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Event-Informationen
Der Amateurmalerverein von Naturns bietet Einblick in ihr künstlerisches Schaffen. Die ausdrucksstarken, unter fachkundiger Anleitung von Künstlern gefertigten Werke können an 10 aufeinanderfolgenden Tagen besichtigt werden.
Gärten und Parks sind gestaltete Grünräume. Sie dienen der Erholung und repräsentieren unser Verhältnis zur Natur. Ihre Gestaltung, ihre Erhaltung und ihre Benutzung hängen davon ab, wie Menschen diese Beziehung interpretieren.
Gärten und Parks nahmen über die Jahrhunderte vielerlei Formen an, die in Plänen, Ansichten, Büchern und Fotografien zu sehen sind. Dazu hat die Österreichische Nationalbibliothek in Wien 2023 aus ihren reichhaltigen Beständen eine Ausstellung gestaltet. Sie wird hier durch Beispiele der Gartenkultur und -kunst aus Meran ergänzt.
“Gestaltete Paradiese” zeigt, wie sich Gartengestaltung über die Jahrhunderte verändert hat: von den streng angelegten Gärten der Renaissance über prachtvolle Barockgärten bis hin zum englischen Landschaftsgarten. Im 20. und 21. Jahrhundert rücken in der Landschaftsarchitektur neue Themen in den Vordergrund.
Ein besonderer Schwerpunkt liegt dabei auf Meran. Bereits im 19. Jahrhundert wurden in der Stadt gezielt öffentliche und private Grünräume angelegt. Der aufkommende Kurtourismus entfaltete sich zu einer wichtigen Triebkraft für die Entwicklung von Gärten und Landschaft in Meran.
Diese Entwicklung mündete 2001 in der Eröffnung der Gärten von Schloss Trauttmansdorff, die in diesem Jahr ihre 25-jährige Erfolgsgeschichte feiern.
Diese Ausstellung ist das Ergebnis einer Zusammenarbeit zwischen den Gärten von Schloss Trauttmansdorff, dem Südtiroler Landesmuseum für Tourismus – Touriseum und dem Wiener Kuratorenteam.
Die Gruppenausstellung "Animacies" untersucht, wie sich Beziehungen zwischen Europa und Asien aus neuen Blickwinkeln denken und erzählen lassen. In Installation, Malerei und Fotografie hinterfragen die Künstler*innen westliche Ordnungssysteme und entwickeln alternative Sichtweisen auf Geschichte, Gemeinschaft und kulturelle Identität. Im Zentrum steht das Konzept von Animacy, das die verbreitete Unterscheidung zwischen belebt und unbelebt infrage stellt. Es geht davon aus, dass auch Dinge, Materialien und Stoffe eine Form von Lebendigkeit und Handlungsmacht besitzen. Anhand von Rohstoffen, Textilien und Artefakten zeigt die Ausstellung, wie Materialien gesellschaftliche Strukturen, wirtschaftliche Beziehungen und spirituelle Vorstellungen mitprägen. Besonderes Augenmerk gilt Perspektiven aus Regionen, die im globalen Diskurs weniger sichtbar sind, darunter Bangladesch, Indonesien, die Mongolei und die Philippinen sowie die indische Diaspora der Fidschi-Inseln. Diese werden als eigenständige Ausgangspunkte für Wissens- und Beziehungsformen verstanden.
Einflüsse aus den Metropolen Wien und insbesondere München hinterließen in der Architektur Südtirols prägende Spuren. Daran wesentlich beteiligt war der Fremdenverkehr. Denn mit den Gästen und ihren Architekten „reisten“ auch neue Tendenzen im Bauwesen ins Land. Es entstanden Villen, Wohnhäuser und Hotels.
Als facettenreiches Erbe des Tourismus der Belle Époque stehen viele dieser Bauten heute unter Denkmalschutz. 1906 beauftragte der Industrielle Friedrich Wannieck die Münchner Architekten Alois und Gustav Ludwig mit dem Bau der Villa Salgart in Meran. Die beiden Brüder eröffneten bald darauf in Bozen eine Zweigstelle ihres Büros. Neben der Villa und mehreren Grandhotels errichteten sie hier bis 1914 auch Geschäftshäuser und Bildungseinrichtungen.
2022 wurden in Meran Baupläne der Brüder Ludwig wiederentdeckt und als Schenkung dem Touriseum übergeben. Aktuell führt das Südtiroler Landesmuseum für Tourismus in Kooperation mit der Universität Innsbruck ein Forschungsprojekt über Leben und Werk der Architekten durch. In der Ausstellung sind Teile des Materials erstmals öffentlich zu sehen.
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