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Topography of Terror - Veröffentlicht von ar/ge kunst

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Event-Informationen

ar/ge kunst eröffnet die neue Saison mit parallel stattfindenden Ausstellungen: in der Museumstraße und gleichzeitig im Stadtmuseum Bozen; terminlich so gelegt, damit sie mit der Eröffnung des Transart Festivals zusammenfallen.

ar/ge kunst präsentiert in den Galerieräumen in der Museumstraße Topography of Terror (19.12.2016) von Elisa Caldana und Diego Tonus: eine Zwei-Personen Ausstellung, zentriert auf den gleichnamigen Film – dies ist seine italienische Premiere - zusammen mit einer Reihe von Zeichnungen und mentalen Karten, die während der Zusammenarbeit entstanden sind.

Der Film Topography of Terror (19.12.2016) spielt im nicht verwirklichten Gebäude der “Topographie des Terrors” in Berlin, das anfänglich vom Schweizer Architekten Peter Zumthor 1993 geplant wurde. Das Design Zumthors hat eine Ausschreibung gewonnen, die den Bau eines Dokumentationszentrums genau an dem Ort vorsah, an dem die Gestapo, die SS und die Reichssicherheitsbehörde während der Nazizeit ansässig waren. Das Projekt wurde jedoch aufgrund seiner hohen Kosten, der radikalen Einstellung des Architekten und seiner Kompromisslosigkeit nie umgesetzt.

Caldana und Tonus sind von den originalen Zeichnungen und Plänen Zumthors ausgegangen und haben darauf basierend ein CGI-Rendering der Topographie des Terrorgebäudes erstellt: das Bild einer gegenwärtigen Zukunft, die nie zum Leben erweckt wurde und somit die perfekte Bühne für eine Erzählung bietet, die sich Fragen über die verschiedenen Arten von Terror stellt, wie sie heutzutage arbeiten und wie sie in Zukunft walten könnten.

Der Film erzählt die Geschichte eines Nachrichtenagentur-Journalisten, der unter traumatischen Belastungsstörungen leidet. Er war den gewalttätigen Bildern in der Nachrichtenredaktion zu lange ausgesetzt. Die Informationen hierzu sind durch eine Reihe von Gesprächen mit Psychoanalytikern und Journalisten von Reuters und dem BBC gesammelt worden. Der Schauspieler und Aktivist Khalid Abdalla verleiht dem fiktiven Ich-Erzähler seine Stimme und der Film untersucht hiermit die Wege, wie der heutige Journalismus Informationen zusammenstellt. Dabei möchte er auf genau diese Rolle hinweisen und auf den Wert, den die Bilder bekommen, wenn sie dazu benutzt werden, Terror zu zeigen und die Realität zu manipulieren.

Dem leeren Gebäude wird durch die Unmöglichkeit der Definition einer einheitlichen Topographie des Terrors eine neue Bedeutung zugeschrieben: das schizophrene Wesen des heutigen Terrorismus hallt an den Nicht-Orten des Internets und der Medien wider. In diesem Sinne ist die Topography of Terror (19.12.2016) „sogleich eine unwiderstehliche Rekonstruktion eines bahnbrechenden Gebäudes, das niemals existiert hat, eine tiefgreifende Recherche unserer zerstörten und zerstörenden Konfliktvermittlungen, und eine beeindruckende Untersuchung der komplexen Beziehung zwischen persönlichem und öffentlichem Ethos.“

Eine Reihe von Skizzen und mentalen Karten, die von den Künstlern während des Schaffensprozesses angefertigt wurden sind auf großformatige Drucke der Pläne Zumthors der Topographie des Terrors gezeichnet. Damit offenbaren sie, wie die „Architektur“ des Skripts geplant wurde und gleichzeitig wird ein konzeptueller Dialog mit der Geschichte von ar/ge kunst eingeleitet, wo Zumthor 1990 seine erste italienische Einzelausstellung hatte.

Freier Eintritt.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 08 Sep. 2017 bis 18 Nov. 2017

Notizen über die Uhrzeiten :

Di/mar - Fr/ven h. 10:00 - 19:00;
Sa/Sab h. 10:00 - 13:00

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