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Claude Viallat. L'art vivant - Veröffentlicht von accart

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Event-Informationen

Die in der Ausstellung „Claude Viallat. L’art vivant“ gezeigten Werke (2004 – 2019) thematisieren die Malerei, genauer die inzwischen bekannte Form-Spur, die die Arbeit von Claude Viallat kennzeichnet.
Claude Viallat erforscht bis heute in seiner Malerei, wie Farb- und Stoffmaterial, die angewandten Materialien im Malen aufeinander reagieren.
Dabei bestimmt der Ausgangsstoff als Bildträger verschiedenster textiler Zusammensetzung die jeweils neu zu findende Art des Farbauftrags. Das in Viallats Malerei immer wiederkehrende – weder gänzlich organische noch geometrische – und als Allover benutzte Formenraster tritt dabei in einen Dialog mit dem Vorgefundenen, einem zumeist schon spürbar gebrauchtem oder aber einem von der Industrie ausgesondertem Textil als Bildträger.
Der klar durchdachte Handlungsrahmen des Künstlers bildet – statt Korsett zu sein – das Rückgrat für eine reflektierte und gelassene Haltung, auf deren Basis es erst möglich wird, sich dem jeweils Vorgefundenen und dem konkreten Geschehen aufmerksam zu öffnen. „Frei sein ist synonym mit wirklich dasein.“
In dieser Haltung erzeugt Claude Viallat seit über 50 Jahren einen erstaunlich sensiblen wie virtuosen, anti-illusionistischen Reichtum in Farben, Bildfindungen in seinen im realen Raum greifbaren Werken sowie einen wegweisenden Zugang zum Dasein und seiner Politik im eigentlichen Sinne.
Das subjektiv Gestische artikuliert die Vorgänge der Bildwerdung auch im Dialog der Stoffe und Körper im weitesten Sinne – inklusive derjenigen der Betrachter, die sich vor den Werken Viallats deren elementar vibrierendem Formwerden aussetzen. So erzeugt auch der Prozess des Beschauens von Viallats Malereien immer neue Bildfindungen und Entdeckungen und ist unter diesem Aspekt der malerischen Bearbeitung des Stoffes gleichrangig. Die Malarbeit und das Betrachten von Viallats Malereien bedeuten ein suchendes Unterwegssein, ein Aufbrechen ins Ungewisse. Die darin stets mitschwingende Konnotation von Veränderlichkeit, Flexibilität und Mobilität – eine nomadische Präsenz – zeigt sich bei Viallat zudem sowohl in den noch zu bearbeitenden als auch in den später schon bemalten zusammengefaltet gelagerten und zu transportierenden Stoffen sowie geradezu sinnbildlich in den vom Künstler ebenso bearbeiteten Zeltstoffen. Viallats Arbeiten ergreifen nicht nur in ihrer malerischen Modernität, sondern ebenso in ihrer Bezugnahme auf Aspekte von Heimatlosigkeit und Migration.

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Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 16 Dez. 2019 bis 30 Jan. 2020

Notizen über die Uhrzeiten :

dal lunedì al venerdì I von Montag bis Freitag1 10.00 - 12.00 15.30 - 19.00
sabato I Samstag 10.00 - 12.00

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