München als gemeinsamer Ausgangspunkt für ein „Rendezvous“ mit der Kunst. Nun findet die Begegnung beider Künstler in der Galerie Gefängnis-Le Carceri statt. Dabei treffen zwei Künstler zusammen, die ein Rendezvous von Malerei und Skulptur spürbar, erlebbar und sehbar machen. Katharina Daxenberger übermalt Artikel der Zeitschrift GEO, ganz bewusst, weil Papier, Oberfläche, Format und Farbigkeit sie besonders überzeugen. In einem Wechselspiel aus Nähe und Ferne, Tiefe und Oberfläche erschafft Katharina Daxenberger räumliche Dimensionen. Christian Piffrader ergänzt die Malerei seiner Partnerin mit Skulpturen. Die Holzobjekte mit Menschen im Miniaturformat aktualisieren und hinterfragen Schicksale, Befindlichkeiten, Aspekte unserer Zeit. Piffrader ist auch ein Überraschungskünstler, tiefgründig und voll von sanfter Ironie. Er zeigt auf, dass unsere Welt auch aus den Fugen geraten kann, betreibt ein Spiel und ermöglicht durch den veränderten Blick das Wesentliche zu entdecken. Beide Künstler reagieren auf die Welt draußen, Katharina Daxenberger, indem sie die Realität der Medien verändert und neu interpretiert, Christian Piffrader, indem er die Wirklichkeit vor den Zellen in kleinsten Szenen zu neuem, verändertem Leben erweckt.
Christian Piffrader, Brixen 1969, absolvierte 1993-99 die Akademie der Bildenden Künste München, Meisterschüler und schloss im Jahre 2000 mit dem Diplom ab. Zahlreiche Ausstellungen, 2017 im Waltherhaus in Bozen „BuchKunst-KunstBuch“.
Katharina Daxenberger, München , studierte zuerst Kunstgeschichte und Kunstpädagogik, 1996-2002 Studium an der Akademie der Bildenden Künste bei prof. Helmut Sturm, Meisterschülerin bei Professor Günther Förg. Zahlreiche Ausstellungen im In- und Ausland.