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Temporary lovers - Veröffentlicht von ar/ge kunst

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Event-Informationen

TEMPORARY LOVERS
PARASITE 2.0
23.03 - 04.05.2019

Kuratiert von Emanuele Guidi

Das Architekturkollektiv Parasite 2.0 (Mailand/Brüssel) erkundet seit Jahren den Spannungsraum zwischen Wildnis (wilderness) und menschlichem Habitat und bearbeitet hierbei ein semantisches Feld, das das Internet als zeitgenössisches Ökosystem, biblische Wüsten und das Vermächtnis der Moderne ebenso umfasst wie die von Hakim Bey beschriebenen Temporären Autonomen Zonen (TAZ).
Vor allem an Letztere anknüpfend, untersucht es für die Ausstellung bei ar/ge kunst Formen der Versammlung, zeichnet eine Linie der Kontinuität zwischen dem Erbe der radikalen Architektur, den Erfahrungen von free party und Rave-Kultur bis hin zum Clubbing und den großen Festivals der Gegenwart, die Vorstellungsräume rund um entlegene Wüstengebiete besetzen und für sich vereinnahmen.

In solch kurzlebigen Erfahrungen sieht Parasite 2.0 einen produktiven Ansatz, um das Denkmodell einer vorübergehenden Gemeinschaft und ihr subversives Potenzial, das innerhalb begrenzter Zeiträume und mit der Entwicklung spezieller Technologien und Instrumentarien lebt und stirbt, näher zu betrachten – als einen physischen und digitalen imaginären Raum, in dem Vorstellungen von Entziehung und Flucht, Isolation und Entfremdung, Autonomie, Stamm, Ursprünglichkeit und Zukunft, Animalität und Post-Humanität anklingen.

Mit Temporary Lovers entwirft Parasite 2.0 daher ein Projekt, das sich zwischen Installation, Bühnenbild und pädagogischem Experiment bewegt, um Zeichen, Rhythmen und Werkzeuge solcher Gemeinschaften neu zu denken.
In diesem Zusammenhang funktioniert Temporary Lovers als „temporärer Klassenraum“ und wird neben einer Reihe öffentlicher Veranstaltungen auch einen 24-stündigen Workshop mit Studierenden des Studios Exhibit der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen abhalten, um Veränderungen an der Installation vorzunehmen; als Einladung, Raum in der Zeit und im Affekt zu erleben; als Aufforderung, in Umgebungen hineinzugehen und sie umzugestalten, die Beziehungen zwischen Subjekten und Objekten ebenso zu hinterfragen wie die Hierarchien zwischen Wohnentwurf und Wohnweisen.

Bio
Das 2010 gegründete Architekturkollektiv Parasite 2.0 (Stefano Colombo, Vedano al Lambro (MB), 1989; Eugenio Cosentino, Luino (VA), 1989; Luca Marullo, Catania, 1989) hat seinen Sitz in Brüssel und Mailand. In seinen Untersuchungen zum menschlichen Habitat verbindet es die Bereiche von Architektur, Design und Kunst. Im Rahmen seiner Forschungen und Projekte arbeitete das Kollektiv bereits mit dem Kaaitheater (Brüssel, 2018), dem MAMbo Museo d'Arte Moderna di Bologna (2018), Damien and The Love Guru (Brüssel, 2018), dem Terraforma Festival (Mailand, 2017 und 2018), den OGR Officine Grandi Riparazioni (Turin, 2018), domesti.city (New York, 2018), der 501(c)3 Foundation (Los Angeles, 2017), Marres (Maastricht, 2017), der XX Bienal de Arquitectura de Chile (Valparaíso, 2017), der Biennale von Venedig (2018, 2014 und 2012), dem MAXXI Museo Nazionale delle Arti del XXI (Rom, 2016) und der Shenzhen Architecture Biennale (2015) zusammen. Es unterrichtete an zahlreichen Einrichtungen, darunter der Design Academy Eindhoven, der Faculté d'architecture de l'université libre de Bruxelles, der Facultatea de Arhitectur? ?i Urbanism Timi?oara, dem Politecnico di Milano und der NABA Nuova Accademia Belle Arti Milano, und lehrt derzeit am MADE Program in Siracusa. Vertreten wird Parasite 2.0 durch die Galerien Operativa Arte Contemporanea in Rom und Corraini Arte Contemporanea in Mantua.


