Die Ausstellung des Südtirolers Sven Sachsalber (*1987, lebt und arbeitet in New York) erschließt sich um eine Werkgruppe, bestehend aus drei Büchern, an denen der Künstler in den vergangenen Jahren gearbeitet hat. Sie stellt eine Art persönliche Buchhandlung dar, die von Figuren und Gestalten bewohnt wird, die die Vorstellungswelt des Künstlers von seiner Kindheit an bis heute beeinflusst haben, von kalt König bis hin zu Martin Kippenberger. Die Arbeit, die der Ausstellung den Titel gibt, geht von Kippenbergers Künstlerbuch „No Drawing No Cry“ aus, einer Sammlung von Briefpapieren und Briefköpfen jener Hotels, in denen Kippenberger übernachtet hatte und die seine berühmten Zeichenserien „Hotel“ und „Hotel-Hotel“ ins Leben riefen. Als Sachsalber diese seltene Ausgabe geschenkt bekommen hatte, benutzte er deren unbeschriebene Seiten ein Jahr lang als persönliches Tagebuch in dem er seine eigenen Vorstellungswelten mit Zeichnungen aus seiner Biografie und den Bergdörfern in denen er aufgewachsen ist, bis hin zu Zitaten anderer Künstler und Kunstwerke verewigte. Die 222 Zeichnungen dieses Tagebuches werden in einer Installation neben den anderen beiden Büchern „A B BC“ und „der Berg“ (mit Siggi Hofer) zu sehen sein.