Archäologie erzählt Geschichte – doch manchmal wird sie selbst Teil der Geschichte. Zwischen 1920 und 1972 nutzten politische Systeme, um ihre eigenen Ideologien zu untermauern. Während im Faschismus italienische Wissenschaftler Belege für die „römische Vergangenheit“ in Südtirol suchten, deuteten nationalsozialistische Forscher urgeschichtliche Funde in Südtirol als Bestätigung für dessen „germanische“ Vergangenheit.
Die Wissenschaft geriet dadurch in den Sog der Politik: Archäologische Objekte wurden ideologisch überinterpretiert statt sachlich erforscht, archäologische Ausgrabungen wurden instrumentalisiert. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte der Kampf der Kulturen lange nach.
In der Sonderausstellung UNDER PROPAGANDA wird dieser spannungsreiche Abschnitt der Südtiroler Archäologiegeschichte sichtbar. Erstmals werden zahlreiche Funde aus den Jahren 1920–1972 nach modernen wissenschaftlichen Kriterien gedeutet – einige davon waren zuvor noch niemals öffentlich ausgestellt.
Interaktive Stationen mit historischen Grabungsdokumenten geben Einblick in die Arbeitsmethodik des vorigen Jahrhunderts. Auch Kinder kommen in der Ausstellung auf ihre Kosten: in einer humorvollen „Untergrund“-Aktion lassen sich manchen Objekten überraschende Geschichten entlocken.
Die Ausstellung vermittelt abwechslungsreich und anschaulich, wie Wissenschaft propagandistisch missbraucht wurde – und wie wichtig und bereichernd es ist, archäologische Objekte mit kritischem Blick neu zu betrachten.
Ein vielfältiges Aktions- und Rahmenprogramm für Erwachsene und Kinder erlaubt Zugänge zur Ausstellung für unterschiedliche Zielgruppen.
Die Ausstellung richtet sich sowohl an ein interessiertes Fachpublikum als auch an die breite Öffentlichkeit und ist von Dienstag 25. November 2025 bis Sonntag 8. November 2026 zugänglich.
Sala Espositiva | Via Pietralba 29, Laives
Una mostra di Anie Maki e Jacopo Noera
A cura di Samira Mosca
Prima mostra del 2026 nel tema biennale “corpo, identità, cultura”, “Don’t shoot, come in!” presenta i lavori di Jacopo Noera e Anie Maki. I due giovani artisti portano l'intimità delle relazioni nello spazio espositivo, trasformando la macchina fotografica da arma a mediatore di presenza, da strumento di cattura a linguaggio di contatto.
In un'epoca di immagini istantanee, Anie Maki e Noera rivendicano lentezza, reciprocità e cura come fondamenti di una pratica che non estrae ma “costruisce-insieme”. L'obiettivo fotografico non è più minaccioso, non è più "shot/shoot" ("scatto fotografico"/"sparo") ma diaframma, apertura e rispecchiamento.
“Don’t shoot, come in!” propone quindi una riflessione sull'intimità come processo relazionale, ricordando che riconoscersi significa prima di tutto riconoscere l'altro, che la fotografia può essere un atto di fiducia condivisa, un luogo dove identità e relazione sono dimensioni inseparabili di un unico gesto di rivelazione e protezione dell’altro e, solo così, anche del sé.
L’esposizione rimarrà aperta fino a sabato 14 marzo, dal martedì al sabato dalle ore 16:00 alle 19:00. Il venerdì e il sabato rimarrà aperta anche di mattina dalle ore 10:00 alle 12:00.
Mostra e inaugurazione a ingresso libero.
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Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo. Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446. Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..