ÖFFENTLICHES PROGRAMM


AR/GE KUNST SAVOIR-VIVRE: HOW TO MIX DRINKS
16.04.2019 von 18 – 20 Uhr
Mit Daniele Turrini (Downtown) und Parasite 2.0
Kuratiert von Simone Mair

LET ME LOVE YOU FOR 24H
17. – 18.04.2019
24h Workshop mit Parasite 2.0 in Zusammenarbeit mit Studio Exhibit der Fakultät für Design und Künste der Freien Universität Bozen.


Mit der freundlichen Unterstützung:
Freie Universität Bozen, Fakultät für Design und Künste
Konditorei Hofer, Bozen
Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Gemeinde Bozen, Abteilung Kultur

Tags

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 23 März 2019 bis 04 Mai 2019

Notizen über die Uhrzeiten :

Martedi - Venerdi dalle ore 10 - 13 e dalle 15 - 19
Sabato dalle ore 10 - 13

Veröffentlicht von :

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    Eröffnung 21. November, 19:00 Uhr Tanzperformance von Susanna Recchia für Okwui Enwezor 20:00 Uhr Arbeitsgemeinschaft unter der Leitung von Francesca Recchia (*1975, Avezzano, Italien) mit Emma Snædis Recchia (*2020, Morges, Schweiz) Mit Arbeiten von Stefano Graziani (*1971, Bologna, Italien), Lorenzo Tugnoli (*1979, Lugo, Italien), Aziz Hazara (*1992, Wardak, Afghanistan) Videogespräche: Francesca Recchia mit Aufnahmen von Sandi Hilal (*1973, Beit Sahour, Palästina) und Alessandro Petti (*1973, Pescara, Italien), [Gründer von Decolonising Architecture Art Research, 2007]; Ram Bhat (*1981, Neu-Delhi, Indien), Ekta Mittal (*1978, Indien), [Gründer von Maara, 2008]; Sanjay Kak (*1958, Pune, Indien); Amanullah Mojadidi (*1971, Jacksonville, USA); Jayaraj Sundaresan (*1972, Thrissur, Indien) Bemalte Steine und Muscheln: Emma Snædis Recchia (*2020, Morges, Schweiz) Taktiles Buch: Norwegian Afghanistan Committee (*2025, Kabul) Aufkleber: Anonymous Witness (Afghanistan) Das Programm von Ar/Ge Kunst wird kuratiert von Zasha Colah und Francesca Verga. Die Ausstellung Das Land des Übermorgen erkundet die Möglichkeit, sich Zukünfte vorzustellen, die nicht unmittelbar bevorstehen, und tut dies an der Seite von jenen, die ihre Protagonist*innen sein werden. In der kuratorischen Vision Francesca Recchias wird sie zu einem Spielfeld von Beziehungen, zu einer politischen und menschlichen Praxis mit langem Atem, zu einem Geflecht aus Zuneigung und Verantwortung, das sich mit der Zeit weiterentwickelt, ähnlich wie ein Gewebe, das still, aber stetig wächst. Den Titel verfasste Recchia zusammen mit ihrer vierjährigen Nichte Emma Snædis Recchia, die die Ausstellung ko-kuratiert hat. Er spielt auf eine andere Zeit an, weder auf die Gegenwart noch auf eine utopische Zukunft, sondern auf den Zeitraum des „Übermorgen“: einen Horizont, in dem Verantwortung gegenüber anderen kultiviert wird wie ein in der Erde ruhendes Samenkorn, das unsichtbar ist und doch lebendig.
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