeinde Bozen
Dr. Schär

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 27 Nov. 2021 bis 12 Feb. 2022

Notizen über die Uhrzeiten :

Orario di apertura:
Ma - Ve dalle ore 10 - 13 e dalle ore 15 - 19
Sa dalle ore 10 - 13

Öffnungszeiten:
Di - Mi von 10 - 13 Uhr und von 15 - 19 Uhr
Sa 10 - 13 Uhr

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 02 Sep. 2026 bis 26 Sep. 2026
    Die zwischen Karlsruhe und Hangzhou lebende Künstlerin Hangyan Chen zeigt im Foto Forum die Ausstellung Das ist ein Kinderspiel, not an Apple. Die Arbeit ist eine intime und zugleich zutiefst zeitgenössische Auseinandersetzung mit Identität, Sprache und kultureller Wahrnehmung. Ausgehend von ihrer Erfahrung eines Lebens zwischen Deutschland und China entfaltet sich die Ausstellung als Reflexion darüber, wie Ort, Erinnerung und Sprache unser Verständnis von uns selbst und den Welten, in denen wir leben, fortwährend verändern. Hangyan Chen arbeitet mit Fotografie, Video, Performance und Künstlerpublikationen. Auf sensible und zugleich tiefgründige Weise untersucht sie die leisen Verflechtungen des Alltags. Dabei macht sie übersehene Orte, verborgene Erzählungen und jene subtilen Spannungen sichtbar, die zwischen unterschiedlichen kulturellen und sprachlichen Wirklichkeiten entstehen. Die Fotografie nimmt in Chens künstlerischer Praxis eine zentrale Stellung ein. Ihr Blick richtet sich auf die Randlandschaften urbaner Räume – Orte, die zwar sichtbar sind, jedoch weitgehend unbeachtet bleiben. Aus der durch Distanz und Migration veränderten Perspektive nimmt sie ihre vertrauten Lebenswelten in Deutschland und China neu wahr. Sie dokumentiert periphere Bereiche der Städte ebenso wie deren stille, oft unsichtbare Rhythmen. Zwischen Vertrautheit und Entfremdung angesiedelt, untersucht Chens Werk, wie Migration, Sprache und kulturelle Mobilität die Wahrnehmung selbst verändern. Anstatt Identität als festgelegt oder eindeutig darzustellen, versteht ihre Praxis sie als einen fortlaufenden Prozess des Aushandelns, der durch Bewegungen über sprachliche, geografische und kulturelle Grenzen hinweg kontinuierlich neu geformt wird. In der gesamten Ausstellung verwebt Chen unterschiedliche Zeitebenen zu einer komplexen Konstellation, in der Menschen, Gegenstände, Orte und Erinnerungen innerhalb paralleler Erzählstränge aufeinandertreffen. Jedes Fragment – sei es eine Fotografie, ein Bewegtbild oder ein gedrucktes Medium – erscheint als eigenständige und zugleich verbundene Perspektive, die zwischen persönlicher Erinnerung und kollektiver Erfahrung oszilliert. Ihr Blick bewegt sich zwischen der Position einer Innenstehenden und jener einer Außenstehenden und macht sichtbar, wie grundlegend sich Wahrnehmung durch die Erfahrung verändert, in mehr als einer kulturellen Welt zu leben. Mit einer zugleich poetischen und kritisch aufmerksamen künstlerischen Praxis legt Hangyan Chen die politische Bedeutung frei, die alltäglichen Begegnungen innewohnt. Sie eröffnet einen Raum, in dem Erinnerung, Sprache und Zugehörigkeit in einem kontinuierlichen Dialog miteinander stehen. Susanne Kriemann
  • Es gibt Termine vom 20 Feb. 2026 bis 31 Jan. 2027
    Kuratiert von der Museion Passage Group in Zusammenarbeit mit dem Künstler Eduard Habicher Das Museion eröffnet sein Programm 2026 mit der Ausstellung Eduard Habicher. Memory in Motion. Die Präsentation, die dem 70. Geburtstag des Südtiroler Bildhauers (geb. 1956 in Mals) gewidmet ist, findet in der Museion Passage statt und ist frei zugänglich. Eduard Habicher zählt zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen Skulptur aus Südtirol mit internationaler Ausstrahlung. Bekannt ist er vor allem für seine großformatigen Arbeiten im öffentlichen Raum, die sich durch eine starke räumliche Präsenz und einen sensiblen Dialog mit ihrer Umgebung auszeichnen. Seine Werke sind dauerhaft an zahlreichen Orten installiert, unter anderem in der Therme Meran, in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay sowie in Berlin, Italien und Österreich. Für die Museion Passage hat Habicher vier monumentale Skulpturen geschaffen: Hommage, Passage, Geöffnet–aperto und Pro-tetto. Die Arbeiten bestehen aus Industrieprofilen und Edelstahl, Materialien, die ursprünglich für Rationalität, Stabilität und Funktionalität stehen. Durch präzise handwerkliche Eingriffe werden