Einloggen

Einloggen

Italo Zuffi: postura, posa, differita - Veröffentlicht von

0
×

Achtung

Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events

Event-Informationen

Kuratiert von Emanuele Guidi
Die Ausstellung Postura, Posa, Differita (Haltung, Pose, Zeitversetzt) von Italo Zuffi in der ar/ge kunst in Bozen ist das Schlussspiel eines dem Künstler gewidmeten Zyklus, der 2015 in der Nomas Foundation in Rom begonnen und im MAN in Nuoro fortgesetzt wurde. Eine Zusammenarbeit der Institutionen, die es sich als Ziel gesetzt haben, ein Fortbestehen der Recherchearbeit des Künstlers zu ermöglichen: Mit drei sich ergänzenden und doch unabhängigen Ausstellungsprojekten, die es erlauben, Werke und bedeutungsvolle Momente seiner Schaffensphase zu ergründen.
Postura, Posa, Differita entwickelt sich um ein Herzstück von Werken, die die Komplexität der Recherche Italo Zuffis im Bereich der Performance zeigen. Diesen Zweig verfolgt der Künstler seit Anfang seiner Karriere und die Ausstellung hat dabei ein besonderes Augenmerk auf seine Beziehung zur Bildhauerei. Auch wenn die ausgestellten Werke nicht live aufgeführt werden, so behauptet sich die Anwesenheit des Körpers durch Erinnerung, Stärke und Archiv.
Dem ins Leere gefallene Mädchen geht es besser (2016) besteht aus einer Serie von Blechen, auf die der Titel der Arbeit, den der Künstler vor Jahren in der Zeitung gefunden hat, eingraviert ist. Alle Bleche werden von Zeitungsausschnitten begleitet, von denen jeder ein ähnliches Ereignis aus den Nachrichten erzählt: ein zuvor gestürzter Frauenkörper befindet sich auf dem Weg der Besserung.
Ähnlich geht Italo Zuffi von einer wahren Begebenheit in Die Steifen (2016) aus. Dieses Mal ist es eine seiner Performances (The reminder, 1997), die einen Sammlungsprozess ins Laufen bringt, indem er Archivbilder zusammenstellt, die Körper in steifen Positionen darstellen. Es handelt sich hier um eine Auswahl von Performances anderer Künstler und „alltäglichen“ Szenen aus Zeitschriften und Zeitungen, die ausgewählt wurden aufgrund ihres gegenständlichen und statutarischen Wesens des abgebildeten Körpers.
Eine neue Gruppe von Keramiken (2016) geht dagegen von einer Serie öffentlicher Umfragen aus - auch diese in Zeitungen und Zeitschriften erschienen - die Themen wie Immigration, Euthanasie, Braindrain, Europa und Wirtschaft behandeln. Er konfrontiert sich hier mit den Versuchen einer Kollektivdarstellung, in diesem Fall die der italienischen Bürger. Die Keramiken sparen jedoch die einzelnen prozentuellen Angaben der Umfragen aus und nehmen ausschließlich die statistische Sichtweise in ihrer ganzen Vielschichtigkeit in Augenschein. Das, was als eine Form von „öffentlicher Meinung“ anerkannt sein möchte, wird hierdurch nur noch mehr abstrahiert.
Die neuen ausgestellten Arbeiten sind demnach vereinigt durch eine erweiterte Zeitlichkeit als Arbeitsinstrument sowie durch die Methode der Quellensammlung, auf die sich die konzeptuellen Arbeiten stützten. Die Werke sind tatsächlich das Ergebnis eines Reifungsprozesses, der manchmal sogar Jahre gedauert hat, beginnend im entscheidenden Moment, in dem diese Arbeiten wahrhaftig erdacht oder anfänglich in Form von Prototypen gefertigt wurden. Die Wahl, diesen vollstreckenden Moment zu verzögern, hat das Anhäufen des Pressematerials zugelassen, das eine vielseitigere und bewusstere Anschauung des Originalprojektes zulässt.
Die ausgestellten Arbeiten erzählen demnach eine ganz persönliche Deutung des kontinuierlichen Stroms der Nachrichten und Informationen, die durch Identifikation und Empathie geprägt ist. Es sind Arbeiten, die sich mit der Zeit befassen und mit dem Bedürfnis, sich Zeit zu nehmen um eine persönliche und autobiografische Schaffensweise zu finden.
Italo Zuffi (Imola, 1969, lebt in Mailand) benutzt in seinen Werken die Bildhauerei, Performance und Schrift um „keine Gesamtzeichnung, sondern eine undefinierte Serie von Zimmern“ (Pier Luigi Tazzi, 2003) zu erschaffen. Studium an der Kunstakademie von Bologna und am Central Saint Martins College of Art & Design in London. 2001 wird ihm der 'Wheatley Bequest Fellowship in Fine Art' vom Institute of Art & Design in Birmingham (UK) verliehen.
Jüngste Einzelausstellungen: Potersi dire, MAN, Nuoro (2015); Quello che eri, e quello che sei, Nomas Foundation, Rom (2015); Gli ignari, appartamento privato, Mailand (2013); La penultima assenza del corpo, Fondation Pietro Rossini, Briosco (2012); Zuffi, Italo, Pinksummer, Genua (2010).
Jüngste Gruppenausstellungen: Fuori Uso, Ex Tribunale, Pescara (2016); Riviera, Schweizer Institut Mailand (2016); ALT, Caserma De Sonnaz, Turin (2015); Esercizi di Rivoluzione, MAXXI, Rom (2014); Le leggi dell'ospitalità, Galleria P420, Bologna (2014); Per4m, Artissima, Turin (2014); I baffi del bambino, Lucie Fontaine, Mailand (2014); To continue. Notes towards a Sculpture Cycle | Scala, Nomas Foundation, Rom (2014); La Pelle – Symphony of Destruction, MAXXX Project Space, Sierre (2014); Le statue calde, Museo Marino Marini, Florenz (2014).

