Einloggen

Einloggen

Gruppenausstellung – Der (Im) perfekte Mensch - Veröffentlicht von Vijion Art Gallery

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

In der sich ständig weiterentwickelnden Landschaft der sozialen Medien hat das Konzept der Schönheit einen transformativen Wandel erfahren und ist zu einem vielschichtigen und dynamischen Phänomen geworden. Die Plattformen, die unser digitales Leben dominieren, wie Instagram, TikTok und andere, sind zu mächtigen Akteuren bei der Gestaltung und Neudefinition gesellschaftlicher Schönheitsstandards geworden.

Die Schönheit ist subjektiv und manifestiert sich allein im Auge des Betrachters. Dennoch sind die Vorstellungen darüber, was ein schöner Körper ist, vor allem durch die Gesellschaft geprägt. Die Definition von Schönheit ist ständig im Wandel, kulturelle Prinzipien, Glaubenssätze und Moden bringen zu permanent neuen Vorlieben und Vorstellungen.
Die bildenden Künstler*innen spielen bei der Veranschaulichung und Verstärkung solcher Werte eine Schlüsselrolle. Seit Jahrhunderte haben Menschen Abbilder des Körpers geschaffen. Dieses Thema hat sich über die Zeiten hinaus, als interessant erwiesen, erfährt aber nun in der zeitgenössischen Kunst neue radikale Interpretationen und Sichtweisen.

Schon immer haben die Menschen Hilfsmittel erfunden, um Mängel auszugleichen und sich zu perfektionieren sich selbst in die gesellschaftliche "Norm" einzuordnen. Doch was bedeutet heutzutage der Begriff "Normalität", die perfekte Schönheit? Auf dieses Phänomen unserer Zeit möchte die Gruppenausstellung „Der (Im)perfekte Mensch“ näher eingehen.
Heutzutage sind die Menschen in ein komplexes Netz gesellschaftlicher Erwartungen verstrickt, das durch den unerbittlichen Einfluss verschiedener Medien und sozialer Plattformen angetrieben wird. Die allgegenwärtige Natur dieser Medien hat den Druck, eine idealisierte Version von sich selbst zu präsentieren, verstärkt. Diese Plattformen bieten kuratierte Einblicke in das Leben anderer und zeigen oft eine makellose Existenz. Vergleiche werden unvermeidlich, und das Streben nach Perfektion wird durch den Wunsch angetrieben, sich mit diesen sorgfältig gestalteten digitalen Persönlichkeiten zu messen.
Das Zitat von Pablo Picasso „Unter Menschen gibt es viel mehr Kopien als Originale“ bestätigt die unbewusste Tendenz des Menschen zur Aneignung.

Der Druck, das Bild des perfekten Menschen zu verkörpern, hat ein beispielloses Ausmaß erreicht, was zu einer Vielzahl von Herausforderungen führt. Ein herausragender Aspekt der Schönheit im Bereich der sozialen Medien ist die Betonung der visuellen Ästhetik. Benutzer nutzen eine Vielzahl von Filtern, Bearbeitungstools und Fotoverbesserungen, um ihr Online-Auftritt zu kuratieren. Dieser Trend verwischt die Grenzen zwischen Realität und digitaler Welt und führt zu einer visuell veränderten Version von Schönheit.
Das unerreichbare Streben nach Perfektion, belastet die psychische Gesundheit und das geistige Wohlbefinden. Ängste, Depression und Selbstzweifeln führen zu einem verzerrten Selbstbild und zur emotionalen Selbstentfremdung der eigenen Person. Die Kluft zwischen wahrgenommenem und tatsächlichem Selbstwertgefühl vergrößert sich und schafft eine herausfordernde psychologische Landschaft.

Das Ideal des vollkommenen Menschen scheint indessen nicht mehr lange Utopie bleiben zu müssen: Gezielte Eingriffe ermöglichen es zusehends, Funktionsdefizite des menschlichen Körpers zu kompensieren und an Normen anzugleichen. Der Grat zwischen sinnvollen Maßnahmen, welche die individuelle Lebensqualität verbessern, und dem Verlust an der Kultur menschlicher Verschiedenheit wird indessen bedrohlich schmal.

