Einloggen

Einloggen

ECHOING MOVEMENTS TO COME - Veröffentlicht von ar/ge kunst

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

ROMY RÜEGGER

Eröffnung und Performance
6. September, 19 Uhr
7.09 – 09.11.2019

Kuratiert von Emanuele Guidi


Echoing Movements To Come ist die erste Einzelausstellung von Romy Rüegger in Italien. Ausgehend von ihrem zuletzt erschienenen Band Language is Skin: Scripts for Performances (Archive Books, 2018), übersetzt die Künstlerin ihre zeitbasierte und performative Praxis in die Raumzeit der Ausstellung. Die für ar/ge kunst neu geschaffene Installation bezieht beide Räume der Galerie ein. Sie versammelt und führt Vorwegnahmen, Fragmente und Rescherchematerialien der Performances anhand deren assoziativem Potential, deren Status und deren vorübergehender Präsenz parallel.

Der erste Raum baut sich anhand drei unabhängiger Elemente auf, die aus drei verschiedenen Performances der Künstlerin herausgegriffen sind. Diese überlagern sich dabei in ihren jeweiligen Narrativen, durchkreuzen sich und greifen einander echohaft auf. Gemeinsam fügen sich die Elemente zu einem potenziellen Szenario, das bei jeder Performance anders bespielt wird.

Vertikal (hängend): Ein Hintergrund, bestehend aus langen, mit Stoffmustern bedruckten Baumwollbahnen, verweist auf Produktionsverfahren und befragt Narrative, wie sie im Zuge der frühen Textilindustrie entstanden sind. Blumenmuster, auf Dromedaren reitende Affen, Palmen in bunten Farben – Zeugen einer stillen Form des Kolonialismus. Gezeichnet und hergestellt in einer Zeugsdruckfabrik im Glarnerland, verschifft vom Freihafen Ancona nach Indonesien. Im selben Jahr und in derselben Fabrik kam es 1837 zum ersten Arbeiterstreik in der Geschichte der Schweiz, „ein Streik von Frauen und Kindern“, die gegen die Anbringung einer Fabrikglocke zum Einläuten des Arbeitsbeginns aufbegehrten. (A Fabric in Turkey Red, 2013/2019).

Horizontal (Boden): Silberfarbene, auf den Boden der Galerie aufgebrachte Markierungen zeichnen im Maßstab 1:1 den Grundriss einer Einzimmmerwohnung nach, die 1926 von der kurz zuvor gegründeten „Baugenossenschaft berufstätiger Frauen“ errichtet wurde. Der Wunsch nach einem unabhängigen Leben in Gemeinschaft mit anderen Frauen, wurde legitimiert durch den Bedarf nach mehr Arbeitskräften in der florierenden Metallindustrie. Die von der Architektin Lux Guyer entworfenen Wohnungen orientierten sich an modernen Lebensstandards – bürgerliche Miniwohnungen, mit Einzelbetten. (If You Lived Here, You Would Already Be at Yours, 2015/2019).

Sound (Angestaubte Stimmen): Stimmen dringen aus den Räumen eines staatlichen Museums, südlich der Alpen gelegen, mit Blick auf die italienische Grenze. Zwei Kletterer, nachts alleine im Museum. Weiße Gipsmodelle von Statuen und Denkmälern und das Relief Die Opfer der Arbeit umgeben sie. Gerade ist der Gotthard-Basistunnel eröffnet worden – wieder. Wer putzt hier nachts, unsichtbar? Wer unterhält die Statuen so weiß, wer unterhält diese Rollenmodelle des Nationalstaats? (Climbing Monuments, 2016/2019)

Im zweiten Ausstellungsraum finden sich Dokumente, Skripte und Recherchematerialien, die im Zusammenhang mit den Performances stehen. Diese bilden ein neu geschaffenes Display, das Romy Rüegger’s Praxis der Montage erweitert und ein Bühnenbild, das der Bildhauer Isamu Noguchi für Martha Grahams Ballett Appalachian Spring (1944) gestaltet hat, aufgreift. Die Installation fungiert als performatives Setting für Bilder und Texte. Sie wirft Fragen nach den historischen, privaten und öffentlichen Räumen auf, durch die sich unsere Gegenwart bewegt – Geschichten von Arbeitsmigration, der Konstruktion nationaler Mythen und weißer Privilegien.