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 24 Sep. 2016 bis 26 Nov. 2016

Notizen über die Uhrzeiten :

mar-ven·Di-Fr: 10:00-13:00; 15:00-19:00
Sa 10:00-13:00

Könnte dich auch interessieren :

  • Es gibt Termine vom 28 Feb. 2026 bis 09 Mai 2026
    Arbeitsgemeinschaft: Laura Aurelio aka Sméagol, Giorgia Ballabeni aka GB7, Gianluca De Marco aka GiangiGiangetto, Nicole Domenichini aka Niki Baxter, Giulia Gaiti aka Mozzy, Nicolò Grisendi aka Sid, Marco Iardino aka Scotland Yardo, Francesco Mandalà aka Metta, Luca Santiago Mora aka Garibaldi, Matteo Morescalchi aka The Gamer, Matteo Sandrin aka Pitbull, Giulia Zini aka July Shining.  PINKING UP ist die Ausstellung, die Ar/Ge Kunst dem Atelier dell’Errore und seiner jüngsten Produktion widmet, der sogenannten rosa Periode, in der das Begehren zum zentralen Motor der künstlerischen Forschung wird. Ein Begehren, das nicht als Mangel verstanden wird, sondern als eine schöpferische Kraft, die in der Lage ist, die Form über sich selbst hinauszutreiben. Das 2002 von Luca Santiago Mora gegründete Atelier dell’Errore ist heute ein Kollektiv, das aus zwölf Künstlern und Künstlerinnen besteht, deren Praxis auf einem kollektiven Arbeitsprozess basiert, in dem der Fehler kein zu korrigierendes Limit darstellt, sondern eine Öffnung: den Punkt, an dem die Kreatur hervortreten kann. Die Tiere, die die Ausstellung bevölkern, sind weder entworfen noch dargestellt – sie geschehen. Es sind hybride, wandelbare Organismen, entstanden aus der Konvergenz vieler Hände und Sensibilitäten. Sie folgen weder Taxonomien noch stabilen Identitäten, sondern erscheinen als Übergangsfiguren, als vorläufige Resultate eines kollektiven Begehrens. In der rosa Periode nimmt dieses Begehren eine explizit transindividuelle Form an, die die Grenzen zwischen Mensch und Tier, zwischen Selbst und Anderem aufhebt. PINKING UP erscheint somit als ein kollektiver Organismus in ständigem Werden: keine abgeschlossene Erzählung, sondern eine offene Phase eines gemeinsamen Prozesses, in dem der Fehler zur Möglichkeit wird und das Begehren Gestalt annimmt.
  • Es gibt Termine vom 28 Feb. 2026 bis 20 März 2026
    Einführung: Luigi Scolari Emil Wörndle studierte Architektur in Wien und Innsbruck und war über 20 Jahre als Projekt- und Bauleiter in der öffentlichen Verwaltung tätig. Seit den späten 1990er Jahren widmet er sich als Autodidakt der Kunst. Inspiration findet er oft in alten Gebäuden, an denen der Lauf der Zeit in mehreren Farb- und Materialschichten sichtbar wird. Als Quereinsteiger bringt er einen unvoreingenommenen Blick auf Material und Technik mit. Zunächst arbeitete er mit selbst hergestellten Farben aus Gips und Pigmenten auf Spanplatten. Im Laufe der Zeit