Die Galerie Alessandro Casciaro freut sich die erste Personalausstellung,
Self-titled, von Carlo Speranza zu präsentieren.
Der Künstler hat immer wieder mit seinem ambivalenten Verhältnis
zur Kunstwelt von sich reden und mit besonderen Aktionen auf sich aufmerksam gemacht. So hat er bei seiner Ausstellung in der Brixner Stadtgalerie kurzerhand die Eingangstür zugemauert und damit die Galerie verschwinden lassen. Stets geht es bei seinen Arbeiten um das Verhältnis des Künstlers zur Welt, besonders zur Kunstwelt. In seiner ersten Einzelausstellung in der Galerie Alessandro Casciaro in Bozen zeigt er eine Serie von neuen Arbeiten, in denen der Künstler von den Erwartungen in der Kunstwelt erzählt und auch davon, was die Wirklichkeit ist in dieser Welt. Es ist dies ein Thema, das bereits in früheren Werken des Künstlers immer wieder vorkommt und das sich wie ein roter Faden durch das doch erstaunliche Werk des Künstlers zieht. Carlo Speranza gibt alles, wenn er arbeitet. Er schließt sich in seinem Atelier ein und arbeitet monatelang wie ein Berserker an der Umsetzung seinen Ideen. Kaum jemand bekommt in dieser Zeit seine Arbeiten zu sehen und erst wenn er sich bereit fühlt,
kommt er aus seiner selbstgewählten Isolation zurück mit seinen erstaunlichen Arbeiten, allesamt eigenhändig gemacht. Carlo Speranza begreift die Welt als ein Experimentierfeld. Immer wieder versucht er auszuloten, wo er steht, aber auch wo er sein will. Er lässt sich nicht in Schubladen stecken, sondern erfindet sich immer wieder neu. Mal ist er ein Schiffsreisender, mal ein Drachenflieger, dann wieder Musiker, oder doch eine Bogenschütze. Auf die Frage was Kunst sei, hat er einmal geantwortet: Eine Reihe komplizierter Entscheidungen, die zu einer Reihe von noch schwierigeren, oft lustigen Situationen führen. Und genauso sind seine Arbeiten: Komplex, überraschend in der Umsetzung und immer mit einem Schuss Ironie. Carlo Speranza hat eine große Erzählgabe in seinen Arbeiten, sie erzählen Geschichten über das Leben als Künstler und untersuchen dabei stets den Wahrheitsgehalt der Dinge. Dabei gibt es unerwartete Richtungsänderungen.