Die Vorstellung von Jesus als Kind, die bis in unsere Gegenwart in zahlreichen Abbildungen konkret fassbar ist, geht auf die Evangelien zurück, wo das Leben Jesus von Geburt an geschildert wird. Neben dem Fatschenkind der weihnachtlichen Krippe gibt es in variantenreichen Bildtypen den kindlichen Heiland, der die Welt durch seine zukünftige Passion erlösen wird.
Figuren und Bilder aus 5 Jahrhunderten, Bestände der Sammlung J. von Call und des Stadtmuseums, zeigen den Aufwand und die hohe Kunstfertigkeit, mit denen die Jesulein in Mitteleuropa und in Italien angefertigt wurden. Wenn auch die verwendeten Materialien oft schlicht sind, immer sind es Zeugnisse tiefer Religiosität und Verehrung für das Jesuskind in Klöstern, Kirchen und im Privatbereich.
Moderne „Christkindln“, angefertigt in historischen Techniken und mit authentischen Materialien, geben Einblick in durchaus noch lebendige Traditionen.