von Peter Jordan
mit: Margot Mayrhofer, Markus Tavakoli, Günther Götsch, Linda Covi
Regie: Christina Khuen
Bühne: Sara Burchia
Kostüme: Andrea Kerner
In Paris herrscht Revolution, im Palast von Versailles hingegen die Ratlosigkeit: Während draußen das Volk wütet, warten drinnen Marie-Antoinette und ihr Mann König Ludwig XVI seit Jahren auf ihre angekündigte Hinrichtung. Doch damals wie heute die gleichen Probleme: Bürokratie, Intrigen und Machtkämpfe auf allen Ebenen.
Marie-Antoinette oder: Kuchen für alle! ist eine bitterböse, feinhumorige Farce von Peter Jordan und Leonhard Koppelmann, die soziale Ungleichheit und politische Machtkämpfe thematisiert und Altbekanntes noch einmal völlig neu beleuchtet. In dieser todernst- turbulenten Komödie wechseln vier Schauspieler: innen in rasantem Tempo Haltungen und Identitäten und schießen bitterböse Zeitpfeile in unsere Gegenwart. Diese schwarze Komödie reflektiert mit viel Slapstick aktuelle politische Strukturen und wirft eine Parabel auf abgehobene Eliten und gesellschaftliche Krisen.
Up Close è una performance di danza immersiva che esplora la prossimità, la percezione e il delicato equilibrio tra individuo e collettività.
Pubblico e performer condividono lo stesso spazio, incontrandosi in un ambiente in cui sguardi, respiri e minimi spostamenti diventano parte della coreografia. Il lavoro indaga come la vicinanza trasformi la nostra percezione e quali dinamiche emergano quando le persone si muovono in uno stesso spazio.
In questo organismo coreografico complesso e stratificato, pur mantenendo la propria identità, le singole voci e movimenti si intrecciano progressivamente fino a dare vita a un corpo collettivo, costruito con rigorosa precisione compositiva.
Con Up Close, Anastasia Kostner supera la frontalità della scena tradizionale e crea uno spazio performativo vivo, in cui attenzione, risonanza e relazione diventano il cuore dell’esperienza.
Concetto, coreografia: Anastasia Kostner (nato in collaborazione con ArtET University of the Arts-Artisteducator in Dance Finals 2024)
Interpreti: Giorgia Calliari, Elsbeth de Boer, Stefania Bertola, Thea Malfertheiner, Maicol Mariz, Riccardo Meneghini, Mirjam Plank, Miriam Taschler, Paola Zadra
Foto: Karlheinz Sollbauer
Musiche originali e suoni: Erwin Tuijl
Regia luci: ArtEZ
Costumi: Tanzschmiede/Fucinadanza
Outside Eye: Sanne Clifford, Jordi Ribot Thunnissen, Martina Marini
Produzione: Tanzschmiede/Fucinadanza (Martina Marini), IDEA-tanztheaterperformance (Doris Plankl)
von Sybille Berg
mit: Peter Schorn
Regie: Eva Kuen
Bühne und Kostüme: Cristina Alaimo
Internationale Konflikte nehmen zu, politische Gewissheiten bröckeln und militärische Begriffe sickern wieder in den Alltag ein: Die Gegenwart ist geprägt von Unsicherheit und von der leisen Ahnung, dass Eskalationen längst nicht mehr nur ferne Szenarien sind.
Vor diesem Hintergrund entfaltet sich „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe“ von Sibylle Berg. Es ist das Porträt eines Menschen, der Teil dieses Systems ist – und sich ihm zugleich zu entziehen versucht. Im Zentrum steht ein Ingenieur, dessen berufliche Realität eng mit den Dynamiken globaler Aufrüstung verknüpft ist. Doch als ein scheinbar absurder Konflikt in Europa außer Kontrolle gerät und ihn persönlich erreicht, kippt die Perspektive: aus Distanz wird Betroffenheit, aus Anpassung Zweifel.
Der Rückzug in einen dunklen, abgeschlossenen Bunker markiert nicht nur eine äußere Flucht, sondern auch eine innere Bewegung. In der Isolation entsteht ein gedanklicher Monolog, gerichtet an ein imaginäres Kind – ein Versuch, Sinn zu stiften in einer Welt, die sich zunehmend jeder Logik entzieht. Zwischen Erinnerungen, Fragen und Beobachtungen wird sichtbar, wie brüchig die großen Versprechen moderner Gesellschaften geworden sind.
Sibylle Berg verbindet in ihrem Text trockenen Humor mit stiller Verzweiflung und entwirft ein Szenario, das weniger von der Zukunft erzählt als von einer Gegenwart, die bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.
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