PERFORMANCES UND ÖFFENTLICHES PROGRAMM

Eröffnung
mit Performance A Fabric in Turkey Red
06. September, 19 Uhr

Performance
If You Lived Here, You Would Already Be at Yours
12. Oktober, 17 Uhr

Performance und Matinée
Details folgen
9 November, 11 Uhr

Savoir-vivre #4
Workshop Reihe, kuratiert von Simone Mair
Datum und Details werden zu einem späteren Zeitpunkt bekannt gegeben.

Mit der freundlichen Unterstützung:

Pro Helvetia - Schweizer Kulturstiftung
Autonome Provinz Bozen, Abteilung Kultur
Stiftung Südtiroler Sparkasse
Gemeinde Bozen, Abteilung Kultur
Konditorei Hofer, Bozen

Tags

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 06 Sep. 2019 bis 09 Nov. 2019

Notizen über die Uhrzeiten :

Orario d'apertura da Martedi a Venerdi dalle ore 10 - 13 e dalle 15 - 19
Sabato dalle ore 10 - 13

Veröffentlicht von :

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 11 März 2026 bis 02 Mai 2026
    Fotografie, Illustrationen und Projekte von: Beatrice Citterio, Francesco Marinelli (Dolomiti Contemporanee), Jonathan Coen, Laboratorio OffTopic, Leonhard Angerer, Manuel Riz, Marco Gasparic (Broken Window Theory), Rob Hornstra, Studentinnen und Studenten der Fotografieseminare Bauer Anatomie und Dynamik eines Territoriums in Zusammenarbeit mit Dolomiti Contemporanee und TeSAF (UniPa), Teresa de Toni (Dolomiti Contemporanee), Till Aufschlanger (Broken Window Theory), Voci di Cortina. - In der aktuellen Klimarealität, in der der Temperaturanstieg die alpinen Berggebiete doppelt so stark trifft wie die Ebenen und die Schneedecke kontinuierlich abnimmt, erstrecken sich die „am weitesten verbreiteten und nachhaltigsten Winterspiele aller Zeiten“ über ein Gebiet von rund 22.000 km² und durchqueren dabei sehr unterschiedliche Kontexte und Ökosysteme: von Mailand bis Cortina d’Ampezzo, von Bormio und Livigno ins Val di Fiemme, bis nach Antholz und Verona – bei öffentlichen Investitionen von über 6 Milliarden Euro. Doch was bedeutet ein Ereignis dieser Größenordnung für die Gebiete, die es austragen? Und vor allem: Ist es möglich, von sozialer, wirtschaftlicher und ökologischer Nachhaltigkeit zu sprechen? Durch eine visuelle Analyse der Problematiken des olympischen Wintermodells und seines Vermächtnisses stellt Arcipelago Verticaledessen Praktiken und Vorstellungswelten infrage und macht die strukturelle Abhängigkeit von der Ausbeutung lokaler Ressourcen – insbesondere natürlicher und kultureller – sichtbar. Dabei tritt vor allem ein Wasserarchipel hervor, das für das Überleben dieses Wirtschaftsmodells unverzichtbar ist: Es dehnt sich Jahr für Jahr oberhalb der Skihänge aus, um deren Beschneiung zu ermöglichen, und bündelt Ressourcen sowie öffentliche Gelder vertikal auf wenige punktuelle Knoten, verstreut über Alpen und Dolomiten, deren „insularer Zyklus“ bereits vor Millionen von Jahren begann. Die Vermehrung dieser Infrastrukturen erzeugt eine fragmentierte Geografie, bestehend aus technischen Flächen und Zonen der Übernutzung, die miteinander verbunden, territorial jedoch diskontinuierlich sind. Inseln sind die künstlichen Speicherbecken – drei davon eigens für die Olympischen Winterspiele errichtet – ebenso wie die Hunderte von Baustellen entlang des Alpenbogens in unterschiedlichen Höhenlagen: im Bau, abgeschlossen oder in Planung. Für