Foto © Konrad Gös
Von Sigmund Freud bis Erich Fromm: Über Revolutionäre, die unser Bild vom modernen Ich prägten, erzählt Steve Ayan in zwei Büchern, die er im Sachbuchsalon vorstellt.
Im Wien des Fin-de-Siècle entwickelte sich die Psychologie zu einer der prägenden Wissenschaften des 20. Jahrhunderts. Visionäre wie Sigmund Freud, C. G. Jung oder Viktor Adler läuteten die Geburtsstunde der Psychotherapie ein. Das Bahnbrechende wie Abgründige dieser Anfänge betrachtet der Wissenschaftsjournalist und Psychologe Steve Ayan in seinem Buch „Seelenzauber“ und erzählt darin die Geschichte der Psychotherapie so spannend wie in einem Roman. Auch heute leben wir in einer Ära der Selbstbespiegelung: Die Befassung mit dem Ich bis hin zur Selbstoptimierung und Achtsamkeit zählen zum Kernstück unserer Kultur. Karen Horney, Erich Fromm, Paul Watzlawick und Alice Miller haben durch ihr Denken die Erfindung dieses modernen Selbst entscheidend geprägt. Ihnen widmet Steve Ayan mit „Die Revolutionäre des Ich“ ein weiteres spannendes wie kritisches Buch. Im Sachbuchsalon spricht Steve Ayan mit Moderatorin Nina Schröder über seine zwei Bücher und liest Passagen daraus vor.
Es diskutiert und liest: Steve Ayan
Moderation: Nina Schröder
Zeit: Sonntag, 15. November 2026, 17 Uhr
Ort: Bozen, Waltherhaus, Schlernstraße 1
Eintritt frei
Die Bücher zur Veranstaltung:
- Steve Ayan. Seelenzauber. Aus Wien in die Welt. Das Jahrhundert der Psychologie (dtv, 2024), erscheint im Oktober 2026 als Taschenbuch unter dem Titel „Die Architekten der Seele“ (dtv, 2026)
- Steve Ayan. Die Revolutionäre des Ich. Und die Erfindung des modernen Selbst (dtv, 2026)
Eine Veranstaltung der Sprachstelle im Südtiroler Kulturinstitut im Rahmen des Literaturfests im Waltherhaus