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Der Traum vom späteren Leben. Kinderporträts 1500 bis Heute - Veröffentlicht von Schlosstirol

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Event-Informationen

Anfang Juli 2015 öffnet das Landesmuseum für Kultur und Landesgeschichte auf Schloss Tirol die Tore für eine Ausstellung mit einem bisher nie speziell bearbeiteten Thema der Tiroler Kulturgeschichte: Kinderbildnisse und Kinderporträts von den Anfängen des Sujets bis zu deren Wahrnehmung in der Gegenwart.
Die ersten Kinderbildnisse entstehen im Umfeld der kaiserlichen Familie. So lässt Ferdinand I. seine Kinder vom Maler Jakob Seisenegger porträtieren. Im Porträt werden die Sprösslinge im 16. und 17. Jahrhundert häufig in ihrer von Geburt an vorbestimmten Funktion dargestellt. Zum Bestand der Ausstellung zählen aber auch Totenbilder oder zahlreiche Bildnisse, die das Kind-Sein der Dargestellten hervorheben.
Im Spätbarock greift der Typus des Familienbildes, das seine Ursprünge wiederum in der Bildniskultur der Höfe in der frühen Neuzeit hat, auch auf den bürgerlichen Stand über. Es entsteht ein Genre, das bis heute existiert: Väter porträtieren die eigenen Kinder. Während die Befindlichkeit des Kindes in der Aufklärung in den Vordergrund rückt, werden Kinderbilder im 19. Jahrhundert und in der Biedermeier-Zeit im bürgerlichen Stand verortet: In den Bildnissen erscheinen sie zusammen mit ihren Eltern und/oder Geschwistern. Die Porträtkultur im 20. Jahrhundert wird von der Expressivität beherrscht. Auch die Fotografie konnte das Kinderporträt nicht gänzlich verdrängen, das zunächst in den traditionellen Formen verhaftet bleibt und sich erst allmählich zu einem neuen individuelleren Sehen entfaltet. Die Ausstellung bietet anhand von rund 80 Objekten die erste Gesamtschau zum Thema aus gesellschaftshistorischer Sicht

Kontakte :

Datum und Uhrzeit des Events :

Es gibt Termine vom 03 Juli 2015 bis 22 Nov. 2015

Notizen über die Uhrzeiten :

Durchgehend von 10.00 Uhr bis 17.00 Uhr (im August bis 18.00 Uhr), Montag Ruhetag; dalle ore 10 alle ore 17 (in agosto fino alle ore 18), giorno di riposo: lunedì

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