In diesem modernen Szenario ist es von entscheidender Bedeutung, eine Kultur zu fördern, die Authentizität, Individualität, Vielfalt und Selbstakzeptanz zelebriert. Es ist wichtig die unterschiedlichen Definitionen von Schönheit zu erkennen und die Unvollkommenheit des Menschen zu akzeptieren. In dieser Hinsicht möchte die Gruppenausstellung gesellschaftliche, kollektive Vorstellungen hinterfragen und die Standardisierung der Gesellschaft herausfordern.


Teilnehmende Künstler: Julia Runggaldier, Marlies Baumgartner, Max Brenner, Paola Grott, Stefan Perathoner, Klaus Rungger, Valeria Stuflesser, Leo Ferdinando Demetz, Josef Kostner und Marko Kostner

Valeria Stuflesser: Gewalt, Feminismus und digitale Welten sind Themen, mit denen sich Valeria Stuflesser besonders beschäftigt. In ihren Arbeiten geht es um Selbstdarstellung im Netz und die Auswirkungen auf unsere Gesellschaft.

Klaus Rungger: Klare, energische Linien grenzen ein Menschenbild ein und lassen nur wenige Attribute erahnen. Figuren und Menschenköpfe bis an die Grenze der Auflösung, so präsentieren sich Runggers Arbeiten.

Paola Grott: Ihre Gemälde auf handgeschöpftem Papier sind voller Emotionen. Die Künstlerin bietet uns damit tiefgründige Lesarten des Menschenbildes. Auch die Erotik findet hier eine subtile Botschaft.

Stefan Perathoner: Die Skulpturen des Künstlers zeigen neben ihrem perfekten Realismus auch animalische Züge. In unserer hochentwickelten Zeit bewahren wir diese Prägung in unserem tiefsten Inneren. Perathoner spielt damit auf die Tugenden der Macht, des Stolzes, des Neides, der Eifersucht und der Gier an.

Marlies Baumgartner: Ihre Kunst ist geradezu symbolisch für diese Ausstellung. Sie führt uns die verpixelte Welt der sozialen Medien vor Augen, mit denen wir heute kommunizieren. Wir werden ständig mit Bildern konfrontiert, die oft keinen Bezug zur Realität haben.

Max Brenner: Wie viel hat unser Profil und unser Verhalten in sozialen Netzwerken noch mit dem Individuum zu tun, das wir wirklich sind? Diese Frage steht hinter der Serie „TAAX“, die verschiedene bis zur Unkenntlichkeit verzerrte Selfie-Fotos zeigt.

Julia Runggaldier: Runggaldier hinterfragt tradierte gesellschaftliche Kollektivvorstellungen und fordert die Standardisierung der Gesellschaft heraus. Ihr Fokus reicht von der anfänglichen Entwicklung neuer Körperdarstellungen bis hin zur Offenlegung der aktuellen Verstrickung des Menschen in das Geflecht ökonomischer und ideologischer Zusammenhänge.

Marko Kostner: Kostners Kunst ist keine Kunst der Verführung. Seine nackten Figuren zeigen eine authentische, natürliche Schönheit, die keiner Vervollkommnung bedarf. Damit preist er die Individualität des Menschen als Reichtum der Schöpfung.

Leo Ferdinando Demetz: Seine Skulpturen thematisieren die psychische Belastung, deren Menschen in der gesellschaftlichen Aneignung ausgesetzt sind. Die Gesichtsausdrücke seiner Figuren sind von Resignation gezeichnet.

Josef Kostner: Kostners hat sich in seinem Kunstschaffen stets auf eine Schönheit fokussiert, die fern von jeglicher Ästhetik, die Essenz des Menschsein aufspürt. Seine Figuren beschreiben keinen individuellen, charakteristischen Menschen, sondern sind eine Bündelung von Gefühlen und Ausdrücken der Existenz.