einige ist die Fertigstellung bis 2032 vorgesehen. Das Archipel steht schließlich auch für die politische Distanz zwischen Entscheidungszentren und Zivilbevölkerung – eine Distanz, die durch die Dringlichkeit des olympischen Modells unüberwindbar geworden ist und es den lokalen Gemeinschaften verwehrt hat, sich mit jenen auseinanderzusetzen, die grundlegende Entscheidungen über ihr eigenes Territorium getroffen haben. Dadurch wurde sowohl die Chance vertan, erhebliche Investitionen in Strukturen und Modelle zu lenken, die nachweislich darauf angewiesen gewesen wären, als auch das legitime Recht der Bevölkerung, sich zu informieren und zu den sie betreffenden Veränderungen Stellung zu nehmen. Beatrice Citterio
  • Es gibt Termine vom 22 Nov. 2025 bis 12 Apr. 2026
    Al TreviLab, vi aspetta un nuovo appuntamento con “Storie dell’arte con i grandi musei”: "Artifices: i creatori dell'arte" Centro Trevi – TreviLab | Bolzano, via Cappuccini 28 21 novembre 2025 – 12 aprile 2026 In collaborazione con e a cura del Museo Nazionale Romano “Artifices: i creatori dell’arte” nasce grazie alla prestigiosa collaborazione con il Museo Nazionale Romano di Roma, primo museo nazionale dell’Italia Unita istituito nel 1889 e oggi articolato in quattro sedi, ognuna con la propria specificità: Palazzo Altemps, Palazzo Massimo, Crypta Balbi e il complesso monumentale delle Terme di Diocleziano e della Certosa di S. Maria degli Angeli, sede originaria del Museo. Opere realizzate con materiali diversi e svariate tecniche – statue, lucerne, epigrafi, manufatti in avorio e marmi colorati, mosaici e intarsi – raccontano lo sviluppo delle produzioni artistiche a Roma, dall’età repubblicana alla fine dell’Impero, attraverso le figure degli “artifices” artisti e artigiani specializzati. Gli oggetti esposti raccontano e testimoniano le trasformazioni culturali di Roma e dei suoi abitanti, guidandoci in un viaggio attraverso la storia. La mostra rimarrà aperta fino al 12 aprile 2026 e sarà accompagnata da un ricco programma di eventi collaterali. Apertura mostra: dal lunedì al sabato dalle 10:00 alle 13:00 e dalle 15:00 alle 18:00 Ingresso gratuito. A disposizione del pubblico anche un’audioguida gratuita e una mediatrice.
  • Es gibt Termine vom 20 Feb. 2026 bis 31 Jan. 2027
    Kuratiert von der Museion Passage Group in Zusammenarbeit mit dem Künstler Eduard Habicher Das Museion eröffnet sein Programm 2026 mit der Ausstellung Eduard Habicher. Memory in Motion. Die Präsentation, die dem 70. Geburtstag des Südtiroler Bildhauers (geb. 1956 in Mals) gewidmet ist, findet in der Museion Passage statt und ist frei zugänglich. Eduard Habicher zählt zu den prägenden Positionen der zeitgenössischen Skulptur aus Südtirol mit internationaler Ausstrahlung. Bekannt ist er vor allem für seine großformatigen Arbeiten im öffentlichen Raum, die sich durch eine starke räumliche Präsenz und einen sensiblen Dialog mit ihrer Umgebung auszeichnen. Seine Werke sind dauerhaft an zahlreichen Orten installiert, unter anderem in der Therme Meran, in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay sowie in Berlin, Italien und Österreich. Für die Museion Passage hat Habicher vier monumentale Skulpturen geschaffen: Hommage, Passage, Geöffnet–aperto und Pro-tetto. Die Arbeiten bestehen