entwickelte er weitere Techniken mit natürlichen Bindemitteln wie Kalk oder Kleister und nutzt neben Span- oder Sperrplatten auch Papier und Karton als Trägermaterial. Emil Wörndle arbeitet schichtweise mit unterschiedlichen Farben: Er trägt sie auf, bearbeitet, ergänzt oder trägt sie wieder ab – bis ein stimmiges Ergebnis und die gewünschte Wirkung entstehen. Wiederkehrendes Merkmal seiner Werke sind monochrome Flächen. Das Auftragen der Schichten erfordert lange Trocknungszeiten, weshalb er oft parallel an mehreren Entwürfen arbeitet. Sein Zugang ist bedächtig und meditativ; es kann Monate dauern, bis er an einem Werk weiter arbeitet oder es als abgeschlossen betrachtet.
  • Es gibt Termine vom 24 Feb. 2026 bis 14 März 2026
    Sala Espositiva | Via Pietralba 29, Laives Una mostra di Anie Maki e Jacopo Noera A cura di Samira Mosca Prima mostra del 2026 nel tema biennale “corpo, identità, cultura”, “Don’t shoot, come in!” presenta i lavori di Jacopo Noera e Anie Maki. I due giovani artisti portano l'intimità delle relazioni nello spazio espositivo, trasformando la macchina fotografica da arma a mediatore di presenza, da strumento di cattura a linguaggio di contatto. In un'epoca di immagini istantanee, Anie Maki e Noera rivendicano lentezza, reciprocità e cura come fondamenti di una pratica che non estrae ma “costruisce-insieme”. L'obiettivo fotografico non è più minaccioso, non è più "shot/shoot" ("scatto fotografico"/"sparo") ma diaframma, apertura e rispecchiamento. “Don’t shoot, come in!” propone quindi una riflessione sull'intimità come processo relazionale, ricordando che riconoscersi significa prima di tutto riconoscere l'altro, che la fotografia può essere un atto di fiducia condivisa, un luogo dove identità e relazione sono dimensioni inseparabili di un unico gesto di rivelazione e protezione dell’altro e, solo così, anche del sé. L’esposizione rimarrà aperta fino a sabato 14 marzo, dal martedì al sabato dalle ore 16:00 alle 19:00. Il venerdì e il sabato rimarrà aperta anche di mattina dalle ore 10:00 alle 12:00. Mostra e inaugurazione a ingresso libero.

Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!

BIST DU SCHON REGISTRIERT?

LOGGE DICH EIN

NOCH NICHT?

Verpasse nicht die besten Veranstaltungen in Südtirol!

ABONNIERE UNSEREN WÖCHENTLICHEN NEWSLETTER

Möchtest du deine Events in unserem Magazin veröffentlicht sehen?

ERHALTE EINEN MONATLICHEN HINWEIS ZUM REDAKTIONSSCHLUSS

Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.

GEHE ZUR WERBEBEREICH

KONTAKTIERE UNS DIREKT

INSIDE EVENTS & CULTURE

Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo.
Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446.
Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..