Unter den städtischen Bauwerken aus der unmittelbaren Nachkriegszeit nehmen die Projekte des gebürtigen Veroneser Armando Ronca in Südtirol einen quantitativ und qualitativ herausragenden Stellenwert ein. In den vier Jahrzehnten seiner Berufstätigkeit konnte der Architekt ein außerordentlich großes Auftragsvolumen bewältigen. Seine zahlreichen Gebäude, die hauptsächlich in Südtirol, einige im Trentino und in Mailand und vereinzelt im übrigen Italien zu finden sind, stehen für die Architektursprache ihrer Zeit.
Mit über 30 gebauten Projekten in nur 35 Jahren prägt Ronca die modernen Stadtbilder von Bozen und Meran.
Koordiniert von Kunst Meran, der Verein der sich regelmäßig künstlerischer Positionen der Architektur widmet, wird das Lebenswerk Armando Roncas erstmals für eine Ausstellung und eine Publikation neu aufgearbeitet. Eine Bestandsaufnahme mit dem Ziel die Arbeiten Roncas in der Region aufzuwerten und den Architekten auch erstmals in einem überregionalen Zusammenhang zu präsentieren.
Eine Publikation erscheint bei Park Books. Das Buch präsentiert erstmals umfassend rund 40 Bauwerke Armando Roncas in Meran und Bozen. Einzelne Gebäude wie beispielsweise das Meraner Eurotel werden eingehend analysiert und dokumentiert. Darüber hinaus zeigt die Monografie sämtliche noch erhaltene Gebäude Roncas in neuen Bildern des Wiener Architekturfotografen Werner Feiersinger.
Publikation
Wissenschaftler Leiter: Jörg Stabenow.
Beiträge: Andreas Kofler, Massimo Martignoni, Giorgio Mezzalira, Magdalene Schmidt, Luigi Scolari und Jörg Stabenow sowie mit Fotografien von Werner Feiersinger.