aus Industrieprofilen und Edelstahl, Materialien, die ursprünglich für Rationalität, Stabilität und Funktionalität stehen. Durch präzise handwerkliche Eingriffe werden sie gebogen, geöffnet und neu ausbalanciert. So entstehen skulpturale Linien, die trotz ihrer Masse eine überraschende Leichtigkeit entfalten. Ein zentrales Element in Habichers Werk ist die charakteristische rote Farbe. Diese „rote Linie“ durchzieht auch die Skulpturen in der Passage: Sie spannt sich durch den Raum, setzt Akzente und verbindet die einzelnen Arbeiten visuell miteinander. Ohne Sockel direkt im Raum platziert, begleiten die Skulpturen die Besucher*innen durch diesen offenen Bereich und werden Teil des alltäglichen Bewegungsflusses. Bewegung, Offenheit und räumliche Erfahrung stehen im Zentrum von Memory in Motion. Die Museion Passage als frei zugänglicher Raum ermöglicht Kunstbegegnungen jenseits klassischer Eintrittsschwellen und lädt dazu ein, Skulptur im Vorübergehen ebenso wie im bewussten Verweilen zu erleben. Mit dieser Präsentation realisiert das Museion zugleich die erste Initiative der landesweiten Kampagne Museiopolis. Inspiriert von der Idee der Polis als gemeinschaftlichem urbanen Lebensraum, versteht sich Museiopolis als Einladung, Kunst und Kultur stärker in den Alltag von Stadt und Region einzubinden: offen, zugänglich und in kontinuierlichem Dialog mit der Gesellschaft. Eduard Habicher Eduard Habicher wurde 1956 in Mals im Vinschgau geboren und absolvierte ein Studium an der Accademia di Belle Arti in Florenz. Er lebt und arbeitet in Riffian (BZ). Der Künstler war mit Einzelausausstellungen in zahlreichen italienischen Museen und Galerien vertreten, unter anderem in der Galleria Civica in Trient (1993), der Galleria Comunale d’Arte Contemporanea in Arezzo (1993), dem Museo della Scultura Contemporanea in Matera (2006) sowie der Galleria d’Arte Moderna G. Carandente im Palazzo Collicola in Spoleto (2024). Im Jahr 2025 hatte er im Rahmen der viennacontemporary eine Solopräsentation in der renommierten Privatsammlung Dolezal. Seine großformatigen Skulpturen sind dauerhaft an öffentlichen Orten ebenso wie in privaten Einrichtungen installiert, so etwa in der Therme Meran in Italien und in der Fundación Pablo Atchugarry in Uruguay. Darüber hinaus befinden sich seine Arbeiten in Berlin am Spreeufer, im Innenhof der Wallstraße 16 und auf dem Campus des Europäischen Energieforums (EUREF); in Italien im Südtiroler Landesmuseum für Kultur- und Landesgeschichte auf Schloss Tirol, auf der Piazza della Vittoria in Spoleto, im Freilichtmuseum Museo Diffuso Albisola sowie in Leifers; außerdem in Österreich in Feldbach in der Gleichenberger Straße und im Kulturzentrum Kugelmühle. Eine großformatige Arbeit Habichers zum Gedenken an den antifaschistischen Widerstandskämpfer Josef Mayr-Nusser wurde 2017 im Bozner Dom aufgestellt. 2016 erhielt der Künstler den ersten Preis für sein Werk Misurare lo spazio im Palazzo Ducale in Gubbio, und 2018 gewann er einen Wettbewerb zur Gestaltung einer Skulptur für die Piazza Castello, die sich innerhalb des Palazzo Ducale in Mantua befindet. Im Jahr 2023 wurde Habicher zum Nationalakademiker ernannt und in die Accademia Nazionale di San Luca in Rom aufgenommen.

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..