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1964-2014 Geschichte einer Galerie - Veröffentlicht von melanie inside

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Event-Informationen

Die Goethe Galerie schließt Ende Dezember 2014, nach 50 Jahren, ihre historischen Räume in der Mustergasse und zieht in die aktuelle Goethe2, in der Kapuzinergasse, die in der Zwischenzeit erneuert und einen zweiten Bauteil hinzugewonnen hat und in Zukunft unter dem Namen Alessandro Casciaro weitergeführt wird.
Zu diesem Anlass wird am Samstag, den 22.November um 11 Uhr im Beisein von Landesrat Philipp Achammer, vom Kurator der Ausstellung Prof. Peter Weiermair in beiden Standorten eine große Retrospektive eröffnet. Die Galerie in der Mustergasse zeigt Werke der Malerei, Skulptur, wie Arbeiten auf Papier aus privaten und öffentlichen Sammlungen, die für diesen Anlass für kurze Zeit an den Ausgangspunkt ihrer ursprünglichen Präsentation zurückkehren. Sie illustrieren die Bandbreite der für die Kunstszene Bozens, ja Italiens, entscheidenden Galerie mit Werken der italienischen aber auch der österreichischen Moderne, die in den fünfzig Jahren des Bestehens der Galerie ihre Heimstätte hatten.
Die Liste reicht von Dix bis Wotruba, von Depero bis Vedova. Der Kurator hat die Ausstellung sowohl thematisch (figurativ/abstrakt) wie auch medial gegliedert. Einem Raum mit dem Thema der Figuration folgt ein zweiter Bereich mit Arbeiten der Abstraktion sowie eine reich bestückte Galerie von Arbeiten auf Papier.
Werke von Gotthard Bonell, Paul Flora, Karl Plattner oder auch Markus Vallazza dokumentieren die wichtige Rolle, die diese Galerie für die genannten wie auch andere, historische Südtiroler Künstler gespielt hat. Goethe 2 zieht eine eindrucksvolle Bilanz aktueller, zeitgenössischer Künstler.
In dem neuen Raum der Goethe2 findet der Besucher einen intimen, großzügigen Dialog von Skulpturen, der andere zeigt europäische, wie Südtiroler Künstler, die mit den verschiedensten Medien arbeiten als ein stilistisch reichhaltiges Mosaik. Neben Zeichnungen zeigt diese Ausstellung Malerei und Fotografie aber auch die Dokumentation einer Performance von Michael Fliri.
Zu beiden Präsentationen erscheint ein begleitendes Buch mit einer Chronologie der Ereignisse, in der Künstler, Kritiker, Kunsthistoriker, Galeristen, Journalisten und Sammler sich zu den Künstlern aber auch immer wieder zur zentralen Gestalt des Galeristen Ennio Casciaro und seiner Strategie äußern.
Beide Ausstellungen dokumentieren die kulturhistorische Bedeutung dieser Galerie als Vermittler der Künste im Norden Italiens.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 22 Nov. 2014 bis 31 Jan. 2015

Notizen über die Uhrzeiten :

In via Cappuccini dal 22.11.2014-31.01.2015
Lu-Ve 10.00-12.30 / 15.30-19.30
Sa 10.00-12.30

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Vaccaris Rauminstallationen werden in der Ausstellung nicht im Sinne statischer Rekonstruktionen präsentiert, sie bilden vielmehr reaktivierte Situationen, die den ursprünglichen Intentionen des Künstlers treu bleiben und zugleich auf das heutige Publikum reagieren. Die Sammlung des Museion umfasst etwa 20 Werke Franco Vaccaris, die überwiegend dem im Jahr 2020 dem Museum als Schenkung überlassenen Archivio di Nuova Scrittura angehören. Dieses Werkkompendium beinhaltet auch einige der frühen Text-Bild-Arbeiten des Künstlers, die seine Anfänge als visueller Dichter markieren und in denen bereits sein anhaltendes Interesse an Sprache, Spuren und menschlicher Präsenz hervortritt. Die Aufnahme einiger dieser Werke in die aktuelle Ausstellung zeigt Querverbindungen zwischen Vaccaris frühen künstlerischen Erkundungen und den Sammlungsbeständen des Museums auf. Franco Vaccari Franco Vaccari wurde am 18. Juni 1936 in Modena geboren und absolvierte zunächst eine wissenschaftliche Ausbildung im Bereich der Physik. Nach künstlerischen Anfängen als visueller Dichter gestaltete er 1969 seine erste Esposizione in tempo reale, in der er das für seine spätere künstlerische Praxis zentrale Konzept der „Ausstellung in Echtzeit“ einführte. Wenngleich sein Schaffen unterschiedliche Herangehensweisen umfasst, wird es doch häufig aus dem Blickwinkel des konzeptuellen Realismus betrachtet. Esposizione in tempo reale n. 4, Lascia su queste pareti una traccia fotografica del tuo passaggio gehört zu seinen bekanntesten Arbeiten und war 1972 in einem eigenen Raum im Hauptpavillon der Biennale von Venedig zu sehen; in den Jahren 1980 und 1993 bespielte Vaccari dort erneut separate Räume. Neben seiner künstlerischen Arbeit begründete Vaccari ebenfalls eine einflussreiche theoretische Tätigkeit und publizierte wegweisende Texte wie Duchamp e l’occultamento del lavoro (1978) und Fotografia e inconscio tecnologico (1979). Seine Werke wurden international in bedeutenden Ausstellungen und Institutionen präsentiert, so etwa auf der Gwangju Biennale in Südkorea, in der Kunsthalle Basel, im Musée de l’Elysée in Lausanne, im Mostyn in Wales, in der Fondazione Morra Greco in Neapel und auf der Mailänder Triennale. Franco Vaccari verstarb 2025.

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