von Peter Jordan
mit: Margot Mayrhofer, Markus Tavakoli, Günther Götsch, Linda Covi
Regie: Christina Khuen
Bühne: Sara Burchia
Kostüme: Andrea Kerner
In Paris herrscht Revolution, im Palast von Versailles hingegen die Ratlosigkeit: Während draußen das Volk wütet, warten drinnen Marie-Antoinette und ihr Mann König Ludwig XVI seit Jahren auf ihre angekündigte Hinrichtung. Doch damals wie heute die gleichen Probleme: Bürokratie, Intrigen und Machtkämpfe auf allen Ebenen.
Marie-Antoinette oder: Kuchen für alle! ist eine bitterböse, feinhumorige Farce von Peter Jordan und Leonhard Koppelmann, die soziale Ungleichheit und politische Machtkämpfe thematisiert und Altbekanntes noch einmal völlig neu beleuchtet. In dieser todernst- turbulenten Komödie wechseln vier Schauspieler: innen in rasantem Tempo Haltungen und Identitäten und schießen bitterböse Zeitpfeile in unsere Gegenwart. Diese schwarze Komödie reflektiert mit viel Slapstick aktuelle politische Strukturen und wirft eine Parabel auf abgehobene Eliten und gesellschaftliche Krisen.
Tutti gli uomini che non sono ripercorre l’incredibile storia realmente accaduta delle trasformazioni di Paolo Calabresi in personaggi realmente esistenti. Molti ricordano la straordinaria performance del falso Nicolas Cage, accolto allo stadio con tutti gli onori dal presidente del Milan, ma ci furono anche John Turturro, Marilyn Manson, un capo africano e persino un cardinale.
Performance impressionanti che però nascono in conseguenza di alcuni eventi traumatici che Calabresi ha subito nel giro di poche settimane, e da cui è uscito attraverso un uso “improprio” del suo mestiere di attore. Una serie di operazioni che ha finito per coinvolgere la sua vita privata investendo la sua numerosa famiglia, e in particolare la relazione con la moglie, figura fondamentale interpretata da Carolina Di Domenico.
Una commedia-verità, di una comicità a tratti esilarante, che ha l'ambizione di sviluppare delle tematiche complesse filtrandole attraverso la costante lente dell'ironia, ma soprattutto una riflessione su quella che percepiamo come “identità”.
tratto dal libro omonimo di Paolo Calabresi
con Paolo Calabresi e Carolina Di Domenico
scritto e diretto da Paolo Calabresi
scene Roberto Crea
luci Marco D'Amelio
progetto video Carmine Acconcia
costumi Alessandro Lai
produzione Nuovo Teatro diretta da Marco Balsamo
durata 90 minuti circa
von Sybille Berg
mit: Peter Schorn
Regie: Eva Kuen
Bühne und Kostüme: Cristina Alaimo
Internationale Konflikte nehmen zu, politische Gewissheiten bröckeln und militärische Begriffe sickern wieder in den Alltag ein: Die Gegenwart ist geprägt von Unsicherheit und von der leisen Ahnung, dass Eskalationen längst nicht mehr nur ferne Szenarien sind.
Vor diesem Hintergrund entfaltet sich „Ein wenig Licht. Und diese Ruhe“ von Sibylle Berg. Es ist das Porträt eines Menschen, der Teil dieses Systems ist – und sich ihm zugleich zu entziehen versucht. Im Zentrum steht ein Ingenieur, dessen berufliche Realität eng mit den Dynamiken globaler Aufrüstung verknüpft ist. Doch als ein scheinbar absurder Konflikt in Europa außer Kontrolle gerät und ihn persönlich erreicht, kippt die Perspektive: aus Distanz wird Betroffenheit, aus Anpassung Zweifel.
Der Rückzug in einen dunklen, abgeschlossenen Bunker markiert nicht nur eine äußere Flucht, sondern auch eine innere Bewegung. In der Isolation entsteht ein gedanklicher Monolog, gerichtet an ein imaginäres Kind – ein Versuch, Sinn zu stiften in einer Welt, die sich zunehmend jeder Logik entzieht. Zwischen Erinnerungen, Fragen und Beobachtungen wird sichtbar, wie brüchig die großen Versprechen moderner Gesellschaften geworden sind.
Sibylle Berg verbindet in ihrem Text trockenen Humor mit stiller Verzweiflung und entwirft ein Szenario, das weniger von der Zukunft erzählt als von einer Gegenwart, die bereits aus dem Gleichgewicht geraten ist.
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