Ein Gastspiel des Bronski & Grünberg Theaters
Romeo Montague und Julia Capulet sind inzwischen nicht mehr ganz so jung und auch kein Liebespaar. Beide sind Nesthocker im komfortablen Zuhause ihrer wohlhabenden Eltern. Romeo klimpert am liebsten den ganzen Tag auf seiner Laute. Julia schläft tagsüber, weil sie nachts auf Bällen tanzt. Was für die längst erwachsenen Kinder bequem ist, wird den Eltern langsam zu bunt. Beide Häuser wünschen sich, dass ihr Nachwuchs endlich auf eigenen Füßen steht. Romeo und Julia, die nicht ausziehen wollen, schmieden einen raffinierten Plan. Doch jede gute Intrige gerät auch schnell außer Kontrolle. Während Romeo und Julia alle Hände voll zu tun haben, verändert sich etwas zwischen den beiden, das sie selbst überrascht und die Eltern unvorbereitet trifft. Zu schaffen macht den Familien auch der autoritäre Herzog, der alle hart bestraft, die Unruhe stiften. Die Häuser Montague und Capulet geraten in den Sog der Widerstandsbewegung, und plötzlich geht es um viel mehr als die alten, kleinen Konflikte …
Kaja Dymnicki und Alexander Pschill haben in der Spielzeit 24/25 mit „Amadeus“ das Publikum von den Sesseln gerissen. Jetzt werfen sie mit ihrem gewohnt enormen Tempo einen frischen Blick auf den Klassiker von Shakespeare. „Ein großer Spaß“ (Der Falter).
Dauer: ca. 2 St. (keine Pause)
Martin Frank (D)
„Wahrscheinlich liegt’s an mir“
Meraner Kabarett Tage 2026: Er hat die 30 erreicht und weiß immer noch nicht, wohin die Reise geht. Martin Frank kann nicht einmal sagen, worum es in seinem Programm geht. Wer weiß schon, was am nächsten Tag ist. „Vielleicht lästere ich heute über Milchalternativen und bekomme morgen eine Laktoseunverträglichkeit attestiert. Oder ich klebe mich auf der Straße fest und gehe morgen mit meiner Mama auf Kreuzfahrt.“ Die einzige Frage, die Martin Frank aktuell wirklich brennend interessiert, ist, ob Mozart überhaupt von den Kugeln weiß?
Sicher ist, Martin Frank singt eine italienische Arie, die viele im Publikum an eine Zangengeburt erinnern dürfte. Aber er riskiert die Nummer, weil er der Meinung ist, „entweder Sie können mich leiden und wir verbringen gemeinsam einen schönen Abend, oder Sie können mich eben nicht leiden und schicken mir Ihre Schwiegermutter.“ Wie man es dreht oder wendet, wahrscheinlich liegt’s wirklich an ihm.
Tina Teubner (D)
„Wenn du mich verlässt, komm ich mit“
Meraner Kabarett Tage 2026: Ist das nun ein Versprechen oder eine Drohung? Immer dann, wenn Tina Teubner auf die Bühne kommt, ist sie nicht allein. Tina Teubners exzessive, emotionalen Ausbrüche sind nicht nur für all jene , die in einer festen Partnerschaft leben, ein Genuss, sondern auch für Suchende, die wissen möchten, was sie erwartet.
Die 59jährige verfügt jedenfalls über einen reichen Erfahrungsschatz in Sachen Paarbeziehung. Sie entdeckt im Drama die Komik und in der Komik das Abgründige, rüttelt ihr Publikum mit Liedern, Kabarett und Unfug wach. All das hat Tina Teubner mit und an ihrem Mann getestet und ist überzeugt, dass sie nur deshalb mit Preisen überschüttet wurde. Um einige zu nennen: zweimal Deutscher Kleinkunstpreis, Deutscher Kabarettpreis und 2024 Salzburger Stier. Wenn Tina verspricht oder droht “Wenn du mich verlässt komm ich mit”, verändert sich ein bisschen die Welt. Ben muss an sich arbeiten, und das Publikum darf dabei zuschauen
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