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 15 März 2024 bis 08 Apr. 2024

Notizen über die Uhrzeiten :

Orario mostra: lun - sab dalle 16:00 alle 19:00

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 06 März 2026 bis 31 März 2026
    Ein Boot, signalrot, treibend auf der stillen Wasserfläche des Pragser Wildsees – ein starkes Bild, das berührt und aufrüttelt. Mit dem sozialen Kunstprojekt „Rotes Boot“setzen der Südtiroler Künstlerbund und der Verein Erlebnis Pragser Wildsee in Zusammenarbeit mit dem Landesbeirat für Chancengleichheit ein sichtbares Zeichen gegen Gewalt an Frauen. Das Projekt war bereits an mehreren Stationen zu sehen und wird nun zum siebten Mal an einem neuen Ausstellungsort präsentiert. 18 Künstler:innen positionieren sich mit eindrucksvollen Interventionen rund um dieses Mahnmal und rufen zu gesellschaftlicher Verantwortung, Solidarität und Schutz auf. Der Erlös eines limitierten Kunstpostkarten-Sets (18 Motive, Auflage 1.500) kommt vollständig einem Gewaltopfer zugute. Aus organisatorischen Gründen bitten wir um Anmeldung bis zum 04.03. unter: info@kuenstlerbund.org
  • Es gibt Termine vom 07 März 2026 bis 05 Apr. 2026
    BERGWELTEN
 Ewa Jönsson Hörtnagl Paesaggi montani La pittura di Ewa Jönsson Hörtnagl si inserisce in una lunga tradizione storico-artistica di cartografia della memoria e dell’esperienza vissuta, in un mondo segnato dalla transitorietà.
Bergwelten è una serie di opere che si fonda sugli stessi presupposti dell’intero corpus dell’artista. Si tratta di una sequenza di paesaggi che mettono in evidenza il lavoro di scavo, la penetrazione di diversi strati, alla ricerca di uno o più nuclei centrali.
La montagna stessa è esattamente la medesima massa di ricordi immagazzinati, che sedimento dopo sedimento si condensa lentamente in una forma chiusa e apparentemente uniforme. Ma sappiamo che la roccia, come gli alberi, racchiude in sé innumerevoli anelli del tempo e vive simultaneamente tutte le epoche.
L’artista lavora in modo consapevolmente sobrio e con uno sguardo rigoroso. Il metodo di stratificazione rende il tempo tangibile. La cromia spesso rugginosa e terrosa lo sottolinea ulteriormente: essa rappresenta calore e vita, ma è anche segnale di una stasi o la marcatura di un punto di svolta, di un processo di decomposizione. In questo modo i dipinti diventano testimonianze dell’inarrestabile scorrere del tempo. Memoria ed esperienza non solo sbiadiscono nella loro forma originaria, ma si trasformano, mutando forma e carattere.
Quando abbiamo il privilegio di poter visitare per un certo tempo la sfera della memoria di un altro, nasce naturalmente il desiderio di rendere vive le nostre stesse memorie. Forse l’osservatore inizia a esaminare i reperti che affiorano come tracce sulla superficie, interpretandoli per sé come segni carichi di significato. In questo modo si può cominciare a “leggere” i dipinti, nei quali i segni formano un linguaggio senza parole, colmo di informazioni, emozioni e misteri. Una poesia silenziosa che reclama tempo per sé, se si è disposti a lasciarsi coinvolgere. Johanna Gredfors Ottesen, critica d'arte Ewa Jönsson Hörtnagl,
nata nel 1950 a Helsingborg, Svezia. Ha studiato pittura, grafica e fotografia presso l’Accademia di Arti Applicate di Vienna e successivamente pittura con il Prof. Oswald Oberhuber.
Vive e lavora in Svezia e in Tirolo come pittrice, grafica e designer, e realizza realizza progetti artistici in spazi pubblici.
Le sue opere sono state esposte in numerose mostre personali e collettive internazionali, fiere d’arte, gallerie e spazi espositivi.
Ewa Jönsson Hörtnagl ha lavorato anche per il teatro e il cinema come scenografa e costumista ed è curatrice dei libri fotografici "to be a man" e "Unforgettable - Unforgotten" di Erich Hörtnagl.

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..