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R for Resonance - Veröffentlicht von ar/ge kunst

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Event-Informationen

21.02.– 09.05.2020
Eröffnung: 21. Februar, 19 Uhr

Kuratiert von Emanuele Guidi


In seiner ersten institutionellen Einzelausstellung in Italien zeigt Ho Tzu Nyen R for Resonance, die aktuelle Fortsetzung seines Langzeitprojekts The Critical Dictionary of Southeast Asia (CDOSEA).

CDOSEA begann 2012 als fortlaufende Arbeit des Künstlers über seine Herkunftsregion „Südostasien“. Bei dieser handelt es sich um eine in den 1940er-Jahren von der britischen Kolonialmacht oktroyierte regionale Identität, die dazu gedacht war, ein riesiges Territorium mit einer Vielzahl ethnischer Gemeinschaften unterschiedlichster Sprachen, Glaubensvorstellungen und Formen sozio-politischer Organisation unter einer gemeinsamen Verwaltung zusammenzuführen. Durch die kontinuierliche Fortschreibung von CDOSEA entwickelt Ho Tzu Nyen eine langfristige methodologische Herangehensweise an die kritische Reflexion von Identität in einer durch diffuse Grenzziehungen geprägten Region.

R for Resonance umfasst neben einer Virtual-Reality-Erfahrung (VR) auch eine Video- und Soundinstallation sowie einen Wandtext, die eigens für den Ausstellungsraum der ar/ge kunst überarbeitet wurden. Verschiedene Erlebnisebenen verbinden sich zu einem Environment und machen vielfältige Bedeutungsschichten der Arbeit in einer komplexen, mehrere künstlerische Medien und Disziplinen wie Film, Theater, Musik und Literatur vereinenden Praxis für das Publikum erfahrbar.

Ho Tzu Nyen erkundet das Phänomen der Resonanz als einer Eigenschaft, die mit dem Klang des Gongs assoziiert wird, eines aus Bronze gegossenen Instruments, das in spirituellen und sozialen Ritualmusiken in der gesamten Region Verwendung findet. Sein Resonieren, sein Mit- und Nachschwingen, wird hier zum „konzeptuellen Hauptmotor“ für die Weise, wie sich Südostasien mit seinen vielen verbindenden Facetten zu einem gedanklichen Bild verdichten lässt. So dient die VR-Erfahrung als eine immersive Redaktionsmaschine, die einen anderen Zugangsmodus als den der reinen Vernunft erlaubt. Sie umfasst Formen körperlichen, kognitiven wie auch empathischen Wissens und gestattet uns, dem fein gesponnenen Netz wechselseitiger Verflechtungen in der Region, zwischen belebten und unbelebten Akteuren, Landschaftsformen und Materialien, Klimaten und Geschichten, die Südostasien ausmachen, nachzuspüren.



Biografie
Ho Tzu Nyen studierte bildende Kunst am Victorian College of the Arts in Melbourne und South East Asian Studies an der National University of Singapore. Er zeigte Einzelausstellungen unter anderem in Artspace, Sydney (2011); im Mori Art Museum, Tokio (2012); im Asia Art Archive, Hongkong (2017); im McaM, Shanghai (2018); in TPAM, Yokohama (2018); im Edith-Russ-Haus, Oldenburg (2019). 2011 vertrat der Künstler Singapur auf der 54. Biennale von Venedig. Gruppenausstellungen der letzten Jahre (Auswahl): 10th Shanghai Biennale (2014); Guggenheim, Bilbao (2015); Guggenheim, New York (2016); QAGOMA, Brisbane (2016); Haus der Kulturen der Welt, Berlin (2017); Dhaka Art Summit, Dhaka (2018); Gwangju Biennale, Gwangju (2018); National Gallery, Singapur (2018); Sharjah Biennial 14 (2019). Im Dezember 2019 wurde Ho Tzu Nyen im Kunstranking „Power 100“ des britischen Kunstmagazins ArtReview zu den einflussreichsten Persönlichkeiten der zeitgenössischen Kunstszene gezählt.


Mit der freundlichen Unterstützung von:
Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur
dr. Schaer
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Gemeinde Bozen, Abteilung Kultur

Tags

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 21 Feb. 2020 bis 09 Mai 2020

Notizen über die Uhrzeiten :

Orario d'apertura
Martedi - Venerdi dalle ore 10 - 13 e dalle ore 15 - 19
Sabato dalle ore 10 - 13
Entrata libera


Öffnungszeiten
Dienstag - Freitag von 10 - 13 Uhr und von 15 bis 19 Uhr
Samstag von 10 - 13 Uhr
Freier Eintritt

Veröffentlicht von :

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    Eröffnung 21. November, 19:00 Uhr Tanzperformance von Susanna Recchia für Okwui Enwezor 20:00 Uhr Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Francesca Recchia (*1975, Avezzano, Italien) mit Emma Snædis Recchia (*2020, Morges, Schweiz) Mit Arbeiten von Stefano Graziani (*1971, Bologna, Italien), Lorenzo Tugnoli (*1979, Lugo, Italien), Aziz Hazara (*1992, Wardak, Afghanistan) Videogespräche: Francesca Recchia mit Aufnahmen von Sandi Hilal (*1973, Beit Sahour, Palästina) und Alessandro Petti (*1973, Pescara, Italien), [Gründer von Decolonising Architecture Art Research, 2007]; Ram Bhat (*1981, Neu-Delhi, Indien), Ekta Mittal (*1978, Indien), [Gründer von Maara, 2008]; Sanjay Kak (*1958, Pune, Indien); Amanullah Mojadidi (*1971, Jacksonville, USA); Jayaraj Sundaresan (*1972, Thrissur, Indien) Bemalte Steine und Muscheln: Emma Snædis Recchia (*2020, Morges, Schweiz) Taktiles Buch: Norwegian Afghanistan Committee (*2025, Kabul) Aufkleber: Anonymous Witness (Afghanistan) Das Programm von Ar/Ge Kunst wird kuratiert von Zasha Colah und Francesca Verga. Die Ausstellung Das Land des Übermorgen erkundet die Möglichkeit, sich Zukünfte vorzustellen, die nicht unmittelbar bevorstehen, und tut dies an der Seite von jenen, die ihre Protagonist*innen sein werden. In der kuratorischen Vision Francesca Recchias wird sie zu einem Spielfeld von Beziehungen, zu einer politischen und menschlichen Praxis mit langem Atem, zu einem Geflecht aus Zuneigung und Verantwortung, das sich mit der Zeit weiterentwickelt, ähnlich wie ein Gewebe, das still, aber stetig wächst. Den Titel verfasste Recchia zusammen mit ihrer vierjährigen Nichte Emma Snædis Recchia, die die Ausstellung ko-kuratiert hat. Er spielt auf eine andere Zeit an, weder auf die Gegenwart noch auf eine utopische Zukunft, sondern auf den Zeitraum des „Übermorgen“: einen Horizont, in dem Verantwortung gegenüber anderen kultiviert wird wie ein in der Erde ruhendes Samenkorn, das unsichtbar ist und doch lebendig.

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