Einloggen

Einloggen

Chapter 1 - The Hierarchy of Images - Veröffentlicht von ale inside

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

Künstler: Mischka Henner, Joachim Schmid, Tobias Zielony
Die Galerie foto-forum startet mit dieser Ausstellung eine neue Projekt-Serie, die sich kritisch mit der Kulturtechnik der dokumentarischen Fotografie auseinandersetzt. Dabei werden über einen Zeitraum von ca. 2 Jahren in mehreren Etappen jeweils herausragende Vertreter dokumentarischer Fotografie zu verschiedenen Themen eingeladen und vorgestellt. Die einzelnen Ausstellungen werden von einer Katalogreihe begleitet, wobei von Projekt zu Projekt je ein neuer Band erstellt wird. Nach Abschluss des Projektes werden alle Einzelhefte in einem gemeinsamen Buch veröffentlicht. Internationale Autoren sind mit Texten zu den einzelnen Fotografen beteiligt, sodass ein aktueller Diskurs zur kritischen dokumentarischen Praxis entsteht.
Die Bücher erscheinen bei Rorhof Verlag Bozen (Fotobuchpreis in Arles, 2014 sowie deutscher Fotobuchpreis, 2015) und in einer Sponsoring-Kooperation mit Longogroup. Für die aktuelle Ausgabe haben Marco Bohr (GB), Garry Badger (GB) und Seraphine Meya (D) Texte beigetragen.
Die Ausstellung lotet anhand der fotografischen Werke von Joachim Schmid (* 1955 in Balingen, lebt und arbeitet in Berlin), Mishka Henner (*1976 in Brüssel, lebt und arbeitet in Manchester), und Tobias Zielony (*1973 in Wuppertal, lebt und arbeitet in Berlin) spannende dokumentarische Strategien in der zeitgenössischen Fotografie aus, und durchleuchtet dabei kritisch das Thema von Hierarchien innerhalb der Praxis der dokumentarischen Fotografie. Ergänzt wird die Ausstellung durch Künstlerbücher der drei beteiligten Künstler, durch Videoportraits und durch den Ausstellungskatalog. Am Beispiel der drei fotografischen Positionen zeigen wir auf, wie mit kritischen und teils subversiven Vorgangsweisen den fotografischen Bildsystemen inhärente hierarchische Strukturen auf je unterschiedliche Weise reflektiert werden können. Dabei geht es darum, die historischen Determinierungen von fotografischen Bildern wahrzunehmen, sowie die Funktion des Mediums an seiner brüchigen Grenze zwischen Authentizität und Konstruiertheit zu diskutieren.
Mishka Henner arbeitet mit bildgebenden Systemen wie etwa den Überwachungssystemen von Google Street oder Google Earth, welche er als Bildmaterialien für seine dokumentarische Praxis verwendet. In diesem Vorgehen zieht er Parallelen zwischen dokumentarischen Praktiken und vorgeblich „objektiven“ Systemen der Bildaufzeichnung, um diese kritisch zu hinterfragen. Joachim Schmid zielt mit seiner Serie „Bilder von der Straße“, einer Reihe von Amateurschnappschüssen sowie von Automatenfotos, welche er von 1982 bis 2007 in verschiedenen Städten auf der Straße zusammensammelte, in eine sehr ähnliche Richtung, nämlich hin zur Frage, wie Fotografien, deren Autoren und deren Herkunft nicht bekannt sind, in einen klassischen Kunstdiskurs und in ein hierarchisches System von Bedeutung und Zuordnung eingefügt werden können. Tobias Zielony hingegen beschäftigt sich in seinen fotografischen Arbeiten mit der Alltagssituation von Jugendlichen an Randbereichen unserer Gesellschaft. Im Gegensatz zu Joachim Schmid und Mishka Henner bereist er die Straße mit seiner eigenen Kamera, wobei es ihm immer wieder gelingt, Menschen, welche jenseits gesellschaftlicher Normen leben, aktiv im Sinne einer Co-Autorenschaft in seine fotografischen Projekte zu involvieren.
Fotokünstler mit einem kritischen Ansatz gehen in der Frage nach der dokumentarischen Praxis ganz neue Wege, mit dem Ziel, auf angemessene und kontemplative Weise gesellschaftliche Realitäten zu erfassen. Sie nehmen sich die Zeit, Hintergründe zu erschließen, Stereotypen zu kritisieren und komplexere Darstellungsmöglichkeiten auszutesten. Und letztlich ist es nur durch einen offensiven Umgang mit den eigenen künstlerischen Vorgangsweise möglich, das System der Macht der Bilder und der unbewussten Erzählmuster aufzudecken, indem die technischen, diskursiven und narrativen Werkzeuge reflektiert werden, mit denen die Realität anhand von fotografischen Bildern konstruiert wird.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 05 Dez. 2014 bis 24 Jan. 2015

