Dieses Event ist vorbei, bleibe mit uns für weitere Events
Event-Informationen
Das Schulmuseum präsentiert seine Sammlungen in einem erneuerten Museumsrundgang an einem neuen Standort, einem renaissancezeitlichen Gebäude, das auch unter dem Namen "Lampl" bekannt ist und einst Sitz der alten Rentscher Schule in Bozen war.
Klaus Rungger
Ein neues Wort für Zeichnung
Für Klaus Rungger steht die Zeichnung im Zentrum seines künstlerischen Schaffens. Seine Arbeiten entstehen im direkten Gegenüber mit einem Modell und werden meist nicht nachträglich überarbeitet. In diesem unmittelbaren Moment versucht er, Ausstrahlung, Form, Farbe und Linie einzufangen und den Menschen jenseits von Kategorien wie Alter oder Geschlecht wahrzunehmen. Die Zeichnung wird so zu einem Raum zwischen Präzision und Freiheit, zwischen Beobachtung und Interpretation. Runggers Arbeiten eröffnen einen sensiblen Blick auf Wahrnehmung und Identität und laden dazu ein, sich auf Linien, Details und Nuancen einzulassen. Erst in der Nähe werden die feinen Spuren des Zeichnens sichtbar und machen den direkten, unmittelbaren Entstehungsprozess erfahrbar.
Klaus Rungger, geboren 1969, lebt und arbeitet in Gröden. Nach dem Abschluss der Kunstschule in St. Ulrich und dem Besuch des Issam Design Instituts in Modena führt er als KFZ-Meister den elterlichen Betrieb weiter. Das Zeichnen und die Kunst bilden seit jeher einen zentralen Bestandteil seines Lebens. Seine Arbeiten wurden in zahlreichen Ausstellungen im In- und Ausland gezeigt; 2018 erhielt er den 1. Preis beim Kunstwettbewerb Kunst unter den Sternen in Mühlbach, 2020 war er Finalist des Kunstpreises Artig in Kempten.
Archäologie erzählt Geschichte – doch manchmal wird sie selbst Teil der Geschichte. Zwischen 1920 und 1972 nutzten politische Systeme, um ihre eigenen Ideologien zu untermauern. Während im Faschismus italienische Wissenschaftler Belege für die „römische Vergangenheit“ in Südtirol suchten, deuteten nationalsozialistische Forscher urgeschichtliche Funde in Südtirol als Bestätigung für dessen „germanische“ Vergangenheit.
Die Wissenschaft geriet dadurch in den Sog der Politik: Archäologische Objekte wurden ideologisch überinterpretiert statt sachlich erforscht, archäologische Ausgrabungen wurden instrumentalisiert. Selbst nach dem Zweiten Weltkrieg wirkte der Kampf der Kulturen lange nach.
In der Sonderausstellung UNDER PROPAGANDA wird dieser spannungsreiche Abschnitt der Südtiroler Archäologiegeschichte sichtbar. Erstmals werden zahlreiche Funde aus den Jahren 1920–1972 nach modernen wissenschaftlichen Kriterien gedeutet – einige davon waren zuvor noch niemals öffentlich ausgestellt.
Interaktive Stationen mit historischen Grabungsdokumenten geben Einblick in die Arbeitsmethodik des vorigen Jahrhunderts. Auch Kinder kommen in der Ausstellung auf ihre Kosten: in einer humorvollen „Untergrund“-Aktion lassen sich manchen Objekten überraschende Geschichten entlocken.
Die Ausstellung vermittelt abwechslungsreich und anschaulich, wie Wissenschaft propagandistisch missbraucht wurde – und wie wichtig und bereichernd es ist, archäologische Objekte mit kritischem Blick neu zu betrachten.
Ein vielfältiges Aktions- und Rahmenprogramm für Erwachsene und Kinder erlaubt Zugänge zur Ausstellung für unterschiedliche Zielgruppen.
Die Ausstellung richtet sich sowohl an ein interessiertes Fachpublikum als auch an die breite Öffentlichkeit und ist von Dienstag 25. November 2025 bis Sonntag 8. November 2026 zugänglich.
Trag deine Veranstaltungen in den ersten und beliebtesten Veranstaltungskalender Südtirols ein!
Möchtest du deine Veranstaltungen oder dein Unternehmen bewerben? Wir sind dein idealer Partner und können maßgeschneiderte Lösungen und Pakete für alle deine Bedürfnisse anbieten.
Magazine mensile gratuito di cultura, eventi e manifestazioni in Alto Adige-Südtirol, Trentino e Tirolo. Testata iscritta al registro stampe del Tribunale di Bolzano al n. 25/2002 del 09.12.2002 | Iscrizione al R.O.C. al n. 12.446. Editore: InSide Società Cooperativa Sociale ETS | Via Louis Braille, 4 | 39100 Bolzano | 0471 052121 | Diese E-Mail-Adresse ist vor Spambots geschützt! Zur Anzeige muss JavaScript eingeschaltet sein..