sie gebogen, geöffnet und neu ausbalanciert. So entstehen skulpturale Linien, die trotz ihrer Masse eine überraschende Leichtigkeit entfalten. Ein zentrales Element in Habichers Werk ist die charakteristische rote Farbe. Diese „rote Linie“ durchzieht auch die Skulpturen in der Passage: Sie spannt sich durch den Raum, setzt Akzente und verbindet die einzelnen Arbeiten visuell miteinander. Ohne Sockel direkt im Raum platziert, begleiten die Skulpturen die Besucher*innen durch diesen offenen Bereich und werden Teil des alltäglichen Bewegungsflusses. Bewegung, Offenheit und räumliche Erfahrung stehen im Zentrum von Memory in Motion. Die Museion Passage als frei zugänglicher Raum ermöglicht Kunstbegegnungen jenseits klassischer Eintrittsschwellen und lädt dazu ein, Skulptur im Vorübergehen ebenso wie im bewussten Verweilen zu erleben. Mit dieser Präsentation realisiert das Museion zugleich die erste Initiative der landesweiten Kampagne Museiopolis. Inspiriert von der Idee der Polis als gemeinschaftlichem urbanen Lebensraum, versteht sich Museiopolis als Einladung, Kunst und Kultur stärker in den Alltag von Stadt und Region einzubinden: offen, zugänglich und in kontinuierlichem Dialog mit der Gesellschaft. Eduard Habicher Eduard Habicher wurde 1956 in Mals im Vinschgau geboren und absolvierte ein Studium an der Accademia di Belle Arti in Florenz. Er lebt und arbeitet in Riffian (BZ). Der Künstler war mit Einzelausausstellungen in zahlreichen italienischen Museen und Galerien vertreten, unter anderem in der Galleria Civica in Trient (1993), der Galleria Comunale d’Arte Contemporanea in Arezzo (1993), dem Museo della Scultura Contemporanea in Matera (2006) sowie der Galleria d’Arte Moderna G. Carandente im Palazzo Collicola in Spoleto (2024). Im Jahr 2025 hatte er im Rahmen der viennacontemporary eine Solopräsentation in der renommierten Privatsammlung Dolezal. Seine großformatigen Skulpturen sind dauerhaft an öffentlichen Orten ebenso wie in privaten Einrichtungen installiert, so etwa in der Therme Meran in Italien und in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay. Darüber hinaus befinden sich seine Arbeiten in Berlin am Spreeufer, im Innenhof der Wallstraße 16 und auf dem Campus des Europäischen Energieforums (EUREF); in Italien im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte auf Schloss Tirol, auf der Piazza della Vittoria in Spoleto, im Freilichtmuseum Museo Diffuso Albisola sowie in Leifers; außerdem in Österreich in Feldbach in der Gleichenberger Straße und im Kulturzentrum Kugelmühle. Eine großformatige Arbeit Habichers zum Gedenken an den antifaschistischen Widerstandskämpfer Josef Mayr-Nusser wurde 2017 im Bozner Dom aufgestellt. 2016 erhielt der Künstler den ersten Preis für sein Werk Misurare lo spazio im Palazzo Ducale in Gubbio, und 2018 gewann er einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Skulptur für die Piazza Castello, die sich innerhalb des Palazzo Ducale in Mantua befindet. Im Jahr 2023 wurde Habicher zum Nationalakademiker ernannt und in die Accademia Nazionale di San Luca in Rom aufgenommen.
  • Es gibt Termine vom 12 Juni 2026 bis 12 Sep. 2026
    Kleinformatige Werke besitzen eine besondere Qualität der Wahrnehmung: Sie verlangen Nähe, Aufmerksamkeit und Zeit. Fern jeder Monumentalität laden diese Arbeiten zu einer unmittelbaren Begegnung ein, bei der sich Details, Nuancen und gestische Spuren nach und nach erschließen. In ihrem begrenzten Format verdichten sich oftmals ganze Bildwelten, Gedanken und Emotionen, die den Betrachter auf überraschend intensive Weise ansprechen. Die Ausstellung vereint kleinformatige Arbeiten der von der Galerie vertretenen Künstlerinnen und Künstler und verdeutlicht, wie das reduzierte Format einen besonderen Raum für Konzentration, Verdichtung und künstlerische Forschung eröffnen kann. Trotz der Vielfalt an Ausdrucksformen, Techniken und individuellen Positionen verbindet die ausgestellten Werke die Fähigkeit, visuelle Erfahrungen auf engem Raum zu bündeln und zu einer entschleunigten, aufmerksamen Betrachtung einzuladen. Das Kleinformat erweist sich dabei nicht als Begrenzung der Dimension, sondern als bewusste künstlerische Entscheidung, die eine intime und unmittelbare Beziehung zwischen Werk und Betrachter ermöglicht.

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..