Notizen über die Uhrzeiten :

Di-Fr - mar-ven ore 15.00-19.00 Uhr; Sa-sab ore 10.00 - 12.00 Uhr; (geschlossen-chiuso: 21.12.2014 - 06.01.2015)

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 22 Nov. 2025 bis 12 Apr. 2026
    Al TreviLab, vi aspetta un nuovo appuntamento con “Storie dell’arte con i grandi musei”: "Artifices: i creatori dell'arte" Centro Trevi – TreviLab | Bolzano, via Cappuccini 28 21 novembre 2025 – 12 aprile 2026 In collaborazione con e a cura del Museo Nazionale Romano “Artifices: i creatori dell’arte” nasce grazie alla prestigiosa collaborazione con il Museo Nazionale Romano di Roma, primo museo nazionale dell’Italia Unita istituito nel 1889 e oggi articolato in quattro sedi, ognuna con la propria specificità: Palazzo Altemps, Palazzo Massimo, Crypta Balbi e il complesso monumentale delle Terme di Diocleziano e della Certosa di S. Maria degli Angeli, sede originaria del Museo. Opere realizzate con materiali diversi e svariate tecniche – statue, lucerne, epigrafi, manufatti in avorio e marmi colorati, mosaici e intarsi – raccontano lo sviluppo delle produzioni artistiche a Roma, dall’età repubblicana alla fine dell’Impero, attraverso le figure degli “artifices” artisti e artigiani specializzati. Gli oggetti esposti raccontano e testimoniano le trasformazioni culturali di Roma e dei suoi abitanti, guidandoci in un viaggio attraverso la storia. La mostra rimarrà aperta fino al 12 aprile 2026 e sarà accompagnata da un ricco programma di eventi collaterali. Apertura mostra: dal lunedì al sabato dalle 10:00 alle 13:00 e dalle 15:00 alle 18:00 Ingresso gratuito. A disposizione del pubblico anche un’audioguida gratuita e una mediatrice.
  • Es gibt Termine vom 11 Apr. 2025 bis 31 Jan. 2026
    Die Editionen Francesco Conz aus der Sammlung des Museion
  • Es gibt Termine vom 28 Feb. 2026 bis 09 Mai 2026
    Arbeitsgemeinschaft: Laura Aurelio aka Sméagol, Giorgia Ballabeni aka GB7, Gianluca De Marco aka GiangiGiangetto, Nicole Domenichini aka Niki Baxter, Giulia Gaiti aka Mozzy, Nicolò Grisendi aka Sid, Marco Iardino aka Scotland Yardo, Francesco Mandalà aka Metta, Luca Santiago Mora aka Garibaldi, Matteo Morescalchi aka The Gamer, Matteo Sandrin aka Pitbull, Giulia Zini aka July Shining.  PINKING UP ist die Ausstellung, die Ar/Ge Kunst dem Atelier dell’Errore und seiner jüngsten Produktion widmet, der sogenannten rosa Periode, in der das Begehren zum zentralen Motor der künstlerischen Forschung wird. Ein Begehren, das nicht als Mangel verstanden wird, sondern als eine schöpferische Kraft, die in der Lage ist, die Form über sich selbst hinauszutreiben. Das 2002 von Luca Santiago Mora gegründete Atelier dell’Errore ist heute ein Kollektiv, das aus zwölf Künstlern und Künstlerinnen besteht, deren Praxis auf einem kollektiven Arbeitsprozess basiert, in dem der Fehler kein zu korrigierendes Limit darstellt, sondern eine Öffnung: den Punkt, an dem die Kreatur hervortreten kann. Die Tiere, die die Ausstellung bevölkern, sind weder entworfen noch dargestellt – sie geschehen. Es sind hybride, wandelbare Organismen, entstanden aus der Konvergenz vieler Hände und Sensibilitäten. Sie folgen weder Taxonomien noch stabilen Identitäten, sondern erscheinen als Übergangsfiguren, als vorläufige Resultate eines kollektiven Begehrens. In der rosa Periode nimmt dieses Begehren eine explizit transindividuelle Form an, die die Grenzen zwischen Mensch und Tier, zwischen Selbst und Anderem aufhebt. PINKING UP erscheint somit als ein kollektiver Organismus in ständigem Werden: keine abgeschlossene Erzählung, sondern eine offene Phase eines gemeinsamen Prozesses, in dem der Fehler zur Möglichkeit wird und das Begehren Gestalt annimmt.

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..