Künstler und ihr Bezug zum Thema der sich wandelnden Stadt
Spannendes Programm mit Gesprächsrunden, visuellen Künsten, Perfomance und Musik.
Vernissage 11.10 um 16:00.
Anlässlich des nationalen Tages der zeitgenössischen Kunst (AMACI) die Gruppenausstellung URBS MUTA eine Ausstellung, die sich dem Thema der Stadt im Wandel widmet.
An diesem italienweiten Festtag werden die Besucher eingeladen, sich auf eine spannende Reise durch die Schnittstellen der Architektur, Urbanistik, Soziologie, Musik und visueller Medien zu begeben. Nicht nur junge aufstrebende Künstler sondern auch Experten aus diversen Sektoren, die augenscheinlich nicht direkt mit Kunst in Erwägung gezogen werden, geben ihre Impulse mit auf den Weg. So entstehen an diesem besonderen Tag spannende Dialoge in kunterbunt gemischten Diskussionsrunden.
Luigi Scolari (BZ), herausragender Architekt und Aktivist für die Stadt Bozen, beehrt uns mit seiner Anwesenheit, denn zusammen mit dem Sozioantropologen Sergio Previte (PA) veranschaulichen sie ihr Projekt; geschriebene Geschichten, die aus Interviews mit den Bewohnern der Garibaldistrasse entstanden sind. Giusi Campisi (TR) und Luca Bertoldi (TR) berichten über ihr künstlerisches und politisches Projekt, die Wunderkammer Trient, welche Eindrücke der eigenen Stadt sammelt und archiviert. Fanni Fazekas (Ungarn) , Künstlerin und unabhängige Kuratorin, wird das BohArtProjekt vorstellen, mit welchem sie sich für den Austausch zwischen ungarischen und lokalen Künstlern einsetzt, zusätzlich wird sie mit offener Flamme Glas zum Schmelzen bringen.
Die Gruppensausstellung URBS MUTA präsentiert die Filmdokumentation “Milano fa 90” vonMarina Resta (BA) in Zusammenarbeit mit der Mailänder Stiftung für Film und Fernsehen. Mit seiner Videoanimation „Route to the invisible city“ begleitet uns Marco Ciceri (MI) auf den Weg in die unsichtbare Stadt. Der Tag bietet ausserdem die Gelegenheit, das erfolgreiche KollektivKVSU & AKIRASREBIRTH (experimentelle elektronische Musik – analoge "glitch" Visuals – BZ) zu sehen und zu hören, welches mit viel Erfolg mit dem Projekt SEN/XOR an Transart 2104 teilnahm. Thomas Kronbichler, Artdirektor und Grafik Designer bei dem Institute of Friends, präsentiert „Dieses Gebäude intressiert Benko nicht”; ein Werk, das sich mit dem öffentlichen Raum auseinandersetzt. Um öffentlichen Raum geht es auch in der Arbeit des Fotografen Ivo Corrà (BZ), der mit seinem Kunstwerk “NoNFare” präsent sein wird, Zeuge der gleichnamigen Aktion , die während des Non Cratere Festivals am Mendelpass durchgefùhrt wurde. Ebenfalls mit von der Partie sind die Fotografinnen Claudia Corrent (BZ) und Anna Da Sacco (PD). Die erste mit einer raffinierten Sammlung aus festgehaltenen Eindrücken der Stadt Venedig, die zweite mit einer bewegenden Arbeit, bei der Menschen im Mittelpunkt stehen, Menschen, die durch ihre Anwesenheit den öffentlichen Raum gestalten und verändern. Die Tanz-PerformerinnenSilvia Morandi (BZ) und Santija Bieza (Lettland), Siegerin, zusammen mit dem Kollektiv Ponteinfinito, des choreografischen Wettbewerbs TanzBozen 2013, präsentieren zwei Choreografien, die sie spezifisch auf die Räumlichkeiten und die Aura des Ex-Mebocenters ausgearbeitet haben. Auch Gemälde von Cornelia Lochmann (BZ) und Arbeiten von Elisa Grezzani (BZ), aktive Mitglieder der KroneArtFactory, werden in der Ausstellung zu sehen sein.Giuseppe Caria (SA) durchschreitet mit seiner Arbeit die drei Dimensionen seiner Reise von Sardinien nach Bozen in den sechziger Jahren bis heute. Guido Morgavi (BZ) zeigt eine Skulptur, die unseren Blick auf das lenkt, was unsere Stadt umgibt: eine Monokultur, die nicht nur aus Wänden grüner Kisten besteht, sondern auch aus leblosen Baumreihen, Metallfäden und Giften.
Ab 20.00 Uhr beginnt der Groove, denn es erwartet uns Queen's Beat (Innsbruck AT & Regensburg DE) mit dem atemberaubenden, virtuosen Didgeridoo Spiel von Alex Mayer, dem Urgestein der österreichischen Didgeridoo Szene, und dem schmetterlingsleichten, originellen Stimmeneinsatz von Manuela König.
Für unser aller Gaumenfreude wird Avghi Martsigas mit dem künstlerischen Nikitas Boatproject sorgen, welches auf besondere Art und Weise den kulinarischen Aspekt hervorhebt und uns mit einem vegetarischen Buffet verwöhnt, welches jegliche kulturelle Klischees und Stereotypen überwindet – experimentierend mit Gerüchen, Geschmäcken und kulturellen Hintergründen.
Ab 22 Uhr lassen wir’s dann so richtig krachen; DJ Diapha Nous und DJ Vanja sorgen fùr viel Abwechslung, mit Musik aus den 80zigern bis hin zu elektronischen Klängen, wie Minimal, Techno und House.
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Kuratiert wird die Gruppensausstellung URBS MUTA von Elisa Grezzani (BZ), in Zusammenarbeit mit Katharina Zucht (DE) und der KroneArtFactory.
Künstler in der Ausstellung:
Santija Bieza, Giuseppe Caria, Marco Ciceri, Ivo Corrà, Claudia Corrent, Anna Da Sacco, Fanni Fazekas, Elisa Grezzani, Thomas Kronbichler, KSVU, Cornelia Lochmann, Silvia Morandi, Guido Morgavi, Marina Resta.
Referenten:
Luca Bertoldi, Sergio Previte, Giusi Campisi, Fanni Fazekas, Luigi Scolari
Musik:
Queen's Beat mit Alex Mayer und Manuela König, DJ Diapha Nous, DJ Vanja