Meran wächst – an Kulturen, Sprachen und Erwartungen. Der urbane Raum wird von vielen genutzt, aber nicht von allen gleich erlebt. Die von Andreas Kofler kuratierte Ausstellung erzählt, wie sich die Stadt vom Gestern zum Heute verändert hat, und fragt, wie sie sich angesichts von Klimakrise, wachsender Diversität und der Notwendigkeit nachhaltiger Entwicklung morgen gestalten wird.
Die Vielfalt an Erwartungen und Bedürfnissen unterschiedlicher Sprach- und Kulturgruppen, verschiedener Generationen sowie von Einheimischen, Zugewanderten und Gästen macht deutlich, dass es neue Formen des urbanen Zusammenlebens braucht – vielfältiger, inklusiver und widerstandsfähiger gegenüber den Herausforderungen der Klimakrise. Das Ausstellungsprojekt und das Forum Stadtraum Meran – gestern, heute, morgen? verstehen sich als Ausgangspunkt für diesen Dialog. Dabei werden sieben zentrale Themen der städtebaulichen Entwicklung behandelt: Landschaftsraum, Bevölkerungsraum, Wohnraum, Freiraum, Arbeitsraum, Mobilitätsraum und Kulturraum.
Jeder dieser Bereiche wird aus drei Perspektiven betrachtet: gestern (mit einem Überblick über die historische Entwicklung anhand von Original- und reproduzierten Archivmaterialien und weiteren Dokumenten), heute (mit Karten, Fotografien und Filmaufnahmen) und morgen (mit Zukunftsperspektiven, teils in partizipativer Form).
Im Rahmen der Ausstellung erscheint eine Meran gewidmete Sonderausgabe von Turris Babel, der Zeitschrift der Architekturstiftung Südtirol.
Die Ausstellung Skulptura präsentiert Werke von fünf Südtiroler Künstlern, die in den 1920er-Jahren geboren wurden. Ein bislang einzigartiger Vergleich zwischen den Werken von Joseph Brunner (1924-2017), Martin Rainer (1923-2012), Claudio Trevi (1928-1987), Adolf Vallazza (geb. 1924) und Umberto Volante (1925-2016).Hannes Egger nimmt die rund 100 Lebensjahre der fünf Künstler in den Blick und stellt sie mit einer Ledinstallation in einen historischen und gesellschaftlichen Kontext.
Sammeln gehört zu den ältesten Gewohnheiten des menschlichen Tuns. Das Sammeln von Kunst erreicht seit den 1990er-Jahren verstärkt private Unternehmerinnen und Unternehmer. Diese ergänzen mit ihren Künstlerförderungen die öffentliche Verantwortung. Die Themenausstellung rückt nun insgesamt 15 Sammlerinnen und Sammler ins Zentrum. Aus den persönlich gehaltenen Statements spricht eine ausgesprochene Begeisterung für Kunst und Kultur. So unterschiedlich die einzelnen Charaktere sind, so differenziert zeigen sich auch die Sammlungsinhalte: Sie reichen von der frühen Neuzeit über den Impressionismus bis hin zu den Kunstströmungen des 20. und 21. Jahrhunderts. Persönliche Kontakte zu den Kunstschaffenden bereichern den Sammlungsaspekt und fördern den Dialog.
„Private Collections“ steht nicht zuletzt im Fokus des Kulturinteresses 80 Jahre nach Abschluss des Pariser Vertrages, der Südtirols Autonomie eingeleitet hatte: Kulturarbeit einmal ganz in privater Hand. Dies kann als Ansporn gesehen werden, das Engagement für Kunst mit jenem für gewerbsmäßige Tätigkeiten zu verbinden. In den ausgestellten Kunstwerken werden Kostbarkeiten ans Licht gehoben, die ansonsten nur im privaten Ambiente erlebt werden können.
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